Conference Championships

Nach der vor allem bei Chiefs – Texans überragenden Divisionals – Runde standen jetzt die Conference Championships an, andernorts auch gerne Halbfinals genannt. Da setzten sich am Ende die Kansas City Chiefs und die San Francisco 49ers durch und dürfen in zwei Wochen bei Super Bowl LIV auflaufen.

 

Spielbericht Chiefs – Titans 35:24

Die Titans starteten im Angriff und – wie erwartet – mit einem Run von Derrick Henry. Ein paar Play Action Pässe später standen die Außenseiter in der Redzone und mit einem Field Goal von Kicker Joseph aus 30 Yards zuerst am Scoreboard.

Die giftige Titans Defense kam ebenfalls gut ins Spiel und stoppte die Chiefs schnell. Allerdings kam prompt ein kurzer Dämpfer in Form einer Interception gegen Ryan Tannehill. In der Wiederholung wurde dieses Turnover jedoch zurecht zurückgenommen.

Ein 4. & 2 wurde von den Titans (erfolgreich) ausgespielt und überraschte damit Jan Stecker. Wahrscheinlich als einen der wenigen.

Am Ende stand – natürlich – ein Touchdownrun von King Derrick Henry.

0:10, aber trotzdem war die Quote auf die Chiefs noch deutlich niedriger als die auf die Titans. Nach letzter Woche absolut verständlich.

Die Chiefs spielten ebenfalls einen 4. & 2 in der Hälfte der Titans erfolgreich aus – es sind einfach Playoffs und da muss man auch mal mehr wagen. Auch hier zahlte sich das (überschaubare) Risiko voll aus und Tyreek Hill verwandelte aus 8 Yards problemlos. Nur noch 7:10.

Der nächste Drive der Titans schien schon gestoppt, als die Chiefs bei einem 3. & 22 in Person von CB Frenton eine Passbehinderung begingen und schon standen die Titans wieder an der Endzone. Natürlich lief Derrick Henry und anschließend gab es einen „Big Man Touchdown“ zu sehen. Es lief bis dahin bei den Titans: Offensive Tackle Dennis Kelly mutterseelenallein in der Endzone und die Gäste führten 7:17. Jetzt waren die Wettquoten erstmals ausgeglichen, aber das sollte auch das letzte Mal so sein.

Das dauerte jedoch nicht lange, denn erneut Tyreek Hill stellte nach einem kurzen Passfeuerwerk wieder auf einen Dreipunkterückstand.

Und es kam noch schlimmer für die Titans: Noch vor der Pause erlief Patrick Mahomes einen unglaublichen Touchdown, als er eigentlich mehrmals hätte fallen müssen. Hier die Reaktionen meiner Football Timeline:

Conference Championship

 

Dazu war klar, dass die Chiefs zu Beginn der zweiten Hälfte den Ball bekommen würden. Nicht unbedingt hervorragende Aussichten für die Gäste.

Nach der Pause agierten vor allem die Defenses. Highlight war ein Run von Ryan Tannehill, der jedoch kraftvoll gestoppt wurde, was sicher weh tat.

Irgendwie hatte man aber nicht das Gefühl, dass die Titans das noch drehen könnten. Spätestens als Running Back Damien Williams zu Beginn des Schlussviertels das 28:17 vorlegte, schien die Messe gelesen.

Den Titans fiel offensiv schon lange nichts mehr ein und die Defense Tennessees wurde zusehends müder. Ein weiter Pass auf WR Sammy Watkins erledigte Mitte des Schlussviertels den Rest.

Die Titans schafften es nach einem eigentlich kurzen Offensivauftritt einen Fake Punt erfolgreich durchzuziehen. Keine Ahnung, wie die Chiefs das nicht riechen konnten.

Das Ergebnis war ein paar Spielzüge darauf ein Touchdown von Firkser aus 22 Yards zum 35:24. Sah trotzdem nicht unbedingt wie ein Momentum Changer aus.

Und spannend wurde es auch nicht mehr. Die Chiefs ziehen trotz wieder einmal schwacher Anfangsphase völlig verdient als erstes Team in den Super Bowl LIV ein. Die Cinderella Story der Titans endet.


Spielbericht 49ers – Packers

Nach einer Abtast-Anfangsphase, bei der die Packers an der Mittellinie bei 4. & 1 verweigerten und lieber punteten (Aaron Schatz und Co schauderten), waren es die Niners, die zuerst scorten. Ein Run von Raheem Mostert aus 36 Yards konterte die Strategie von Green Bays DC Mike Pettine zum 7:0.

Die Defense der Niners baute wie in der Vorwoche von Beginn an großen Druck mit Nick Bosa & Co auf. Kurz nach Beginn des zweiten Viertels fumbelte Aaron Rodgers sogar, als ihm CB K’Waun Williams den Ball aus der Hand schlug. Zumindest konnten die Packers den Ball sichern, aber der anschließende Punt ging nur über lächerliche 23 Yards.

