Dienstag, April 23, 2024
Season

Schon Woche 6 ?!

Kaum zu glauben, dass wir schon wieder in Woche 6 sind! An diesem Spieltag gibt es das NFC North Duell der Minnesota Vikings gegen die Green Bay Rodgers Packers und anschließend die noch unbesiegten Kansas City Chiefs gegen die Pittsburgh Steelers.

Spielbericht Vikings – Packers

Eine sehr alte Rivalität, die durch den Wechsel von Packers-Legende Brett Favre zu den Wikingern vor vielen Jahren noch verschärft wurde. Mittlerweile hat man dem verziehen, aber die gegenseitige Abneigung bleibt.

Das erste Highlight war dann jedoch ein Lowlight: Packers QB Aaron Rodgers musste mit einer Verletzung an der rechten Schulter vom Feld gekarrt werden.

Ersatzmann Hundley sorgte prompt für eine Interception und die Vikings holten sich die 7:0 Führung durch McKinnon.

Anschließend dümpelte das Spiel etwas dahin, bis Packers [itg-glossary glossary-id=“3745″]LB[/itg-glossary] Clay Matthews ein Fumble von McKinnon (from Hero to Zero) aufnahm und weit in die Hälfte der Wikinger trug.

Hundley fand prompt Davante Adams vor der Endzone und die Beiden sorgten so für den Ausgleich zum 7:7.

Mitte des 2. Viertels durfte dann wieder RB Jerick McKinnon aus 3 Yards vollenden (back to Hero). 14:7 Vikings.

Damit es aber nicht unspannend wurde, erlaubte sich Vikings QB Case Keenum die erste Interception des Jahres; Ballbesitz Green Bay in der Hälfte Minnesotas und auch hier schlagen die Packers volles Kapital draus – dachte man zunächst. Ty Montgomery – der zum Running Back umgeschulte Tight End – kam in die Endzone. Im Videoreplay sah man jedoch, dass er den Ball nicht sicher hatte und der TD wurde zurückgenommen. Stattdessen also nur ein Field Goal zum 14:10.

Anschließend mal eine Seltenheit: Die Vikings schafften es durch diverse Strafen ein 1. & 40 (!!!) zu haben. Klappte überraschenderweise nicht und mit einer missglückten Hail Mary der Vikings (die kann halt nur A-Rod) ging es mit 14:10 in die Halbzeit.

Zu Beginn der 2. Hälfte erhöhten die Vikings durch ein Field Goal wieder auf 17:10.

Die Welt an Highlights gab es nicht zu bestaunen. Einzig ein Fang von Minnesotas Wide Receiver Treadwell begeisterte:

Hundleys zweite Interception – zu Safety Harrison Smith – zu Beginn des Schlussviertels entschied das Spiel dann endgültig.

Er nahm später noch eine dritte Interception kurz vor Ende, aber da wars schon egal. Die Vikings gewinnen 23:10 und ziehen mit den Packers, deren Playoffhoffnungen einen katastrophalen Dämpfer durch den Schlüsselbeinbruch von Rodgers bekommen haben, nach Siegen gleich. Die NFC North ist wieder weit offen.

 

Spielbericht Chiefs – Steelers

Dramaqueen Ben Roethlisberger spekulierte, „ob er es nicht mehr hat“, während die Chiefs von Sieg zu Sieg eilten.

Das Spiel startete mit wenig Offense der Steelers, aber dann einem Geschenk der Chiefs Offense an die Gäste mit einem Safety. Zwar 2 Punkte für die Steelers, aber prompt sicherte sich Kansas City nach einem sogenannten Brainfart von Antonio Brown, der den Ball beim Kick wegspringen ließ, das Ei. Ein Field Goal später stands 3:2.

So blieb es bis zum Ende des Viertels, aber die Steelers standen „an der Haustür“ sprich vor der Endzone Kansas Citys. Running Back Le’Veon Bell vollendete aus kurzer Distanz und die Steelers erinnerten beim 9:3 wieder an die Killer-B’s, die man bisher kaum gesehen hatte diese Saison.

Es spielten zuerst nur die Steelers, aber dann erlaubte sich Ben Rösselsberger (Zitat aus Übertragung 1) erneut eine Interception. Punkte wurden allerdings nicht daraus.

