Woche 15 – Die Rückkehr der Hail Mary

Woche 15 markierte die Rückkehr von Aaron Rodgers nach seiner Schlüsselbeinverletzung und damit die Rückkehr der (Playoff-)Hoffnung für die riesige Packerfangemeinde zum Auftritt bei den Carolina Panthers; im Anschluss gab es als Premiere dieses Jahr eine Konferenz bei #ranNFL mit dem Spiel des Jahres Pittsburgh Steelers – New England Patriots sowie den Seattle Seahawks – Los Angeles Rams.

Die Spiele diesmal kurz zusammengefasst, dazu dann TV-Kritik, Helden und Versager von Woche 15 und das Twitteruniversum.

Kurzzusammenfassung Panthers – Packers

Die Rückkehr des Heilsbringers stand an, aber am Ende ließ sie enttäuschte Gesichter zurück.

Anfangs sah Aaron Rodgers auch das ein oder andere Mal etwas rostig aus und sein Team war fast von Beginn an im Rückstand, da Panthers Rookie Running Back McCaffrey einen Pass durch die Mitte zur 7:0 Führung sichern konnte. Die Panthers dominierten mit ihrer Offense zunächst die Packers Defense.

Allerdings kam dann der große Auftritt von Aaron Rodgers: Ein Touchdownpass auf Davante Adams erinnerte  an den alten Aaron.

Eine Interception kurz darauf weniger, aber noch vor der Halbzeit holte Green Bay die 14:10 Führung, als er eben doch wieder seine Mobilität unter Druck zeigte. Er fand WR Randall Cobb, der auf rechts noch einige Verteidiger stehen ließ für seinen Touchdown.

Die Panthers holten sich jedoch in einem für die Packers im Allgemeinen und Aaron Rodgers im Speziellen grottenschlechten 3. Viertel die Führung zurück, als Greg Olsen einfach mal in der Endzone vergessen wurde:

Zwei Interceptions von Aaron Rodgers und eine folgende Diskussion, welche Po-Hälfte zuerst landete, um dann den nächsten Touchdown für die Panthers zu geben:

Aaron Rodgers insgesamt dann sogar mit 3 Interceptions – zum ersten Mal seit 2009 – und das war insgesamt einfach zu wenig, um gegen ein gutes Panthers-Team eine Chance zu haben.

Allerdings wollten die Panthers den Sieg nicht so einfach geschenkt und ließen zunächst einen Touchdownpass von QB Rodgers auf TE Rogers zum 31:24 zu. Das allein wäre verkraftbar gewesen, aber die Packers konnten dank eines Fehlers von McCaffrey auch noch den folgenden Onside Kick sichern – Ballbesitz Packers an der Mittellinie und noch knapp 3 Minuten zu spielen.

Die Spannung endete allerdings abrupt: Ein Fumble von WR Allison, die Panthers holen sich den freien Ball und das Spiel ist aus.

Die Panthers bleiben mit dem 31:24 auf Playoffkurs; die Packers können die Saison jetzt in Woche 17 beenden – und Aaron Rodgers wohl für die letzten beiden Wochen wieder schonen.

Kurzzusammenfassung Konferenz Woche 15

Mit den Steelers gegen die Patriots war das Spiel des Jahres, was die Hauptrunde angeht, zu Beginn leider nur in Ausschnitten zu sehen. Schade, denn es ging munter hin und her bei den beiden Offenses.

Das Hauptproblem für die Steelers: WR Antonio Brown musste noch in der 1. Hälfte vom Feld genommen werden und schien entgegen der ersten Aussagen seines Teams schwerer verletzt, da er sogar ins Krankenhaus transportiert wurde.

Trotzdem führten die Steelers zur Halbzeit 17:10, da RB Le’Veon Bell und WR Martavis Bryant das Fehlen von Brown gut kompensierten.

In der 2. Hälfte hatten die Patriots den Ausgleich quasi schon erzielt (WR Brandin Cooks fing den Touchdownpass), aber dann verzog Stephen Gostkowski wieder einmal einen Extrapunktversuch. Eine Krankheit, die ihn seit dem verlorenen AFC Finale gegen die Broncos vor zwei Jahren regelmäßig heimsucht.

Anschließend holte sich LB Vince Williams einen Pass von Brady und die Steelers standen in der RedZone der Patriots; Le’Veon Bell erlief die 24:16 Führung und bis dahin sah es eindeutig nach einem Heimsieg für Pittsburgh aus.

Allerdings holten die Patriots ein Field Goal, stoppten die Steelers und bekamen mit 5 Punkten Rückstand und gut 2 Minuten auf der Uhr den Ball zurück. Die Steelers flatterten und mir fiel spontan eine Statistik aus der Vorbereitung ein: Ben Roethlisberger hatte bislang gerade einmal 2 von 12 Partien gegen Brady gewinnen können. Es sah lange danach aus, als ob es diesmal den 3. Sieg geben würde.

