Woche 3 mit Chiefs – 49ers

 

Woche 3 brachte die hochfliegenden Kansas City Chiefs zum ersten Mal nach Hause – nach zwei sensationellen Auswärtssiegen bei den Chargers und Steelers. Arrowhead tobte – natürlich. Anschließend durften die strauchelnden Altmeister Seattle und Dallas ihr Können zeigen. Die Partie konnte jedoch nicht ganz mithalten.

 

Kansas City Chiefs – San Francisco 49ers 38:27

Als dann endlich mal alle meine Streams und Sender sortiert waren und auch tatsächlich liefen, gabs prompt die Führung für die favorisierten Kansas City Chiefs: Running Back Kareem Hunt konnte nach einem big play von Anthony Sherman locker mit einem Lauf durch die Mitte vollstrecken. Der zweite Touchdown der Chiefs war eine Kopie des ersten: Hunt durch die Mitte und Kansas City mit einer komfortablen 14:0 Führung.

Enger wurde es, als Jimmy G seinen Fullback Kyle Juszczyk mit einem Pass fand, den der über 35 Yards zum 14:7 verwandelte. Es sollte aber nur ein Strohfeuer sein.

Der dritte Touchdown der Chiefs war ein absolutes Highlight – und für einen mehr-oder-weniger Neuling wie Mahomes sensationell:

Irgendwann muss der doch mal nachlassen?

Tat er nicht. Zwei weitere Touchdowns, dazu eine gute Defense und zur Halbzeit führten die Chiefs nach einer dominanten Leistung hochverdient mit 35:7. Fünf Drives der Chiefs – fünf Touchdowns. So sieht Perfektion aus – und für Niners Fans wars eher schwer erträglich.

In der zweiten Hälfte wurde es besser für die Niners – und sowas ähnliches wie knapp. Zwei Touchdowns führten zum legendären „jetzt haben wir wieder ein Spiel“. Wirklich knapp wurde es aber nicht und zu allem Überfluss musste auch noch Jimmy G-sus mit einer Verletzung am linken Knie vom Feld genommen werden. Die 49ers fürchten einen längeren Ausfall und Kyle Shanahan nahm schon das böse Wort „Kreuzbandriss“ in den Mund. Damit wäre dann leider die Saison für Jimmy Garoppolo beendet, wenn sich das bewahrheiten sollte.

Am Ende gewannen die Chiefs dank einer überragenden Hälfte und einer kraftschonenden zweiten hochverdient.

Seattle Seahawks – Dallas Cowboys 24:13

Die Partie unterhielt vorwiegend bei Twitter – und da leider auch nur mäßig. Offensiv ging bei den Seahawks zunächst wenig und bei den Cowboys quasi gar nichts. Für Fans von Americas Team nur schwer zu ertragen und leider änderte sich das bei Dallas auch im Spielverlauf nicht.

Seattle schaffte dagegen zwei Touchdowns im zweiten Viertel duch Pässe auf die Wide Receiver Jaron Brown und Tyler Lockett. Bei den Cowboys musste ein reingezittertes Field Goal aus 50 Yards von Maher für die ersten Punkte herhalten.

Mit einer blöden Aktion von Cowboys DE Randy Gregory (der in seiner Karriere immer noch mehr Spiele gesperrt war, als er tatsächlich auflaufen durfte), der einem Gegenspieler direkt neben dem Schiedsrichter stehend gegen den Helm schubste, konnten die Seahawks zur Halbzeit noch auf 17:3 erhöhen.

Es wurde zwar noch einmal eng(er), aber Seattles Earl Thomas zeigte nachdrücklich auf, warum die Cowboys ihn gerne verpflichtet hätten: Zwei Interceptions und Anführer einer Seahawks-Defense, die man schon vergessen gehabt hatte. Die Cowboys Defense kam dagegen gerade einmal auf zwei Sacks (Seattle: Fünf) und konnte ihrer erneut enttäuschend schlechten Offense nicht die Unterstützung geben, die für einen Auswärtssieg nötig gewesen wäre. Ein verdienter Heimsieg für Seattle.

