Woche 1 mit Patriots – Steelers

Das Wochenende war dank der Antonio Clown Brown Saga schon seltsam, es folgte noch ein paar überraschende Spiele bevor die Patriots endlich die Steelers – ohne Antonio auf beiden Seiten – empfangen durften. V0rher konnte ich wegen meines richtigen Jobs immer nur ein bißchen Ausschnitte und Highlights verfolgen. Aber anscheinend haben außer mir genug andere zugesehen, was mich wirklich freut:

Das Spiel

Die Patriots dominierten die erste Hälfte und zogen bis zur Pause durch einen Pass auf den gerade einmal nicht gesperrten Wide Receiver Josh Gordon (er war in seiner Karriere schon fünfmal suspendiert), zwei Field Goals von Gostkowski und einen weiteren Touchdownpass, diesmal auf Phillip Dorsett, mit 20:0 davon. Dabei zeigte auch die stark verbesserte Defense der Patriots eine fast schon erschreckende Frühform; wenn man da an vergangene Jahre denkt, als im September Spiele „gerne“ einmal verloren wurden, sah das schon sehr, sehr gut aus. Bei den Steelers hatte man dagegen nie den Eindruck, als ob sie das Spiel irgendwann übernehmen würden.

Zu Beginn der zweiten Hälfte profitierte Pittsburghs Wide Receiver James Washington von einer Miskommunikation von Harmon und McCourty bei den Steelers, aber trotzdem gab es am Ende nur ein Field Goal, was angesichts der Feldposition und des Punktestands zu wenig war. Und das war schon fast das größte Highlight aus Steelers-Sicht.

Dorsett legte noch einen zweiten Touchdownfang oben drauf und die Defense ließ nicht locker, so dass das Spiel aus Patriots-Sicht sehr souverän gestaltet wurde. In seiner bisherigen Karriere zuvor hatte Dorsett noch kein einziges Double-Touchdown-Game.

Zu Ende des dritten Viertels gab es ein weiteres Field Goal von Gostkowski zum 30:3. Die Experten Collinsworth und Michaels waren überrascht (und wohl auch geschockt) angesichts der einseitigen Partie. Ich irgendwie auch, aber natürlich nur überrascht.

Letztendlich besiegten die Patriots die Steelers nahezu mühelos mit 33:3; Pittsburgh konnte seinem Mitfavoritenstatus zu keiner Zeit gerecht werden.

 

Kickoff Game ranNFL

TV Kritik

Bei DAZN hätte es Martin Pfanner zu hören gegeben, aber Sunday Night ist einfach Zeit für das anerkannte Spitzenduo von NBC, Al Michaels und Chris Collinsworth. Die harmonieren perfekt und zeigten das auch in dieser Partie.

Dabei gab es auch wieder den mittlerweile mit Kultstatus versehenen Slide (ich bin leicht zufriedenzustellen nach 22 Stunden auf den Beinen); der Slide war letzte Spielzeit so populär geworden, dass die Produzenten und „Hauptdarsteller“ jetzt selbst Spaß damit haben.

Leider konnte man die Banner-Zeremonie der Patriots anlässlich ihres sechsten Titelgewinns nicht sehen im GamePass; schön, dass Mike Reiss ein paar Schnipsel davon postete:

 

 

Kickoff Game Bears Packers ranNFL

 

Twitteruniversum

Ich habe wirklich schon viel erlebt in dieser Liga (also nicht direkt darin, aber Ihr versteht den Punkt…), aber die Antonio #Clown Brown Saga sprengte alles bisher Dagewesene. Und nicht nur mir ging es so:

Die NFL hat die unglaubliche Story perfekt in einer Montage zusammengefasst für die, die es miterlebt haben. Ansonsten ist es vermutlich nur schwer verständlich:

Meine 2 Cent dazu: Ich hasse es, dass dieser mental instabile Clown mit einem weiteren gutdotierten NFL-Vertrag belohnt wird. Und noch dazu von „meinem“ Team, was objektiv gesehen aber wohl die wenigsten überrascht hat. Sportlich sind die Patriots sicher erheblich besser geworden (wenn AB Bock hat, was sich erst noch rausstellen muss), aber moralisch haben sie mich ein Stück verloren.


Irgendwie wundert mich das nicht. Nachdem die Führung der Dolphins im Sommer ja mehr oder weniger angekündigt hatte, dass Gewinnen keine Priorität hat, sondern man sich lieber auf die Zeit nach Brady in der AFC East einstellen will. Nur blöd für die Spieler, die eben aktuell noch bei den Dolphins sind und eine Vollkatastrophe wie dieses 10:59 zuhause „miterleben dürfen“.


Wir lesen uns nächste Woche wieder. Wie immer Danke an Johannes vom RANDBREITENverlag fürs Korrekturlesen!