Stattdessen scorten die Steelers erneut – wenn auch trotz hervorragender Ausgangsposition nur mit einem kurzen Field Goal zum 12:3. Gleichzeitig der Halbzeitstand in einer offensiv desaströsen offensiven Hälfte der Chiefs.

Und auch in der zweiten Hälfte wurde es offensiv nicht besser für die heimischen Chiefs.

Erst mit auslaufender Uhr im dritten Viertel kam endlich ein schöner Offensivspielzug Kansas Citys: Alex Smith befreit sich aus einem sicher geglaubten Sack, findet den bis dahin unauffälligen Kareem Hunt und plötzlich steht man an der RedZone der Steelers.

Die Chiefs spielten einen 4. Versuch (& 2) aus, aber Alex Smith fand keine Anspielstation und die Steelers mit dem Ball an der eigenen 4 Yard Linie. Hier konnte man sicher diskutieren, ob bei 9 Punkten Rückstand nicht ein Field Goal die bessere Variante gewesen wäre. Aber Andy Reid und Playcalling waren schon immer zwei Welten.

Allerdings holten die Chiefs dann doch endlich einen Touchdown: Alex Smith befreit sich aus dem Druck an der eigenen 40 Yard Linie, findet auf links WR DeAnthony Thomas, und der lässt alle aussteigen. Nur noch 10:12.

Die Steelers liefen über Le’Veon Bell und nahmen viel Zeit von der Uhr. Im 3. Versuch war der Pass von Big Ben eigentlich schon abgefangen, aber irgendwie landet er vom Kopf des Passverteidigers doch in den Händen von Antonio Brown, der den Nachbrenner einschaltet und zum 19:10 sprintet. Der Todesstoß für die Chiefs 3:24 vor dem Ende.

Die Chiefs marschierten innerhalb einer Minute übers Feld, nahmen aber bei 4. & 10 diesmal das Field Goal. 13:19 und noch gut 2 Minuten auf der Uhr. Ein Onside Kick musste her.

Den wählte Andy Reid nicht (Andy Reid und Playcalling II) und die Steelers brauchten noch zwei First Downs zum Sieg. Es gelang nicht eines und nach gut 20 Sekunden bekamen die Chiefs wieder den Ball.

Do or die, Moneytime, Showdown – es zählte für die Chiefs Offense. Die schafften nach einem guten Return ein neues First Down, aber mehr gelang auch nicht.

Die Chiefs verlieren erstmals in dieser Saison und stehen jetzt bei 5-1. Die Steelers holen einen wichtigen Auswärtssieg und können jetzt eine 4-2 Bilanz aufweisen.


TV-Kritik #ranNFL Pro7

 

TV-Kritik zu Woche 6

Diesmal durften Jan Stecker und Roman Motzkus zu Beginn ran, gefolgt von Patrick Esume und Volker Schenk im zweiten Slot.

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Sowohl Roman Motzkus, als auch Patrick Esume, sind ja unter die Autoren gegangen (Roman durfte ich hier darüber interviewen); Roman ohne Hilfe, Patrick mit Assistenzschreiber. Ich habe selbstredend beide Bücher zu Hause und kann sie wirklich empfehlen.

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Ansonsten gab es gleich einen wichtigen Ausfall vor Beginn – nein, ich rede nicht von Detroit Lion WR Kenny Golladay, auch wenn er meinem Fantasy Team fehlte. Stattdessen wurde Icke auf „Out“ gestellt:

Gute Besserung auch von hier! Stattdessen durfte sich wieder einmal Tobbi, normalerweise der Mann in Ickes Ohr, an diesem Job versuchen. Hat zu Beginn lustigerweise einige Zuseher verwirrt, aber agierte mehr als souverän.

Mittlerweile freue ich mich übrigens echt, wenn Jan Stecker ran darf. Das hat immer sowas von Unintentional Comedy. So wie hier zum Beispiel:

Roman Motzkus löste dagegen Begeisterung aus bei #ranNFL mit seiner Erwähnung, dass im Stadion der Vikings die Türen offen gelassen wurden. Nur die Statistiken dazu blieb er diesmal schuldig:

Dazu wieder mal ein Klassiker: Die „Why-Kings“ Diskussion. Ich versteh aber ehrlich gesagt nicht, wo das Problem liegt. Vielleicht erklärt mir das irgendwann mal jemand. Oder auch nicht *Schulterzuck*.

