Woche 10 mit Panthers – Buccaneers

Es hat zehn Wochen gedauert, bis ich das erste Mal keinen Spielbericht für ein Cowboys- oder Eagles-Spiel schreiben musste. Und glaubt mir: Dank der Leistungen der NFC East sind die echt kein Vergnügen dieses Jahr. So konnte ich mich ausnahmsweise auf die Zusammenfassungen konzentrieren und Offensivfootball genießen.

 

Carolina Panthers – Tampa Bay Buccaneers 23:46

Die Panthers erneut ohne Running Back Christian McCaffrey, der nach einem Spiel „Comeback“ vorige Woche diesmal aufgrund einer Schulterverletzung fehlte. Allerdings hatten sie ohne ihn etwas mehr Erfolg bei seiner letzten Pause gehabt.

Zunächst war es ein kurzes Vergnügen beim ersten Drive für Carolina, aber ein Fumble von Tampas Running Back Ronald „RoJo“ Jones II brachte ihnen prompt den Ball zurück. Der Fehler wurde prompt in Person von TE Colin Thompson, der seinen ersten NFL-Touchdown (für die Tampa Vipers waren es schon ein paar) fing, bestraft.

Die Buccaneers mussten früh liefern – und taten das. Zunächst überwarf Brady einen komplett freien Antonio Brown noch weit, aber am Ende eines langen Drives fing „der andere Tight End“ Cameron Brate dann den Pass auf links zum Ausgleich.

Die Panthers sahen offensiv sehr gut aus: Teddy Brückenwasser Bridgewater brachte Pass um Pass an und fand zuerst DJ Moore mit einem weiten Pass und der letztgenannte erzielte prompt noch den Touchdown zur 14:7 Führung.

Kicker Ryan Succop schaffte zumindest ein Anschluss-Field Goal zum 14:10 aus 23 Yards, nachdem Mike Evans einen Brady-Pass nicht erreichen konnte (und erfolglos, aber unberechtigt, protestierte).

Es dauerte bis vier Minuten vor der Pause, bevor Teddy Bridgewater das erste Mal einen Ball nicht anbrachte – nach 13 in Folge.

Man könnte sagen, es läuft für ihn in Carolina.

Den Bucs blieben noch ein paar Minuten Zeit und das war (für mich als Brady-Fan) zum Genießen:

Ahhhh. Diese Erinnerungen. Wenn sie Gronk dosiert einsetzen und er für die Playoffs fit bleibt, wird das interessant mit den Buccaneers in der NFC.

Mike Evans erfing den Touchdown zum Ausgleich 27 Sekunden vor der Pause.

Auch nach der Pause hätte er um ein Haar Touchdown #2 erzielt, aber der Pass war einen Tick zu hoch. Stattdessen gab es nur ein kurzes 24-Yard Field Goal zum 17:20.

Es folgte das Highlight der Partie kurz darauf: Running Back Ronald Jones packte einen „Coast-to-Coast“ Touchdownlauf über 98 Yards aus. Jeder wusste, dass er aus der Endzone laufen wird und trotzdem konnten ihn die Panthers nicht stoppen. Der längste Lauf der langen Buccaneers-Historie zum 26:27 (weil der Extrapunkt-Versuch geblockt wurde).

Die Panthers jetzt unter Zugzwang und antworteten… mit einer Interception von Bridgewater direkt in die Arme des Feuerwerksexperten Jason Pierre-Paul.  Das Momentum kippte aber dermaßen in Richtung Heimteam.

Die Buccaneers wollten diesen Fehler schnell bestrafen, aber Tom Brady überwarf gleich mehrmals seine Receiver und am Ende musste sich Tompa mit drei Punkten zum 17:29 begnügen.

Es ging fast genauso schlecht weiter für die Panthers: Nach einem kurzen Drive, versuchten sie einen Fake Punt. Ich würde ja den Mantel des Schweigens darüber legen, aber gut:

Die Buccaneers mussten sich bei Viertelende entscheiden: Dafür gehen bei 4. & 2 an der Carolina 27 oder nur ein Field Goal aus 44?

Natürlich gingen sie dafür und Brady fand Mike Evans für ein neues First Down, aber mehr als ein Sack an Brady und anschließend drei Punkte zum 17:32 waren nicht drin.

Es sah so aus, als ob die Panthers bedient wären, aber ein weiter Return von Cannon brachte Carolina direkt an die Buccaneers Endzone. Teddy Bridgewater höchstselbst verwandelte aus vier Yards, aber der Zweipunktversuch scheiterte.

Die Antwort dauerte gerade einmal fünf Minuten, bevor Tom Brady per Quarterback Sneak (aka „Stecker Spezial“) auf der anderen Seite auf 39:23 stellte.

