Mittwoch, April 22, 2026
Reiseberichte

PITT26 – Day #1 Anreise

Anfahrt

Wie so oft startete mein „Ausflug“ bereits am Abend vorher: Ich fliege üblicherweise vom lokalen Flughafen in Nürnberg, aber da gerne mit dem ersten Flieger. Der startet aber so früh, dass ich mit dem ÖPNV nicht rechtzeitig da sein kann und für ein Taxi bin ich zu sparsam.

Daher verlasse ich meist gegen Mitternacht das Haus, um mit einer der letzten U-Bahnen zum Flughafen zu transferieren und dann dort „zu chillen“ bis ich einchecken kann. Die VAG hat mir dann noch das Wort „Stellwerkstörung“ gelernt, so dass ich für die normalerweise maximal Stunde von Haustür zu Flughafen deutlich mehr als zwei gebraucht habe. Aber es hat geklappt…

Theoretisch könnte man um die Zeit auch entspannt durch die Sicherheitskontrollen, aber nach vielen Jahren, wo das andernorts Standard ist, gibt es in Nürnberg nur bei KLM einen Self Baggage Drop zur Aufgabe des Gepäcks. Zum Glück bin ich mit KLM / Delta gestartet, zum Unglück hats natürlich nicht mit der Abgabe funktioniert, weil der Drucker eine „technische Störung“ hatte #KellersAbenteuerreisen

Trotzdem saß ich am Ende in der örtlichen Lounge bei Wienerle und Kaffee und rechtzeitig im Flieger. Letztendlich war ich mit zwei Umstiegen in Amsterdam und Detroit (und noch zwei Lounges, die ich sehr zu schätzen weiß mittlerweile) ziemlich genau 23 Stunden von Haustür zu Hotelzimmer unterwegs, aber das war es wert.

Nachdem es auch immer wieder mal Gerüchte bzgl. der „Einreiseprozedur“ gibt, die beim trumpschen Regime besonders schlimm sein soll: Absoluter Quatsch – zumindest was mich angeht. Ich hatte ein sehr nettes Gespräch mit einer sehr netten Einreisebeamtin und war nach nicht einmal zwei Minuten einen Schritt weiter. Wie immer.

Als Mietwagen habe ich einen futuristischen Hyundai Sonata bekommen. Ein mild Hybrid, dessen Carplay zwar etwas zickt, aber der hervorragend fährt. Schönes Auto – kostet für 12 Tage ungefähr 360 Euro, was mehr als in Ordnung ist.

Danke Zeitverschiebung von 6 h war noch genug Zeit für eine Joggingrunde, etwas Shoppen und einen Abendsnack.

Essen und Trinken

Mein Hotel wird umgebaut, aber die Lage in den grünen Hügeln südlich von Pittsburgh ist einwandfrei: Ein Casino nebendran, ein Outlet-Center mit der richtigen Größe und kaum Besuchern sowie eine Filiale der Primanti Bros. ein paar Meter weiter. Deren Sandwiches – viel Wurst, Kraut und sogar Pommes zwischen zwei Toastscheiben – sind legendär und schon vor zwei Jahren war das für mich ein absolutes Must. Auch diesmal wurde es gleich noch so ein Sandwich (Reuben – auch sensationell gut und mein Favorite seit einer Kreuzfahrt 2007) als Abendsnack.

Unerwartete Probleme hatte ich im örtlichen Walmart Supercenter: Es gab kein Bier. Und das in Pennsylvania, wo bekanntermaßen viel Bier konsumiert wird. Auf Nachfrage erklärte der junge Verkäufer sichtlich perplex: „Ich hole mein Bier immer an der Tankstelle…“; mein übersichtlicher Einkauf kostete trotzdem stolze 36 Dollar, obwohl ich kaum etwas eingepackt hatte. Ein Kasten Weihenstephaner hätte schlappe 64 Dollar aufgerufen… ne lass mal.

Und a propos Tankstelle: Die Gallone liegt hier im Moment ziemlich genau bei 4 Dollar und damit ungefähr doppelt so hoch wie bei meinem Drafttrip vor zwei Jahren. Auf Deutschland umgerechnet sind das aber nur ein guter Euro pro Liter…

Neben dem örtlichen Supermarkt für sozial Schwache gab es glücklicherweise ein „Washington Beer Center“. Mit einem 12-Pack Dosen einer Kette (auf Empfehlung der Verkäuferin mal Busch, aber ich bin nicht wählerisch) und vor allem einem „Iron City Draft Beer“ ging es Richtung Hotel zurück.

Sonst so

An Tag #2 geht es heute erstmals in Richtung Draft. Ein Showtraining bietet anschließend Medienverfügbarkeit und ist immer eine gute Gelegenheit gewesen für Bilder der anwesenden – diesmal 17 – Draftees. Hoffentlich wird es aber nicht so voll wie vor zwei Jahren, als Caleb Williams und Co bei ca. 400 Medienvertretern gefragt waren.