Dienstag, April 23, 2024
Season

Woche 11 mit Saints – Falcons

Der Spieltag hatte Höhen und Tiefen, wobei die Verletzung von Joe Burrow wohl der schwerwiegendste Einschnitt war. Einzig Positives für die Bengals: So ist fast sicher, dass man nicht mehr allzu viele Partien gewinnt und kann die top3 Draftposition sichern, damit man im kommenden Draft in die O-Line für den Franchise Quarterback investieren kann.

 

Aber zunächst zum Spiel des Tages, das es dann nicht annähernd war:

New Orleans Saints – Atlanta Falcons 24:9

 

Es ist ein Duell, das in den letzten Jahren für Offensivspektakel zweier potenter Teams stand. Allerdings sind die Falcons in diesem Jahr schlecht genug gewesen, dass ihr Head Coach Dan Quinn doch mal gehen musste. Seitdem sah es zumindest zeitweise besser aus. In dem Spiel aber nicht unbedingt.

Die Falcons starteten schnell und fast so offensivstark wie in früheren Zeiten: Quarterback Matt Ryan über 46 Yards zu Calvin Ridley und schon standen sie an der Redzone der Saints. Mehr ging da erstmal nicht – 0:3 durch [itg-glossary href=“http://tooltip“ glossary-id=“3740″]K[/itg-glossary] Koo.

Bei den Saints sah das mit „Third String QB“ Taysom Hill anfangs noch nicht unbedingt glänzend aus. Der hatte den Vorzug vor dem eigentlichen Backup Jameis Winston zum Unverständnis von vielen bekommen. Zumindest konnte man zum 3:3 ausgleichen.

Es war alles andere als ein Hammerspiel bis weit ins zweite Viertel, was der Tweet ganz gut illustriert:

Abgesehen von ein paar erfolglosen und erfolgreichen Field Goal Versuchen gab es wenig Erbauliches zu sehen – bis zu einer Szene knapp 3 Minuten vor dem Ende: Saints WR Emmanuel Sanders fing einen weiten Pass, bei dem sein Passverteidiger komplett falsch läuft. Sanders dreht sich, fängt… und fumbelt den Ball. Allerdings Glück im Unglück für die Saints: Sanders war berührt worden und somit das Play beendet – vor dem Fumble.

Damit ging der Drive weiter und Alvin Kamara konnte die Führung direkt vor der Pause erzielen – 10:9 in einem für den relativ neutralen Beobachter wenig mitreißenden Spiel.

In der zweiten Hälfte sah das schnell besser aus bei den Saints: Taysom Hill nutzte endlich einmal seine Beine und sprintete über rechts in die Endzone zum 17:9. Langsam wurden die Saints auch ihrer Favoritenrolle gerecht.

Plötzlich konnte man meinen, dass Taysom Hill sogar ein richtiger Quarterback ist und nicht nur ein „Schweizer Offiziersmesser“, das als Gadget ab und zu mal aufs Feld darf.

Und Hill ließ es gleich noch einmal krachen – das Ding war nach seinem zweiten erlaufenen Touchdown durch:

Es waren nur 15 Punkte, aber genug für die Saints gegen ein limitiertes Falcons-Team. Die Defense überzeugte gegen die Falcons, bei denen ich gespannt bin, was man in der Offseason ändert. Die Taktik 2020, lauter ehemalige First Round Picks zu sammeln, hat eher suboptimalen Erfolg beschieden.

Die Saints verteidigen ihre Position an der Spitze der NFC South (8-2) und warten gespannt auf das Ergebnis des Monday Night Spiels der Buccaneers (7-3) gegen die Rams.


 

 

Im TV

#ranSeasonOpening

 

Jan Stecker und Patrick Esume eröffneten erneut bei #ranNFL. Die Kombination hatten wir ja bereits mehrmals in den letzten Wochen und man weiß, was man bekommt. Zumindest die Quote gibt ihnen Recht:

Vielleicht lags auch an den Heerscharen von Packers-Fans, die ihr Team sehen wollten im Anschluss.

Im zweiten Slot kommentierten Roman Motzkus und Björn Werner. Roman durfte dazu den Play-by-Play Mann geben. Ich hatte sehr oft den Redzone-Ton an, aber den Beschwerden der Twitter Timeline nach lief das nicht zu 100 % rund. Ein paar Namensverwechsler habe ich ebenfalls mitbekommen.

Wer vom Fernsehen genug hat – bei mir gibts die Woche wieder einen PODCArSTen. Und nachdem Apple jetzt auch ein schönes Banner anbietet, könnt Ihr das gerne nehmen, um Euch auf Stand zu bringen, falls die ein oder andere Folge entgangen ist:


Twitteruniversum

Pro Bowl NFC AFC ranNFL

Und so spielten sie dann auch, wenn man die ersten Minuten außer Acht lässt, als es so aussah, als ob die Jaguars tatsächlich mithalten wollten. Aber dazu fehlt insgesamt einfach das Talent im Roster.

