Woche 14 – Chiefs – Ravens

Woche 14 hatte einige Überraschungen bis hin zu Sensationen zu bieten. Das passiert eben, wenn man so nah am Saisonende eine ganze Reihe Divisionsduelle ansetzt.

Für den neutralen Beobachter nicht zuletzt dank gleich zwei Overtime-Games ein genialer Spieltag (für den nicht-neutralen Patriots-Fan und Sportwetten-Nutzer war es leider nicht nur genial).

Kansas City Chiefs – Baltimore Ravens 27:24

Die Ravens gab es letzt Woche schon bei Pro7 Maxx und natürlich wollten sie ihre Siegesserie auch in Kansas City ausbauen.

Zunächst hielten die Defenses, aber in ihrem 2. Drive zeigten die Chiefs, warum sie aktuell die beste Bilanz der AFC aufweisen. Zwei Highlight-Catches von TE Travis Kelce und am Ende erlief RB Kareem Hunt Damien Williams die Führung zum 7:0.

Auch der Ausgleich war ein Lauf – kaum überraschend, da der komplette Drive der Ravens nur aus Run Plays bestand. Die Stärke Baltimores traf auf die große Schwäche der Chiefs Defense.

Ein vergebenes Field Goal von Chiefs K Butker aus anspruchsvollen 51 Yards eröffnete den Ravens die Chance zur ersten Führung. Und Justin „Automatic“ Tucker ließ sich nicht lange bitten, sondern kickte erfolgreicher als sein Gegenüber zum 7:10 ein.

Die Defenses hielten anschließend in einem abwechslungsreichen Spiel und nach 5 Minuten im 3. Viertel warf Mahomes einen riskanten Pass… Zur Ravens Defense.

Baltimore holperte übers Feld und im 4. & 2 vor der Endzone packten sie einen TD von Williams zum 17:17 aus, den man so nicht erwarten konnte.

Meistens lief Lamar Jackson selbst, aber ab und an lieferte er auch mal einen Pass ab. Gegenüber sah das bei Patrick Mahomes unkonventionell, aber durchaus erfolgreicher aus.

Trotzdem holten sich die Ravens gut 4 Minuten vor dem Ende erneut die Führung (24:17) – seltsamerweise durch einen Pass von Lamar Jackson. Verkehrte Welt.

Den Chiefs versagten langsam aber sicher die Nerven. Die Zeit lief davon und die Ravens kamen dem kaum für möglich gehaltenen Auswärtssieg immer näher bis… Ja bis Pat Mahomes ein MVP-Play bei 4. & 9 auspackte:

Absolut unglaubliches Play. Allerdings kam prompt ein weiterer 4. Versuch, diesmal für 3 Yards. Und natürlich klappte auch der. Wahnsinn.

Ein Pass auf RB Williams, der seinen zweiten Touchdown erzielte, diesmal durch einen Pass von Mahomes. 24:24. Was für ein Spiel.

Lamar Jackson hatte noch eine Minute Zeit, um Justin „Automatic“ Tucker in Field Goal Reichweite zu bringen. Dann entschied Chiefs OLB Justin Houston das Spiel:

Game Over für die Ravens, denn Kicker Colquitt musste nur noch aus 43 Yards zur Entscheidung einnetzen.

Allerdings konnte er (berechtigterweise) von der starken Partie nicht genug kriegen und verzog seinen 43 Yard Field Goal Versuch nach rechts – damit gab es auch noch Verlängerung.

Dort verlor Mahomes den Ball, allerdings konnten ihn die Chiefs wieder sichern. Am Ende reichtes es aber nur für ein Field Goal, so dass die Ravens noch einmal den Ball bekamen.

An der Mittellinie war mit vier Versuchen Schluss und so kamen die Chiefs mit einem blauen Auge davon. Eine Hammerpartie, die keinen Verlierer verdient hatte.


Dallas Cowboys – Philadelphia Eagles 29:23

Den Spielbericht gibt es wieder bei http://football-aktuell. Am Ende eine mitreißende Partie mit viel Spektakel, das aber die komplette Spielzeit über immer von der Spannung lebte.


TV-Kritik Woche 14

Es starteten Jan Stecker und Patrick Esume. Mir hats getaugt, aber der ein oder andere in der Timeline fand Grund für Beschwerden.

Das war aber auch bei der zweiten Kombi – das x-te Debüt von Carsten Spengemann und Roman Motzkus – so, weswegen man wieder einmal eindeutig feststellen konnte, dass es immer jemand gibt, dem irgendetwas nicht passt.

Schon allein wegen des Pullovers von Roman (siehe unten) war das überragend!


Jaguars Patriots Vikings Packers NFL

Held der Woche 14

Wide Receiver Amari Cooper, Dallas Cowboys

Natürlich war auch Glück dabei – vor allem bei dem Touchdown in der Verlängerung – aber Cowboys WR Amari Cooper rechtfertigte erneut eindrucksvoll die Abgabe eines First Rounders an die Raiders vor der Trade Deadline.