Aber auch im Studio waren sich die Experten einig, dass die Patriots gewinnen (es gab eine abweichende Meinung des Nicht-Experten). Und die Patriots legten sofort los: Nach 1 Minute war der Touchdown erzielt – Running Back Lewis sprintete die letzten Yards durch die Mitte zum 24:25. Ein Wahnsinnsdrive, den Gronkowski mit der Two Point Conversion veredelte.

Die Steelers hatten noch 52 Sekunden Zeit, um zumindest auszugleichen. Der Wahnsinn ging weiter: Ein kurzer Passvon Big Ben auf JuJu Smith-Schuster wurde von dem zu über 60 Yards Raumgewinn umgewandelt. Der nächste Pass von Roethlisberger zu TE Jesse James ließ die Führung zurück zu den Steelers wechseln…Zumindest bis der Video Schiedsrichter die Entscheidung revidierte; James hatte keine komplette Kontrolle über den Ball.

Noch 28 Sekunden Zeit für Pittsburgh und die Steelers versuchten einen Fake Spike. Dachten alle – außer der Patriots Defense. Statt des Spikes versuchte Big Ben einen Pass zum Touchdown – der intercepted wurde von Harmon in der Endzone. Ein Wahnsinnsende, das mich an Super Bowl 49 erinnerte. Unglaublich bitter für die Steelers.

Eine Partie, die ich sehr gerne als AFC Conference Finale wieder sehen würde. Das Spiel hielt alles, was es vorher versprochen hatte.

 

Die Rams dominierten von Beginn an die Partie: Die Defense ließ keinen Raumgewinn der heimischen Seahawks-Offense zu und vorne punktete man zunächst mit zwei Field Goals und nach einem weiten Punt Return konnte direkt im Anschluss Running Back Todd Gurley in die Endzone spazieren. 13:0 früh im Spiel.

Der gleiche Gurley erhöhte mit einem weiteren Touchdown auf 20:0. Von den Seahawks aber auch gar nichts zu sehen, was nicht nur an der Konferenz bei Pro7 Maxx lag. Stattdessen das 27:0 nach einem Pass von Goff auf WR Woods. Nochmal Gurley mit dem Touchdown-Hattrick und zur Halbzeit stand es sensationell 34:0 für die Gäste. Die schlechteste Leistung der Seahawks seit Jahren, die zu keiner Zeit einen Fuß auf den Boden bekamen.

Bei 0:40 gelang dann endlich auch ein Touchdown für Seattle (Wilson auf Wilson – Quarterback Russel auf TE Luke), aber das war auch nur der Ehrentreffer.

Am Ende vernichteten die Rams die Seahawks und sicherten sich damit die NFC West; gleichzeitig bekräftigten sie, dass sie zu den Top 3 der NFC gehören.

 


TV-Kritik #ranNFL Pro7

 

TV-Kritik zu Woche 15

Diesmal eröffneten die bewährten Jan „King of unintentional Comedy“ Stecker und Patrick „Coach“ Esume, bevor für die Premiere der Konferenz in dieser Saison dann Markus Krawinkel, Volker Schenk, Roman Motzkus und Uwe Morawe übernahmen.

Jan Stecker und Patrick Esume erklärten viel für die „Neulinge“. Mich würde mal interessieren, wie viele davon jetzt noch einsteigen zu diesem Punkt der Saison. Und nicht jede Erklärung war wirklich sinnvoll:

Ansonsten das gewohnte Bild: Jan Stecker sorgte für Unterhaltung und das nicht immer gewollt oft ungewollt.

Dazu gabs noch G-Punkte, sich „frei machende Spieler“ und „einer liegt auf dem anderen.“ Das muss man nicht alles „falsch“ verstehen, aber irgendwie ging es anscheinend nicht nur mir so. Unterhaltsam wars auf alle Fälle – sogar die folgende Diskussion:

Die Konferenz brachte dann gefühlt alle anderen Kommentatoren, die #ranNFL zu bieten hat – gleich 4 Mann drängelten sich im Studio.

Was sich zunächst nach einer guten Idee angehört hatte, wurde dank Werbung und unregelmäßigen Einblendungen schnell ziemlich anstrengend. So wurde das Spiel des Jahres bei mir zusätzlich am „2nd Screen“ eingeschaltet und die RedZone von dort verdrängt.

Ich bin absoluter Konferenz-Fan bei Bundesliga/Champions League/Pokal, aber wie nahezu alle Twitteruser in der Timeline fand ich diese Version der Konferenz überfordernd und hatte das Gefühl, zu viel zu verpassen. „Dank“ der vier Kommentatoren konnte man sich auch da auf niemand einstellen. Ich würde es neben die „Publikum im Studio“-Idee in die Ablage legen. One and done.

