NFL 100 Kickoff Game: Chicago Bears – Green Bay Packers

Die NFL ist nach 284 langen Tagen, seit meinem Trip zum Super Bowl in Atlanta, wieder zurück mit ihrem Kickoff Game zur Jubiläumssaison! Entgegen den letzten Spielzeiten darf diesmal nicht der Titelverteidiger New England Patriots das Auftaktspiel am Donnerstag bestreiten.

Stattdessen hat die NFL für ihren Kickoff mit den Chicago Bears und den Green Bay Packers zwei Franchises ausgewählt, die „schon immer“ – wenn auch unter anderen Namen – dabei sind. Selbst aus meiner Patriots-Fansicht war das Duell der Hauptdarsteller Aaron Rodgers und Khalil Mack keine schlechte Wahl.

Das Spiel

Die Defenses dominierten auch die Anfangsphase, wobei vor allem die der Bears absolut vernichtend war. Vielleicht sollte man deren Anspruch, die „Monsters Of The Midway“ wieder aufleben zu lassen, doch nicht vorschnell abtun. So wurde die möglicherweise beste Verteidigung eines NFL-Teams, aber auf jeden Fall der Bears, zu ihrer Hochzeit Mitte der 80er genannt.

Bis zum Ende des ersten Viertels gab es viel viel Defense und ein ganzes Field Goal der Bears:

Die Packers schafften 12 Yards an Offense im ersten Viertel – die wenigsten seit 1994. Der Trainerwechsel hatte sich irgendwie noch nicht positiv bemerkbar gemacht.

Erst mit einem Pass auf WR Valdes-Scantling brachte Aaron Rodgers sein Team weit nach vorne. Prompt gelangen die ersten Packers-Punkte durch Tight End Jimmy Graham. Der kanns also doch noch.

Die Bears waren offensiv zu harmlos. Die Kritiker von Mitch Trubisky dürften sich angesichts der Leistungen (26 von 45 Pässen angebracht für 228 Yards, eine Interception) bestätigt fühlen.

Das Spiel war sicher nicht der Klassiker, den sich die NFL für ihre Eröffnung erhofft hatte, als sie die beiden Teams ausgewählt hatte.

Mein (und sicher auch sein) persönliches Highlight war eine Interception von Safety Adrian Amos, der die ersten vier Jahre seiner Karriere in Chicago gespielt hatte und jetzt beim großen Rivalen aufläuft:

Es wäre der Ausgleich für Chicago kurz vor Ende gewesen, so war es die Sicherung des Kickoff Siegs für Amos‘ neues Team.

 

Kickoff Game ranNFL

TV Kritik

Den Auftakt durften Jan Stecker und Patrick Esume – und natürlich Christoph Icke Dommisch bestreiten.

Die sind eingespielt und bestritten gewohnt souverän die Partie. Sicher wird es nie meine Lieblingscombo werden, aber sie „spielten“ sicher besser zusammen als die beiden Offenses auf dem Feld.

Mein Highlight war diese Aussage, als über das Bild der Eagles O-Line gefrotzelt wurde:

Gut, dass Jason Kelce (der Center in der Mitte und auch bekannt für seine überragende Rede im Sultanskostüm nach dem Super Bowl Sieg der Eagles) das nicht gehört hat bzw. kein deutsch kann.

 

Kickoff Game Bears Packers ranNFL

 

Twitteruniversum

 

 

Gut, jetzt sind die Bears 0-1, aber Ihr checkt die Idee: Theoretisch ist jedes Team vor Woche 1 ungeschlagen und darf sich noch Hoffnungen auf den Titel machen – manche mehr, manche weniger.


Wow.

Nur wow (auch wenn ich irgendwie immer das Gefühl hatte, dass Donald Trump die Hymne genauso singen würde).


DIE Geschichte der Offseason. In meinen Augen – und nicht nur meinen – ist Antonio Brown mittlerweile ein Fall für den Psychiater. Keine Ahnung, wann er falsch abgebogen ist, aber dieser Kindergarten geht auf keine Kuhhaut (einige spekulieren, dass es mit dem harten Hit von Vontaze Burfict vor einigen Jahren zusammenhing und sich dabei einige Schrauben gelöst hatten).

Mike Mayock und Jon Gruden dürften den Trade schon viele Male verflucht haben.

Aber das Ganze hatte (für mich vermutlich) auch etwas Gutes – ein kleiner Wetttip: Einige Wettanbieter haben mittlerweile auch sogenannte Spieler over/under Wetten im Angebot. Schafft Tom Brady über 4.100 Pass Yards in der Saison oder nicht.

Ich hatte die ganze Zeit gehofft, dass noch irgendwer gesperrt wird oder sich womöglich leicht verletzt (nicht, dass ich das jemand wünschen würde), um dann auf das UNDER zu setzen.

Antonio Brown tat mir den Gefallen, gesperrt zu werden. Sein over/UNDER ist bei 1250,5 Yards für die Saison – also gerade einmal knapp 80 Yards pro Spiel. Das wäre unter normalen Umständen kein Problem, aber er ist ja nicht normal.

Jetzt wird er (mindestens) die erste Partie fehlen und außerdem gibt es ja sowieso immer ein Verletzungsrisiko, weswegen ich natürlich das UNDER 1250 gewettet habe.

Das Entscheidende daran: Zwischen dem ersten Tweet von Ian Rapoport und dem Verschwinden der angebotenen Wette lagen nur Sekunden (Bet365) bzw. ca. 8 Minuten (bet-at-home). Da sollte man entweder gleich genug Geld bei diversen Anbietern haben (hab ich nicht), um zu setzen, oder muss verdammt schnell einzahlen, wenn die Push-Nachricht kommt…

Es hat jedenfalls geklappt mit der Einzahlung und mein Popcorn für die Fortsetzung der Seifenoper ist sowas von ready (danke für diesen unsterblichen Satz Terrell Owens!).

Das wars für den Auftakt – war lang genug. Wir lesen uns Sonntag, wo ich jedoch ausnahmsweise die Sonntagnacht-Partie zwischen den Patriots und Steelers begleiten werde.

Ohne Antonio Brown, was die Steelers mittlerweile sicherlich freut.

Und wie immer Danke an Johannes vom RANDBREITENverlag fürs Korrekturlesen!