Dallas hatte zuvor eines der schlechtesten Receiver-Korps der Liga und Amari Cooper spielt wie ein WR1 – und das ganz ohne Drama neben dem Platz. Konzentrieren sich die Gegner auf den Stop des Laufspiels um Zeke Elliott, findet er Lücken für lange Touchdowns und sorgt so dafür, dass Dallas offensiv sehr schwer auszurechnen ist. Und wenn es sein muss, gleicht er – wie in diesem Spiel – einen schlechten Tag seines Quarterbacks aus.


Woche 13

Twitteruniversum Woche 14

Mir blutet das Herz.

Für einen neutralen NFL-Fan oder einen Patriots-Hasser (davon soll es einige geben) war das „Miami Miracle“ natürlich überragend.

Glücklicherweise verloren auch die Steelers, so dass es für das AFC Playoff Standing wenig Unterschied machte.

Nur für meinen Geldbeutel und eben mein Herz.


Washington, Du kriegst, was Du verdienst:

Statt Colin Kaepernick lieber Mark „Sanchize“ Sanchez geholt, der seit Jahren bewiesen hat, dass er kein Starting Quarterback ist. Als Backup jetzt noch Josh Johnson verpflichtet, dessen letzter NFL Touchdown-Pass sieben Jahre zurücklag. Zu dem Zeitpunkt spielte Colin Kaepernick gerade seine Rookie-Saison und hatte noch keinen einzigen Touchdown erworfen.

Dazu Reuben „häusliche Gewalt“ Foster sofort von der Waiverliste gepickt und Adrian Peterson nach dessen Äußerungen (er „erzieht“ sein Kind weiterhin mit Schlägen) kritiklos im Kader gelassen.

0:34 zur Halbzeit und die Fans verließen das Stadion in Strömen; am Ende ein verdientes 16:40 gegen ein Giants-Team ohne Odell Beckham Jr.

Irgendwo gibt es offensichtlich eine höhere Macht, die auch auf Euch schaut. Herzlichen Glückwunsch an das für mich mit Abstand unsympathischste Team der Liga.

Kharma is a bitch and you get what you deserve.


Packers Interim-Head Coach Joe Philbin ist noch von Hard Knocks bei den Dolphins in bester Erinnerung, als er den Eindruck des netten Großonkels vermittelte.

Ich kann mich nicht erinnern, dass ich schon einmal so einen Fehlstart wie den von Philbin hier gesehen habe. Aber am Ende hatten die Packers wenig Mühe mit den harmlosen Falcons und konnten endlich wieder einmal einen Sieg feiern.


Später in der Timeline kam der Vorschlag, das Spiel nach London „outzusourcen“. Also ich wäre dafür – und würde auch die ganz harten Fragen stellen 🙂


Baker Mayfield hatte sich anscheinend wieder gefährlich gefühlt. Ein hervorragender Sieg der Browns gegen ein ambitioniertes Team: Die Browns nutzten Trick Plays, Täuschungen und viel Herz. Schön zu sehen, wie sich die Kultur in Cleveland langsam ändert.

Ich hoffe nur, dass das nicht dazu führt, dass man Gregg Williams dauerhaft als Head Coach nimmt. Das würde meine Freude nämlich deutlich dämpfen.


Eine neue Woche, ein neuer Rekord. Ewig wird das leider nicht so weitergehen, deswegen genieße ich die verbleibende Zeit mit meinem Lieblingsspieler…


Der Interception-Return-Touchdown war äußerst wichtig für #SpendenWetten . Keine Ahnung, warum die Buchmacher der Meinung waren, dass in allen anderen Spielen ein Defensive Touchdown wahrscheinlicher war als bei Washington – New York, wo doch auf beiden Seiten schlechte Quarterbacks standen. Mark Sanchez enttäuschte nicht und lieferte einen Pick Six gleich im ersten Viertel – er hat halt ein Herz für Kinder. Danke Mark!


Den tanzenden Santa fand ich – genauso wie meine sechsjährige Tochter – überragend. Mit weitem Abstand das Highlight für Washington an diesem Sonntag.

Keine Ahnung, wie lange Santa vorher mit den Cheerleadern dafür proben musste und ob das Training nicht der eigentliche Grund für sein Interesse an diesem Auftritt war.

Angesichts der Klagen von ex-Cheerleadern gegen die Organisation Washingtons wahrscheinlich immer eine Gratwanderung am Abgrund – die Beschwerde wegen sexueller Belästigung ist da vermutlich nicht weit. Aber hey – wenn es DER Tanz nicht wert war?!


Der Countdown läuft: Nur noch drei Spiele sind übrig von der Regular Season. Und anscheinend steht Weihnachten vor der Tür, wenn man sich Romans Pullover so anschaut 🙂

Aber langsam kommen auch Vorfreude auf die Playoffs und den Super Bowl auf!

Wie immer herzlichen Dank an Johannes vom RANDBREITENverlag fürs Korrekturlesen!

2 Gedanken zu „Woche 14 – Chiefs – Ravens

  • 11. Dezember 2018 um 13:29
    Permalink

    war tatsächlich ein ganz schlechter Spieltag auch für meinen Geldbeutel 😀

    Antwort
    • 11. Dezember 2018 um 18:09
      Permalink

      They can’t all be winners 😉 Aber das war wirklich hart von Anfang bis Ende…

      Antwort

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