Die Niners holten das Beste aus dieser Feldposition mit einem weiteren Touchdown von Mostert heraus. Es sah gut aus Mitte des zweiten Viertels für die 49ers – vor allem, als die Packers auch noch einen Snap fumbelten. Die Niners konnten dank 17 Punkten Vorsprung laufen und laufen und laufen. Am Ende des Drives gab es noch ein kurzes Field Goal zum Two Minute Warning für das 20:0.

Und das war noch vor der Interception von Aaron Rodgers eine Minute vor der Halbzeit. Es klappte nahezu nichts bei den Packers und Mostert legte gleich noch einen dritten Touchdown drauf… auch das noch vor der Pause.

Mostert hatte alleine 160 Yards erlaufen, die Packers gerade einmal 93 Yards Offense insgesamt geschafft. Unglaublich.

Der erste gute Drive der Packers überhaupt war dann im dritten Viertel zu sehen, als Aaron Rodgers komplett auf Pässe umgestellt hatte und am Ende des Drives Running Back Aaron Jones für den 27:7 Anschluss fand.

Das war es aber auch gleich wieder, weil – natürlich – Raheem Mostert wieder zuschlug. Die 49ers rannten die Uhr nach unten und krönten den Drive zum 34:7.

Gleich zu Beginn des Schlussabschnitts zeigten die Packers mit einem weiten Pass zu Tight End Jimmy Graham ein Lebenszeichen, Aaron Jones sorgte für das fehlende Yard zum 34:13. Die Two-Point-Conversion gelang nicht.

Als die Packers durch Pass auf Sternberger aber auch noch auf 34:20 herankamen, mussten die 49ers doch noch einmal werfen.

Spätestens das Field Goal von K Robbie Gould zum 37:20 beendete die Partie effektiv gut drei Minuten vor dem Ende; Cornerback Richard Sherman durfte sich noch eine Interception holen – es war der würdige Schlusspunkt hinter ein dominantes Spiel der Niners, bei denen der Mittelfranke Mark Nzeocha einen Onside Kick der Packers sichern konnte und als erster Deutscher nach Sebastian Vollmer im Super Bowl auflaufen wird!

Die auch hierzulande äußerst populären San Francisco 49ers ziehen vollkommen zurecht ins Endspiel ein.

 


Conference Championships

TV-Kritik Conference Championships

Bei #ranNFL eröffneten Jan Stecker, Patrick Esume und Björn Werner mit den AFC Conference Championships.

GENAU. MEIN. NIVEAU.

(was vermutlich viel über mich aussagt…)

Dann sang Jan Stecker noch in der Übertragung und ich war zufrieden (im Gegensatz zum ein oder anderen in der Timeline…).

Wenn man ihn nicht allzu ernst nimmt, wird man super unterhalten. Wobei ich mich kein bißchen über das #MatheMalheur lustig machen möchte. Ich sitze da im selben Boot.

Björn Werner ging in der Dreimann-Kombo etwas unter, was ich mittlerweile tatsächlich bedauere.

Beim NFC Championship Game gab es dann die Premiere von Carsten Spengemann und Roman Motzkus. Roman ist bekanntermaßen 49ers Fan, aber das war nicht wirklich herauszuhören; den ein oder anderen Beschwerdeführer über die in Richtung Packers vermeintlich“parteiischen Kommentatoren“ musste ich etwas aufklären.

 


 

Twitteruniversum Conference Championships

 

Twitteruniversum Conference Championships

Find ich immer wieder toll, wenn mich die wenigen Spieler, die ich partout nicht leiden kann, ein ums andere Mal in meiner Meinung bestätigen.

Danke Tyreek Hill. Viel Spaß mit Deinem um 10-15.000 Dollar niedrigeren Gamecheck für diese lächerliche Aktion (die bei OBJ schon schlecht war).


Und wenn der große Bill Simmons das sagt… Aber tatsächlich gefällt mir dieses Retro-Football-Dings der Titans auch sehr gut. Nächstes Jahr dann wieder…


Nächstes Jahr gibt es die Watch-Party der LV Raiders dann auf dem Las Vegas Boulevard. #YouHeardItHereFirst


Die Schmunzelgeschichte der Titans endet damit auch. War aber auch mehr als genug Aufmerksamkeit für Vrabels bestes Stück und den „Bussin With The Boys“ Podcast…



Das wäre jetzt nur blöd gewesen, wenn die Packers das Ding noch gedreht hätten (der Tweet kam in der Halbzeit). So wars nur lustig.


Das hat er sich bei Ryan Tannehill abgeschaut. Aber wer wird jammern, wenn man am Ende im Super Bowl steht…


Das Spiel war abgepfiffen und gleichzeitig gab es die ersten Wettquoten für den Super Bowl. Man könnte meinen, dass sie drauf gewartet haben.


Die Favoriten setzten sich also durch in den Conference Championships – es hätte schlechter laufen können. Danke fürs Dabeibleiben!