Woche 5 mit Steelers – Falcons

Nachdem ich letzte Woche meinem „richtigen Beruf“ nachgehen durfte / musste, gibt es an diesem Spieltag wieder die gewohnte Kolumne – mit Schwerpunkt auf Spiel #1. Bei der zweiten muss der GamePass (=> bit.ly/mein-NFL) herhalten, da für Eagles – Vikings der Spielbericht für Link zu football-aktuell erstellt werden wollte.

Pittsburgh Steelers – Atlanta Falcons 41:17

Die Steelers, immer noch ohne Running Back Le’Veon Bell, der aber wohl demnächst zurückkehren will, legten vor: Sein Ersatzmann James Conner hechtete in die Endzone, nachdem ein Replay zuvor einen vermeintlichen TD zurückgenommen hatte. Allerdings misslang wieder einmal der Extrapunkt, so dass es nur zu einem 6:0 reichte.

Beim nächsten Touchdown klappte das dann besser: Big Ben auf JuJu Eisenbahn Smith-Schuster und der Favorit führte 13:0. Unterwegs hatte James Conner noch einen schönen Spin-Move eingestreut. Nicht nur er lief für die Steelers, es lief.

Mo Sanu mit einem wunderschönen Sprint verkürzte auf 13:7. Ein sehr unterhaltsames Spiel bis dahin und mit einem Field Goal von Bryant schrumpfte die Führung Pittsburghs sogar noch auf nur 3 Punkte. Die Steelers hätten vor der Halbzeit ihre Führung noch ausbauen können, aber Big Ben versuchte in bester Brett „Gunslinger“ Favre Manier im Angesicht zweier Pass Rusher einen Floater in die Endzone. Der wurde – natürlich – abgefangen.

Besser klappte es in Viertel 3, als „Ben“ mit WR Antonio Brown einen Spieler in schwarz-gelb fand. 20:10. Die Falcons enttäuschten dagegen über weite Strecken der zweiten Halbzeit und so zogen die Steelers langsam, aber unaufhaltsam, davon. James Connor holte sich noch einen Touchdown und bei 26:10 sah alles nach einem Heimsieg aus.

Falcons Rookie Ito Smith verkürzte auf 26:17, aber Ben Rozzelsberger (O-Ton Jan Stecker) hatte noch ein Ass im Ärmel: Antonio Brown zog an Alford vorbei und bei 34:17 war das Spiel durch. Der Defensivtouchdown von T.J. Watt war nur Ergebniskorrektur nach oben.

Langsam muss man sich wohl an den Gedanken gewöhnen, dass die Playoffs ohne die Falcons stattfinden werden.

Und wer war nochmal Le’Veon Bell?

 

TV-Kritik

Partie #1 begleiteten Jan Stecker und Patrick Esume, die zweite dann Carsten Spengemann und Björn Werner. Im Stream hatte sich Volker Schenk versteckt.

Die ersten größeren Reaktionen in Spiel 1 gab es, als Jan Stecker aushalf mit „Schematas“, nachdem Patrick Esume nicht gleich das passende Wort einfiel; Esume kürte Jan Stecker sofort zum „Germanistikprofessor Dr Stecker“ (dabei vertrauen ihm die Frauen doch sonst eher in medizinischen Angelegenheiten … außer vielleicht bei Migräne).

Es sind anscheinend mehr Deutschkenner in der Timeline unterwegs – mir war das noch nicht mal negativ aufgefallen (mein Grundkurs liegt aber auch schon über 20 Jahre zurück…):

Rudern ist ebenfalls nicht die Stärke des Duos (meine auch nicht), aber wichtig ist, dass Football passt und das tat es für mich. #RowingGate (oder #RuderGate ?) berührte mich also kein bißchen.

Für noch mehr Aufregung sorgte die Werbung – das nahm schon fast Dating-Plattform-Ausmaße an (bei der letzten Super Bowl Übertragung). Mein Mute-Knopf musste Höxtleistungen vollbringen!

Spiel #2 war bei mir dann Troy Aikman und Joe Buck … und Erin Andrews!!! Nichts gegen Namensvetter Spengemann und Björn Werner, aber … E-R-I-N !!! Die Combo lieferte wie immer. Noch nicht mein Lieblingsduo (Trio mit Erin), aber weit sind sie nicht von Al Michaels und Chris Collinsworth, dem Goldstandard, entfernt.