Vielleicht sollte Bill Belichick mal bei den Steelers nachfragen, wie man an solche top Receiver kommt. Seine Draftbilanz ist diesbezüglich eher erschreckend…

 


Die Verletzung von Joe Burrow, der sich das linke Kreuzband riss, versetzte dem Spieltag einen Dämpfer. Und ja: Mir ist bewusst, dass sowas dauernd passiert und bei anderen kaum eine Zeile darüber verloren wird. Ich habe – wie so viele – Burrow gerne spielen sehen, obwohl das Talent seines Teams sehr limitiert ist. Pass Rusher Chase Young, bei dessen (legaler) Aktion die Verletzung passierte, sprach Burrow noch auf dem Feld Mut zu. Der #2 Pick zum #1 Pick quasi und auch die Footballwelt insgesamt zeigte sich in den sozialen Medien sehr betroffen.

Ab da ging wie erwartet nichts mehr bei den Bengals: Washington drehte die Partie und gewann am Ende deutlich. Der erste Sieg von Alex Smith nach seiner schweren Beinverletzung vor zwei Jahren an gleicher Stelle, die ihn fast Karriere und zeitweise fast das Leben gekostet hätte. Seine Gedanken an der Seitenlinie wären bestimmt interessant gewesen…


Die wohl spannendste Partie des Abends begann gleich mit etwas Drama. Die aufgeputschten Titans versammelten sich gleich auf dem großen Ravens-Logo im Mittelfeld – sehr zum Missfallen des Coaching Staffs Baltimores.

Vor allem Malcolm Butler (ja, der Patriots-Held von Super Bowl XLIX und überraschend gestrichene Cornerback von Super Bowl 51 ! spielt immer noch bei den Titans) provozierte sehr deutlich. Aber wer gewinnt, hat Recht und die Titans zeigten von Beginn an, dass sie nicht zum Abschenken gekommen waren. 

Die Titans gewannen nach Verlängerung; die Ravens punteten, was angesichts Derrick Henry auf der anderen Seite für mich die falsche Entscheidung war.

Und die selbst-erfüllende Prophezeiung wurde prompt wahr:

Kein halbwegs ernstzunehmender Experte kann mir erzählen, dass die Touchdownwahrscheinlichkeit in dieser Situation nur 1,1 % war – also Derrick Henry nur einen von 90 Versuchen zum finalen Score in die Endzone läuft. Vielleicht ein „average Running Back“, aber mit Sicherheit nicht Henry. Gegen die Texans, als er ebenfalls in der Overtime übers ganze Feld rannte gegen eine müde Defense, war sie dann vermutlich 0,05 %.

So ein Quatsch. Setzen 6.

Von einem König zum nächsten…

„Dez Caught it“ ging da fast ein bisschen unter – aber völlig zurecht:

Am Ende hatte er vier Catches für 28 Yards und keiner sprach darüber.

 


 

Die Partie verlief endlich einmal so, wie ich mir das – wetttechnisch – vorgestellt hatte. Dank eines langen Touchdownlaufs von Nick Chubb passte seine „mindestens 100 Yards-Wette“ und die Browns gewannen unter gütigster Mithilfe von Carson Wentz ihr siebtes Spiel.

Die Cowboys gewannen dann auch noch überraschend im zweiten Fenster. Kein Team hat mehr als drei Siege und das nach elf gespielten Wochen (gut… inklusive Bye Week, aber trotzdem!). Unfassbar.

Also unfassbar schlecht. Trotzdem wird der Divisionssieger, der maximal bei sechs Siegen landen dürfte, mit einem Heimspiel gegen ein Team mit 10+ Siegen in der WildCard-Runde antreten dürfen.

Den kenn ich doch irgendwoher…

Wer es genauer wissen will, darf das gerne in meinem Buch nachlesen!

Die arme Colleen. Aber dafür durfte sie ja vor drei Jahren den ersten Franchisetitel ihrer Eagles feiern. Da sollte das verkraftbar sein.


Eine absolut verwirrende Szene, die sich dann dank der Strafe doch leicht auflösen ließ. Wäre wohl auch einfacher gegangen…

 


Womöglich spielen Vater und Sohn Gore auch noch zusammen in der NFL irgendwann! So wie ich mit meinem Vater damals in der alten Herren beim Fußball! Das Leistungsniveau ist ja ungefähr vergleichbar.

 


Nein, das bin nicht ich. Aber das wäre ich womöglich, wenn ich nicht auf dem Lebensweg meine Frau gefunden hätte. Und ab und zu Sport machen würde.

Ein Primanti Bros Sandwich steht übrigens auch auf der ToDo-Liste, wenn ich mal in die Ecke reisen darf. Die Pittsburgher… Pittsburghians… wie auch immer… schwärmen davon. Ich versuch mich dann halt auf ein Exemplar zu beschränken.

 


Danke fürs Dabeibleiben und bis nächste Woche!