Ich habe jedenfalls wirklich gelacht wie schon lange nicht mehr bei einer Übertragung. Auch wenns das ein oder andere Mal wohl nicht beabsichtigt war – mehr kann man absolut nicht verlangen.

Patrick Esume dann zusammen mit Volker Schenk, den er so benannt hat:

Der sorgte prompt für einen der schöneren Ausdrücke zuletzt:

Auch Patrick Esume wollte da nicht zurückstehen:

Ansonsten wieder einmal eine gute Kombination zweier Experten. Mir gefällt das um Längen besser als im Vorjahr die Buschmann / Esume Kombi.

 

 

 

Held der Woche:

Adrian Peterson, RB, Arizona Cardinals

Vor der Saison war ich überzeugt, dass er gut zu den New Orleans Saints passt. Dort hatte er dann aber überhaupt nichts gerissen. Die Cardinals holten ihn in dieser Woche, nachdem sich niemand als tauglicher Ersatzmann für den verletzten David Johnson herausgestellt hat. Erwartet hatte ich mir davon wenig angesichts seiner Leistungen in New Orleans.

In seiner ersten Partie in Cardinals Rot Schwarz lief er aber die Buccaneers Defense – die jetzt nicht sooo schlecht ist – in Grund und Boden: 134 Yards und 2 Touchdown mit 26 Carries.


 

Die Versager der Woche

Atlanta Falcons

Das ist diesmal ein klassischer Teamaward: Sie spielten zuhause gegen ein zuletzt desaströses Dolphins Team und hatten zur Halbzeit eine 17:0 Führung herausgeholt.

Um NFL Memes zu zitieren: Wenn Du das verlierst, dann ist das (fast) noch schlimmer als im Super Bowl eine 25 Punkt Führung abzuschenken:

Die Falcons vollbrachten auch dieses Kunststück und verlieren dank 0 Punkten in der 2. Hälfte – inklusive Red Zone Interception in der letzten Minute – mit 17:20.

Der NFC South Konkurrent Saints gewinnt dagegen – die NFC South ist alles andere als entschieden.

Der nächste Gegner? Die Patriots in Foxborough. Leichter wird es also gerade nicht – trotz deren 1-2 Heimbilanz.


Überraschung der NFL Woche 6

 

Die New Orleans Saints Defense

Es blieb aber nicht „nur“ bei zwei Defense / Special Teams Touchdowns, weil Cam Jordan auch noch einen draufpackte:

Wenn die Defense für 21 Punkte sorgt, dann reicht das bei den Saints sicher für den Sieg – die Offense steuert ja ebenso noch eine Menge Punkte bei. Insgesamt schaffte man so sogar einen „Fifty Burger“ beim 52:38 gegen die überforderten Lions.

Kleine Randnotiz (via Peter King): Die Saints Defense/Special Teams waren im Fantasy Football die am höchsten scorende Position der aktuellen Woche !!!


 

Das Twitteruniversum

 

Brett Favre und Tony Romo waren die meistgenannten Namen als Ersatz – kaum dass Aaron Rodgers Schlüsselbein am Boden zerschellt war. Es wird wohl keiner von denen, wenn man Coach McCarthy Glauben schenken kann, aber lustig war es allemal darüber zu spekulieren.


Einer meiner Lieblingsspieler – auf und vor allem auch neben dem Feld. Ich fürchte, dass nicht mehr so viele Rekorde dazukommen, weil das Karriereende schnell näher rückt. So gesehen lieber jetzt die Feste feiern – Glückwunsch Drew!

Und passend dazu auch noch ein Rekord für den GOAT – Glückwunsch an meinen absoluten Lieblingsspieler! Peyton Manning, Brett Favre und all die anderen: Macht Platz für the one and only Tom Brady:


Nicht, dass das das Ziel war… Aber freut einen doch, wenn mans mal in die Sendung schafft. Danke an Jan Stecker und Co 😉

(leider lief natürlich der „Videorekorder nicht“, aber die Szene hab ich von @Lippo_kratis bekommen – DANKE!).

Nett – und zufällig stand grad meine Frau auf dem Weg ins Bett neben mir. Geteilts Freude und so.

Danke wieder mal an @kein_sitzmoebel vom RANDBREITENverlag fürs Korrekturlesen (Schande über mich, dass ich das zuletzt vergessen hatte!).

Damit endet Woche 6 hier; das Sunday Night spare ich mir 😉