 

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Held der Woche 5

Kicker Graham Gano, Carolina Panthers

Die Panthers hatten die Partie dominiert, aber irgendwie führten die Giants plötzlich mit unter einer Minute auf der Uhr. Das Spiel war vorbei, aber einmal mehr bewahrheitete sich der alte „Fat Lady“-Spruch: Kicker Graham Gano, der mit dem UFL-Titel 2009 (Wiki Link – wir waren dabei beim „Super Bowl der UFL“), vollstreckte aus D-R-E-I-U-N-D-S-E-C-H-Z-I-G Yards.

Zum Sieg.

In letzter Sekunde.

Besser geht nicht.

Gano gehört zu den Besten seines Fachs und bewies das an einem Tag, an dem viele andere Kicker schwächelten.


 

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Versager der Woche 5

Kicker Mason Crosby, Green Bay Packers

A propos Kicker und schwächeln: Mason Crosby musste den schwärzesten Tag seiner Karriere verkraften: Vier vergebene Field Goals, ein missglückter Extrapunkt.  Am Ende fehlten den Packers 9 Punkte zum Sieg.

Oder drei Field Goals.

Peyton Manning nannte seinen Kicker Vanderjagt (oder „VanderJERK“, wie er auch wenig liebevoll bezeichnet wurde) einmal „Idiot Kicker“.

Keine Ahnung, warum mir das gerade heute einfiel…

Die Jacksonville Jaguars (14:30 @ Chiefs)

Wer den Mund zu voll nimmt, läuft Gefahr, sich zu verschlucken.

Nach den vollmundigen Äußerungen von CB Jalen Ramsey in der Offseason brauchen sich die Jaguars nicht wundern, wenn man sie jetzt eben nicht für voll nehmen kann.

Das Ergebnis sieht auch nur so halbwegs knapp aus, weil man noch ein paar Garbage Touchdowns erzielen konnte; in der Realität war man – nicht zum ersten Mal vor allem wegen QB Blake Bortles – absolut chancenlos.

Wegen dieser Spiele, die regelmäßig bei den Jaguars vorkommen, kann man sie absolut nicht zum Kreis der Spitzenteams zählen.

 


Woche 2 Patriots Vikings Packers Jaguars NFL

 

 

 

 

Twitteruniversum Woche 5

Aber es wurde besser für Dan Hanzus und seine Jets! Ein tatsächlich relativ müheloser Heimsieg gegen die Broncos und selbst Kicker Jason Myers traf irgendwann! So darf Lippo_kratis erst einmal sein Jets-Avatar behalten, stattdessen gabs das für KatKawaZX10R :


 

A propos New York: Abgesehen von dem Graham Gano Kick wartete das Panthers – Giants Game mit einigen Highlights auf. Sehr schöne Partie für den neutralen Zuschauer!


 

Wenn das schon der von der NFL bezahlte Rich Eisen so sieht, dann muss es (schon wieder) eklatant gewesen sein: Jarvis Landry wurde heftigst und unsauber abgeräumt, aber die Schiedsrichter erklärten den Ball unfangbar. Trotzdem hätte es auf jeden Fall eine Strafe geben müssen, aber nach letzter Woche muss man sich tatsächlich fragen, was die Offiziellen gegen die Browns haben.


 

Auch wenn die Raiders wieder einmal nicht überzeugten, so tat dies DT Frostee Rucker zumindest mit seinen Schuhen. Wenn ich mal groß bin, möchte ich auch gerne meine Schuhe speziell für mich designt haben. Keine Ahnung, was da drauf kommt, denn außer Titeln in obskuren Sportarten kann ich wenig vorweisen. Aber trotzdem…


 

Eric Reid kniet weiter, jetzt im Trikot der Panthers. Diese Hymnendiskussion hätte man fast vergessen, angesichts der mehr als seltsamen Schiedsrichterentscheidungen, die alles überstrahlen. Meinen Segen hat er, aber unter Ex-Owner Richardson hätte es das nicht gegeben (da gabs stattdessen sexuelle Belästigungen).

Nächste Woche könnt Ihr mich dann vom German Bowl zu lesen und zu hören (nein, das ist keine Drohung!).

Bis dahin – bye bye!

Wie immer herzlichen Dank an Johannes vom RANDBREITENverlag fürs Korrekturlesen!

 

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