Freitag, Juni 14, 2024
Season

Woche 13 mit Falcons vs. Vikings / Saints – Panthers

Kaum zu glauben, dass wir schon wieder in Woche 13 sind! Es geht mit Riesenschritten in Richtung Playoffs. Diesmal gab es zwei reine NFC-Partien im Rennen um die Endrunde.

Nach den Spielberichten zu Atlanta-Minnesota und New Orleans-Carolina gibts Helden und Versager des Spieltags, die Überraschung des Spieltags und das Twitteruniversum.

Spielbericht Atlanta Falcons – Minnesota Vikings

Los ging es mit gleich 2 Faux Pas: Der eine betraf die #ranNFL Übertragung (siehe unten), aber die 2. lief im Stadion schief: Die [itg-glossary glossary-id=“3731″]Hashmarks[/itg-glossary] waren zu eng – und damit falsch – gestreut. Was es nicht alles gibt.

Die Teams waren davon wohl auch verwirrt, denn die ersten 10 Minuten gab es fast nur Flaggen zu sehen. Die ersten Punkte blieben in Atlanta: [itg-glossary glossary-id=“3740″]Kicker[/itg-glossary] Bryant verwandelte aus 38 Yards zur 3:0 Heimführung.

Die [itg-glossary glossary-id=“3619″]Defenses[/itg-glossary] dominierten lange Zeit: Erst nach 11 Minuten Spielzeit kamen die Vikings durch einen Lauf von RB Latavius Murray bis an die 1-Yard-Linie. Running Back McKinnon fing den folgenden Touchdownpass und feierte mit einem „Dirty Bird“, den sonst die Falcons zeigen. 3:7.

Die Birds antworteten aber nur mit einem weiteren Bryant-Field Goal zum 6:7. Die Defense der Wikinger machte es Atlanta alles andere als leicht und so ging es mit einem sehr niedrigen Score von 6:7 auch in die Halbzeitpause. Ein Spiel für Defensivliebhaber (zu denen ich mich nicht zähle).

So ging es auch gleich in der 2. Hälfte weiter: Noch ein Field Goal durch die Falcons (zum 9:7) und weiterhin gelbe Flaggen. Ein Leckerbissen sieht sicher anders aus.

Punkte blieben weiterhin Mangelware bis Anfang des Schlussviertels Minnesotas Quarterback Case Keenum dann Kyle „The redzone reindeer“ Rudolph zum 14:9 fand.

Dann geschah tatsächlich auch noch etwas außergewöhnliches: Matt Bryant verschoss. Case Keenum stellte fest, dass sein Bandwaggon leerer wurde und drehte auf:

Am Ende ein verdienter Sieg für die Gäste. Die Wikinger sind weiter auf dem Kreuzzug mit Kapitän CK (geniale Initialen, wie der Autor meint!). Das First Round Bye rückt Stück für Stück näher; die Falcons dagegen mit einem wohl eher nicht eingeplanten Rückschlag.

(Schöner Headnod an Entourage, eine unserer Lieblingsserien, als wir noch keine Kinder – keinen Football-Nebenjob – und damit Zeit für Serien hatten)


Spielbericht New Orleans Saints – Carolina Panthers

Das Spiel startete gleich wesentlich attraktiver – sprich offensiver – für den gemeinen Fan: Zunächst marschierten die Saints übers Feld und am Ende scorte der künftige Rookie des Jahres Running Back Alvin Kamara zum 7:0 nach einem kurzen Pass und heftigen Hit.

Aber auch die Panthers ließen sich nicht lumpen und klopften umgehend an der Endzone an. Im 3. Versuch sprang Running Back Jonathan Stewart artistisch in die Endzone zum Ausgleich.

Dass das Running Game diese Saison wirklich erste Sahne bei den Saints ist, bewies dann eindrucksvoll Mark Ingram: Ein 72 Yard Lauf brachte New Orleans in perfekte Ausgangssituation (an die Carolina 12) und durfte im übernächsten Versuch auch den Touchdown holen. 14:7 Saints.

Anschließend kam es noch dicker für die Panthers: Punter Palardy verlor unmotiviert und ungetackelt den Ball, versuchte noch einen (nicht erlaubten) Pass und die Saints bekamen in bester Lage erneut Ballbesitz – an der 31 Carolinas. Veteran Julius Peppers von den Panthers sorgte mit einem late Tackle an der Seitenlinie dann dafür, dass die Saints auch wirklich genug Chancen auf Punkte bekamen.

Die Strafe folgte wenige Spielzüge später in Form eines Touchdownpasses von Drew Brees auf Wide Receiver Michael Thomas zum 21:7; dazu überzeugte die Defense mit einem schnellen Stop. Es lief für die Saints… Zumindest bis Josh Hill den Ball fumbelte. Ballbesitz Panthers an der Mittellinie; so schnell kann ein Spiel kippen.

Panthers Rookie Running Back Christian McCaffrey sprintet über die linke Seite an der Außenlinie zum 14:21. Das Momentum wanderte fix auf die andere Spielfeldseite. Damit ging es auch in die Pause; ein Spiel, das wesentlich mehr nach meinem Geschmack war, als die erste Partie.

Spektakulär ging es weiter – allerdings wurde der potenzielle Touchdown der Saints beim Punt Return durch Tommylee Lewis (die Eltern hatten Humor!) zu Beginn des dritten Viertels durch eine Strafe zunichte gemacht. Den Touchdown holte dann erneut Alvin Kamara aus 20 Yards mit einem Lauf, bei dem er mehreren Tackles gekonnt auswich und auf 28:14 stellte.