 

TV-Kritik

Es starteten die Hamburger Jungs Spengemann und Esume. Auch wenn ich Gefahr laufe, mich zu wiederholen: Man weiß, was man kriegt, und vielen Leuten gefällts. Meine Lieblingscombo wird es nicht werden. Sie machten auch prompt Überstunden, da nach Spielende Chiefs – 49ers noch zur Overtime der Falcons gegen die Saints geschaltet wurde. Sicher die bessere Wahl im Vergleich zu dem defensiv geprägten Krampf bei Seattle – Dallas, auch wenn es genug Kritik bei Twitter dafür gab.

Ich hatte nach der ersten Hälfte von KC-SF mehr zum RedZone Channel „auf dem 2nd screen“ verlegt. Waren einfach wieder zu viele spannende und überraschende Spiele (Link zum #Gamepass, falls wer unverständlicherweise noch keinen hat: #GamePass ), um der entschiedenen Partie und seinen Kommentatoren zu viel Beachtung zu schenken.

Anschließend übernahmen #TwitterfürUwe Morawe und Volker Schenk. Die Kombi trifft meinen persönlichen Geschmack eher (im Gegensatz zu dem der Allgemeinheit vermute ich) und ich fühlte mich deutlich wohler als bei Partie 1 – auch wenn mich dafür die Cowboys enttäuschten.

 

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Held der Woche 3

Drew Brees, QB, New Orleans Saints

 

Das war sein Tag: Drei Passing und zwei Rushing Touchdowns beim größten Rivalen, dazu fast 400 Yards. Und „nebenbei“ den Rekord für die meisten Completions von Brett Favre (6.300) abgeluchst. Viele Spiele wie das wird er angesichts seines Alters leider nicht mehr haben, aber das war sicher eines der besten seiner Karriere.

Die Saints wieder in der Spur bei 2-1.

 

 

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Versager der Woche 3

Die Minnesota Vikings (6:27 vs. Bills)

Das war eine absolut unterirdische Partie eines Titelanwärters. Zuhause gegen ein Team, bei dem ein Spieler in der Vorwoche in der Halbzeit schon in den Ruhestand wechselt, weil überhaupt nichts zusammengeht.

Die Vikings schienen von Rookie QB Josh Allen, von dem alle Welt meinte, dass er erst einmal ein Jahr auf der Bank sitzen sollte, überrascht. Und ehe man sich versah, war Minnesota mit über 20 Punkten hinten. Davon erholten sie sich nie und Kirk Cousins enttäuschte auf allen Ebenen. Josh Allen erlief dagegen gleich zwei Touchdowns.

Vermutlich haben sich damit 50 % der verbliebenen Mitspieler in den Survivor Pools dieser Welt verabschiedet.

 

Das Competition Committee / die Schiedsrichter

Ich versuche mich halbwegs sachlich kurz zu fassen: Die Regelauslegung hat mit dem Football, den ich lieben gelernt habe, immer weniger zu tun. Die erneute Strafe gegen Packers Linebacker Clay Matthews hätte vor Jahren bei allen Zuschauern für ungläubiges Entsetzen gesorgt. Und tut es bei mir immer noch. Alles im Namen der Sicherheit, aber die immer wieder aufkommende vorwurfsvolle Frage, warum man nicht auf Flag Football umstellt, ist gar nicht mal soweit von der Realität entfernt, wenn man sich diese lächerlichen Bilder und die „Erklärungen“ von NFL Operations so ansieht.

Spaß macht das jedenfalls nicht.


 

Woche 2 Patriots Vikings Packers Jaguars NFL

 

 

 

 

Twitteruniversum Woche 3

Das muss die Woche ausfallen. Ich war zwar wirklich viel bei Twitter unterwegs, aber die unterhaltenden Beiträge hielten sich leider sehr in Grenzen. Vielleicht / hoffentlich wird das nächste Woche wieder mehr!

Wie immer herzlichen Dank an Johannes vom RANDBREITENverlag fürs Korrekturlesen!

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