Die Divisionals-Vorschau

Dallas Cowboys – Green Bay Packers

Sonntag, 15.01.17, 22:30 Uhr, Sat. 1, Buschmann / Esume

Handicap: Dallas -4.5

Überblick: 

Die Partie im Oktober war so ein bißchen das „Statement Game“ der Cowboys: bis dahin hatte man gegen die Giants knapp verloren gehabt und dann gegen zurecht eher schwächer eingeschätzte Gegner gewonnen gehabt.

Das überzeugend herausgespielte 30:16 im Lambeau Field überzeugte aber auch die letzten Zweifler, dass hier eine durchaus erfolgreiche Mannschaft heranwachsen könnte.

Die Packers befanden sich dagegen in einer Krise, die sie erst nach Woche 10 und mittlerweile jetzt 7 Siegen in Folge beendeten.

Ein „Angle“ der Vorberichterstattung ist natürlich, dass die Stützen der Cowboys mit QB Dak Prescott und RB Zeke Elliott noch Rookies sind – auch wenn man das bisher nahezu gar nicht bemerken konnte. Allerdings haben die Playoffs ihre eigenen Gesetze (5 Euro ins Phrasenschwein) und eines davon ist, dass man als Rookie schnell einmal überfordert ist.

Die Offense sollte jedoch in der Lage sein, gegen die nur mittelmäßige Defense der Packers zu punkten.

Bei Green Bay wird man dagegen alles versuchen, um den Angriff möglichst schnell wieder so in Schwung zu bringen, wie das ab Mitte des zweiten Viertels gegen die Giants gelang. Zuvor eher unauffällig, aber dann explodierten Aaron Rodgers und Randall Cobb, um die Hauptverantwortlichen zu nennen.

Interessant wird sein, inwiefern die verletzten Spieler auflaufen können – allen voran Wide Receiver Jordy Nelson. Ich kann es mir fast nicht vorstellen, was ein schwerer Schlag für die Packers-Offense wäre.

Es handelt sich übrigens auch um ein Rematch des Dez Bryant „Catch / No Catch“ Games in den Playoffs, das erneut ewige Diskussionen über die Catch-Regel auslöste. Unvergessen.

 

Zuschauer / Stadion?

Die 100.000 Zuschauer fassende Arena, gerne „Jones Mahal“ oder „Jerryworld“ genannt, ist auch 7 Jahre nach ihrer Eröffnung noch das Maß aller Dinge.

Allerdings könnte trotz allem Gigantismus die Stimmung ab und an noch besser sein, wobei dies in den Playoffs nicht das Problem sein sollte.

Aaron Rodgers spielt übrigens erst zum zweiten Mal hier…und denkt sicher gerne an den ersten Auftritt zurück, nachdem er anschließend Schmuck mit zurücknehmen durfte:

Die Stars:

Cowboys:

Man kann in diesem Jahr Dak nicht ohne Zeke buchstabieren und umgekehrt. Die beiden Rookies spielten einen Großteil der Saison überragend und sind daher auch zurecht für die Auszeichnung zum Rookie des Jahres nominiert.

Und wenn ich spanisch könnte, wäre ich sicher der gleichen Meinung, aber weiter als „Dos cervezas por favor“ reichts leider nicht.

Packers:

Aaron „Hail Mary“ Rodgers. Unglaublich, was der Mann seit seiner „Run the table“ Prophezeiung zusammenspielt – im positiven Sinn. Es gibt Teams, die warten jahrelang auf eine erfolgreiche Hail Mary; bei den Packers hat man das Gefühl, dass die nichts anderes trainieren, so oft wie das klappt. Die Cowboys sollten gewarnt sein, dass Rodgers immer für eine gut ist…aber das waren die Giants sicher auch.

 

Es fehlen:

Bei den Cowboys niemand, den man so richtig vermissen würde. Randy Gregory zähl ich nicht dazu, weil er eh kaum gespielt hat in der Saison.

Bei den Packers schaut es wohl schlecht aus für Jordy Nelson. Der war über Nacht im Krankenhaus und hat zumindest zwei gebrochene Rippen – wahrscheinlich mehr.

Sieger Super Bowl Quoten (von BET365):

Cowboys: 5,50 (Vorwoche: 4,75)             Packers: 8,0 (Vorwoche: 9,0)

Der Gewinner:

Dallas würde zu Hause den Sieger aus Atlanta – Seattle empfangen, die Packers müssten zum Sieger der Partie reisen.

Aussichten:

Auch hier kann ich mir absolut alles vorstellen. Das Wochenende ist einfach genial !