Einzig Uwe Morawe stach heraus – hauptsächlich durch Lautstärke, was jedoch nur dazu führte, dass man seine Fehler besser hören konnte („Go for 2“). Roman Motzkus musste immer wieder einmal eingreifen, aber das sind wir ja gewohnt; vor allem die Schlussphase überforderte Uwe Morawe sichtlich.

 

 

 

 

 

Helden der Woche 15

Blake Bortles, Quarterback, Jacksonville Jaguars

Ja genau – DER Blake „die Flasche“ Bortles. Die Jaguars fielen nicht in die „Texans-Falle“, sondern spielten überragend auf. 45:7 in einer Partie, in der die Texaner nie auch nur den Hauch einer Chance hatten.

21 von 29 Passversuchen an (eigene) Mitspieler angebracht, nicht eine einzige Interception, 3 Touchdowns und 326 Yards!

Mit so einer Leistung sind die Jaguars ernstzunehmender Geheimtipp in der AFC. Allerdings ist so eine Leistung von Bortles auch sehr sehr selten, so dass man das Ganze nicht überbewerten darf.

Diese Woche waren er und die Jaguars allerdings uneingeschränkt überragend!

Todd Gurley, Running Back, Los Angeles Rams

Eine überragende Partie von Gurley und seinen Rams beim Auswärtsspiel in Seattle. Natürlich hätte man hier das ganze Team aufführen können – oder die Seahawks in der Versager-Kategorie.

Aber Gurley hatte mit 4 Touchdowns und Yards combined einen absolut herausragenden Tag – für Fantasy Football Spieler dürfte er so ziemlich jede Partie gewonnen haben. Alleine 3 TDs holte er in der 1. Hälfte.

In der 2. Hälfte konnten ihn die Rams dann sogar schonen, nachdem die Partie so früh entschieden war.

Eine Wahnsinnsleistung von Todd Gurley und seinen Rams, die zusammen mit den Vikings und Eagles ein sehr spannendes Rennen in der NFC abliefern.


 

Die Versager der Woche 15

DeShone Kizer und die Cleveland Browns

In dem speziellen Fall hat der neue (ich unterstelle alkoholisierte) GM Dorsey wohl Recht gehabt, als er meinte, dass die Spieler in Cleveland nichts taugen. Ich hatte den Pick im April noch gut gefunden – der Kaiser war im Frühjahr auch mal wesentlich höher vor dem Draft gehandelt worden und galt daher als Steal für die Browns. Mittlerweile frage ich mich warum.

Jetzt haben sie noch zwei Chancen, eine 0:16 Saison zu vermeiden.


T.J. Yates, Quarterback, Houston Texans

Das Statement von Yates nach der Partie erinnerte mich ein bißchen an den Spruch von Mike Tyson: „Jeder hat einen Plan – bis er in die Fresse geschlagen wird.“

Das war eine Hinrichtung erster Klasse für die Texans, die zu keinem Zeitpunkt des Spiels so aussahen, als hätten sie auch nur ansatzweise einen Plan gehabt. Yates war irgendwann bei -12 Yards Passing. Mir war nicht bewusst, dass man das schaffen kann.

Eine bodenlose Leistung und die einzige Hoffnung ist, dass DeShaun Watson nächstes Jahr topfit zurückkommen kann.

 


 

Das Twitteruniversum Woche 15

 

Das „Run the table „2 müssen wir jetzt wohl zu Grabe tragen. Schade – wäre wieder eine nette Story gewesen.

He’ll be back – es wird sicher ein noch ein Sequel nächste Saison geben und für alle Footballfans bleibt zu hoffen, dass er es ohne Verletzung durch die Saison schafft!


Ist jetzt nicht mein Team (nicht mal Top 3), aber das hat was… Also los: Pack mas!


Ich hab tatsächlich mein Beitragsbild schon gebastelt gehabt, bevor ran seine Version des Star Wars-Posters rausgehaut hat. Mist. Aber sehr witzige Kommentare von Icke und Patrick Esume 🙂


Sehr schönes Bild und immer noch mein liebster Stadionbesuch (eins der ersten Spiele von Tony Romo – ja, so lang ist das schon her!). Geniale Stimmung und das bei strömendem Regen damals. Auf jeden Fall einen Besuch wert und damals mit 30 Dollar absolut erschwinglich. Nur das Parken vor dem Stadion (50 $) hatten wir uns gespart.

Diesmal war es mit Sicherheit kein Genuss für die heimischen Fans, aber es kommen auch wieder andere Zeiten!


Das war es für Woche 15 – nur noch Weihnachten und Silvester und dann war es das schon wieder für einige Teams.

Danke wieder einmal an „Editor“ @kein_sitzmoebel vom RANDBREITENverlag !

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