Preseason Los Angeles Chargers – New Orleans Saints

Die Rückkehr des NFL-Footballs auf die heimischen Bildschirme stand an. Nach 195 Tagen, die sich wohl nicht nur für mich wie eine Ewigkeit anfühlten, sendet Pro7 Maxx wieder in die deutschen Wohnzimmer.

Die Paarung Chargers – Saints wäre in der richtigen Saison ein ziemlicher Kracher, so ist es eben ein Preseason-Spiel mit vielen Spielern aus der zweiten (und dritten bis vierten) Reihe wie bei Colts – Browns gestern.

Das Spiel

Nachdem Chargers QB Philip Rivers vermutlich auf seine zahlreichen Kinder aufpassen musste, durfte stattdessen Tyrod „please call me Tu-rod“ Taylor starten, der letztes Jahr im Camp der Browns seine großen Hard Knocks Auftritte hatte.

Gegenüber durfte auch nicht Drew Brees, sondern Teddy Bridgewater als Quarterback beginnen.

Die Anfangsphase war ähnlich… meh… wie gestern. Gegen Ende des ersten Viertels wurde ein Pass von Tyrod Taylor von der D-Line abgefälscht und prompt von OLB A.J. Klein abgefangen und zur Redzone der Chargers getragen. So kamen zumindest drei Punkte durch K Lutz zum 0:3 aufs Scoreboard.

So wirklich vom Hocker riss das Spiel nicht, aber das war auch nicht unbedingt zu erwarten gewesen. Strafen gabs jedenfalls zuhauf.

Die Chargers revanchierten sich mit einer Interception an Teddy Bridgewater für die an Taylor im ersten Viertel: Bridgewaters Pass direkt vor der Chargers Endzone war ebenfalls abgefälscht worden und fand so den Weg zu Washington. Der Drive führte in der Folge zu den zweiten Punkten des Spiels: Der mittlerweile für Taylor eingewechselte Quarterback Cardale Jones passte aus 24 Yards durch die Mitte zu WR Andre Patton für die 7:3 Führung, die kurz vor Ende der Hälfte durch einen Kick von Badgley noch auf 10:3 ausgebaut werden konnte.

Mit einem Punt Return Touchdown über 81 Yards von RB Troymaine Pope erhöhten die Chargers sogar noch auf 17:3 mit drei Sekunden auf der Uhr. Saints Head Coach Sean Payton schlief buchstäblich das Gesicht ein.

Teddy Bridgewaters Tag war damit beendet und stattdessen durfte Taysom „Schweizer Taschenmesser“ Hill ran. Der erwischte einen Sahnetag (11 von 15 Pässen angebracht für 136 Yards und zwei Touchdowns plus 53 Yards rushing) und schaffte das Kunststück, doch noch einen 19:17 Sieg für die Saints einzufahren.

Die Chargers brachten in der zweiten Hälfte mit Quarterback Easton Stick kein Bein mehr auf den Boden und keine Punkte mehr aufs Scoreboard. Der Fünftrundenpick war im direkten Vergleich deutlich schwächer als „Vorgänger“ Cardale Jones.

Ansonsten: Ein Preseason-Spiel halt, das schnell wieder vergessen ist – noch bevor die neue Saison beginnt. Trotzdem war die Rückkehr von #ranNFL nach so langer Zeit ein freudiges Wiedersehen.

 

Preseason Colts Browns

 

 

 

 

TV-Kritik

Diese erste Partie durften Patrick „Coach“ Esume und Jan Stecker kommentieren. Spiel 2 im Anschluss hätte mir die x-te Premiere von Carsten Spengemann und Roman Motzkus gebracht, aber die musste berufsbedingt entfallen.

Preseason 2 Saints Chargers

Ab und an hatten Stecker und Esume Probleme mit den Namen, was angesichts der aufgeblähten Kader und vielen No-Name Spieler aber alles andere als verwunderlich ist.

Und bei weitem nicht so schlimm wie der amerikanischen Crew am Vortag.

Der „Aufreger“ waren jedoch Ickes Beine und das auch nur, weil sie offensichtlich nur mit einer kurzen Hose (hoffentlich…) bekleidet waren.

Lenkte anscheinend vor allem die weiblichen Zuseher ab 🙂

Die Bestätigung, dass es (erneut) eine gute Entscheidung war, die Preseason zu übertragen, kam dann am Folgetag:

Ich vermute, dass ich nicht der einzige bin, bei dem Pro7 Maxx seit Februar (mit Ausnahme des Drafts) nicht mehr lief. Welcome Back in meinem Leben!

 

Preseason 2 Chargers Saints

Ich hatte noch überlegt, ob ich ein Twitteruniversum nebenher betreibe. Aber spätestens mit der Nachricht vom frühzeitigen Tod von ex-Bears (und Bengals) Running Back Cedric Benson wars klar. Cedric Benson überzeugte am College bei den Texas Longhorns und wurde damals vor seinem Draft 2005 – hinter QB Alex Smith, RB Ronnie Brown und WR Braylon Edwards sowie vor RB Cadillac Williams (was für eine schlechte top 5…) – richtig gehyped.

Bei den Bears konnte er die von ihm erwarteten Leistungen nie bestätigen, später bei den Bengals klappte das besser. Nebenher kam er immer wieder mit dem Gesetz in Konflikt, aber letztendlich sollte niemand mit 36 abtreten müssen.

Rest In Peace Cedric.


Da brauchts wieder was zum Aufheitern:

Das war wieder so ne Frage aus der Kategorie „Warum heißen die Wide Receiver, wenn doch so viele Schwarze auf der Position spielen?“

Wenn die Frage mit der Spielfeldgröße ernst gemeint ist, dann ist sie wirklich sehr lustig. Ich hab jedenfalls gelacht und das reicht mir. 🙂


Die 195 Tage Pause sind einfach nicht spurlos an den beiden vorübergegangen…


Nicht mehr lange und es geht wieder richtig los. Can’t wait! Bis dahin danke fürs Lesen…