Zudem verletzte sich Teddy Bridgewater und musste gegen Backup P.J. Walker ausgetauscht werden.

Die Buccaneers erhöhten mit einem Play-Action Pass auf einen freien Gronkowski auf 46:23 gut vier Minuten vor dem Ende. Das Ding war durch.

Dank einer deutlichen Leistungssteigerung in der zweiten Hälfte gewannen die Buccaneers am Ende verdient.

 


 

Im TV

Carsten Spengemann und Volker Schenk eröffneten bei #ranNFL. Eine Kombination mit der ich – von Carsten Spengemanns Überleitungen des Todes abgesehen – gut leben kann. Auch wenn wieder massig Kritik am angeblich überzogenen Brady-Hype in der Timeline auftauchte: Ich empfinde das (Warnung: Ich bin Brady Fanboy) nicht so. „Appreciate Greatness“ und so.

 

Im zweiten Slot kommentierten Jan Stecker und der Commissioner der ELF, Patrick Esume (meinen Take dazu gibts in #PODCArSTen 53). Nicht meine Lieblingskombination, aber auch nicht so, dass ich den Ton zugunsten Redzone ausdrehen müsste.


Twitteruniversum

Pro Bowl NFC AFC ranNFL

 

Die NFL-Teameigentümer haben diese Woche entschieden, was bei Corona-bedingtem Ausfall von Partien passieren soll, nachdem die meisten Teams ihre Bye Weeks mittlerweile durch haben:

Sollte eine „Woche 18“ nicht genügen (weil eine Mannschaft zwei Spiele nachholen müsste), wird ein achtes Team pro Conference in den Playoffs zugelassen. Dadurch verliert der Hauptrundenerste seine Bye Week und müsste im Wildcard Weekend ebenfalls ran.

Ich finds Mist (hätte lieber noch eine Woche 19 eingebaut), aber mich hat keiner gefragt… Wollte nur wissen, was NFL Business Insider Andrew Brandt davon hält.


Dafür gabs dann auch ein in der Höhe dem Niveau angepasstes 10:7 zu sehen. Aber die Browns stehen bei 6-3 und das freut mich wirklich sehr für sie, nachdem der Hype Train letztes Jahr fast nur in der Offseason zum Einsatz kam.

 


Eine Stunde vor Spielbeginn hatte ich bei Twitter gelesen, dass die Lions DAndre Swift zum Starter befördert hatten. Seine Rush Yard Vorgabe lag bei mehr als übersichtlichen 43.5 Yards (bei bet365), was nach einem Einsatz schrie.

32 davon hatte er bereits nach drei Läufen, insgesamt rechtfertigte er mit 81 Yards (plus 68 und ein Touchdown per Pass) das Vertrauen mehr als ganz. Also das der Lions und meines…

Katsching.

 


Ich war einer davon: Die Browns hatten das Spiel im Sack. Was ich nicht versteh (meine Kumpels würden jetzt „Russisch“ einwerfen): Wenn er schon keinen Touchdown erläuft, um den Texans keine Möglichkeit mehr zu geben, den Ball noch einmal zu bekommen: Warum geht er ins Aus, wo die Uhr stoppt? Dann muss er doch im Feld zu Boden gehen.

Aber egal. Der finanzielle Verlust und die fehlenden 6 Fantasypunkte verkrafte ich. Irgendwie.

 


Eines der Argumente, das man immer wieder hört, warum Football besser als Fußball ist: Es gibt keine Schwalben.

Lasst uns die Szene also einfach aus dem Gedächtnis löschen (eine Strafe der NFL fände ich trotzdem gut – wehret den Anfängen).

 


Ich kann mit diesen Cartoon-Figuren von FOX an sich schon nichts anfangen. Aber wenn es dann noch so ungewollt komisch wird wie hier bei „Jacked-Up-Brady“, dann sollte das Konzept dringend überdacht werden.

DRINGEND!

 


Zustimmendes Kopfnicken vom football-aktuell Kolumnisten der Cowboys und Eagles.

 


Eindeutig mein Lieblingstweet an diesem Tag. Und sooo passend (dabei war da noch lang zu spielen).

 


Ein Lob an den unauffälligen und bodenständigen Bernhard Langer, der hier seit über 30 Jahren bei „seinem“ Masters abliefert und sogar gegen den Sommerliebling DeChambeau (ich hab auch schon Geld mit ihm gewonnen) vorne ist.

Ich wusste noch nicht, was das Masters ist, da hat er es schon gewonnen. Unglaublich.

 


Wenn wir schon beim Golf sind, muss das Ende nah sein:

Danke fürs Dabeibleiben und bis nächste Woche!