Es blieb trotzdem offen, auch weil Saints Kicker Will Lutz aus 38 Yards nach rechts verzog. Die Panthers Offensive wurde jedoch gut von der Saints Verteidigung in Schach gehalten. Zu allem Überfluss fumbelten die Panthers auch noch beim Punt Return. Mit solchen Fehlern gewinnst Du zurecht nicht.

Aus 31 Yards klappte es dann auch bei Will Lutz wieder – das 31:14 sicherte endgültig den Sieg. Daran änderte auch ein Touchdown von WR Devin Funchess zum 24:14 nichts mehr. Der anschließende Onside Kick sah kurz spektakulär aus, aber eine Challenge korrigierte die (offensichtiche) Fehlentscheidung der Schiedsrichter auf dem Feld, so dass die Saints den Ball bekamen.

Die liefen die Uhr herunter und konnten in Verbindung mit Spiel #1 so gleich beide Verfolger in der NFC South in Woche 13 distanzieren. Ein enttäuschender Abend für die Panthers, aber dank der Fehler so „verdient“ und trotzdem haben sie noch alle Chancen auf die WildCard-Teilnahme.

 


TV-Kritik #ranNFL Pro7

 

TV-Kritik zu Woche 13

Zunächst starteten Patrick Esume und seit längerer Zeit wieder einmal Björn Werner, gefolgt von Roman Motzkus und Volker Schenk.

Von der Hymne gabs ungeplant nur ca. 30 Sekunden zu hören. Das geht sicher besser.

Ex-Colt Björn Werner immer noch auf der „ich muss verspielten Kredit bei meine-NFL.de“ gutmachen-Tour. Davon weiß er sicher nichts, aber seit seinem in meinen Augen miserablen Auftritt vor Super Bowl 49 ist das ein weiter Weg. Sein Denglisch fiel einer ganze Reihe Usern (und Patrick Eume) auf, aber mich hat das nicht weiter gestört.

Er lieferte auf jeden Fall einige gute Erklärungen ab, was man aber von einem solchen Experten auch wirklich erwarten muss.

Dass beide überrascht waren, wie intense Brady an der Seitenlinie sein kann, spricht nicht für sie. Gabs schon mal bei Bill O’Brien, als der vor vielen Jahren (2011 – ich erinnere mich tatsächlich noch an die Masse an Podcast-Diskussionen am Montag danach) bei den Patriots als Assistent beschäftigt war.

Patrick Esume hielt sich ansonsten gut zurück mit zu viel Entertainmentversuchen. Lediglich ab und an ließ er eine Metapher fliegen.

Anschließend durfte Roman Motzkus mit Volker Schenk ran für das späte Spiel.

Potenziell meine Lieblingscombo, auch wenn sie diese Saison zum ersten Mal gemeinsam vor die Kamera durften.

Roman Motzkus verlangte nach Gin – das Metier von @_Jolene_Jolene; er meinte jedoch Saints Wide Receiver Ted Ginn Jr.; ich mess da wahrscheinlich mit zweierlei Maß, aber in dem Fall machte mir die Aussprache nix aus – genauso wie hier:

Sonst ist ja immer Jan Stecker für die Unintentional Comedy zuständig, aber der hatte an diesem Wochenende frei. Und einer muss ja.

Dafür gabs dann auch noch ein ganz seltenes Duell zu sehen / hören:

Ich höre beiden gern zu, fühlte mich gut unterhalten UND vor allem auch mit Football-Fachwissen versorgt. Mehr will ich gar nicht (ich weiß – ich bin bescheiden). Gerne wieder!

 

 

 

 

 

Held der Woche 13

Frank Gore, Running Back, Indianapolis Colts

Der Titel ist für seine Lebensleistung in Indianapolis und zuvor bei den 49ers. Gefühlt spielt er schon genauso lang, wie ich Football schaue (was angesichts 25 Jahren doch unwahrscheinlich ist). Aber mit Bettis und LDT hat er jetzt absolut keine NoNames in der ewigen Rush Liste überholt.

Einzig der Erfolg seiner Teams blieb die letzten Jahre aus. Aber man kann ihm keinesfalls vorwerfen, dass er sich deswegen nicht voll reinhängen würde.

Glückwunsch Frank The Tank!

Jimmy Garoppolo, Quarterback, New England Patriots San Francisco 49ers

Mit Jimmy G hat man anscheinend für einen läppischen 2nd Rounder das Siegergen nach San Francisco geholt. Lob allenthalben und am Ende führt er sein Team übers Feld, so dass ein Field Goal von Robbie Gould knapp zum 15:14 Auswärtssieg in Chicago reichte.

Statistisch besteht auf alle Fälle noch Luft nach oben (26 von 37 Passversuchen angebracht für 293 Yards bei 0 Touchdowns und einer Interception), aber immer wieder konnte man sehen, dass die Niners wesentlich inspirierter spielten; am Ende wurden Jimmy G und seine Mannen mit dem Sieg „belohnt“, was wohl global gesehen insgesamt eher schlecht ist (jeder Sieg lässt verschlechtert potenziell die Draftposition).

Jedenfalls ein guter erster Auftritt und die Zukunft der 49ers sieht wieder goldener aus.


 

Die Versager der Woche 13

Die Tampa Bay Buccaneers

Auch ich hatte große Hoffnungen für die Buccs. Auf dem Papier und im Fernsehen ( [itg-glossary glossary-id=“3636″]Hard Knocks[/itg-glossary] ) sah das wirklich gut aus mit dieser Offense und einer Defense um [itg-glossary glossary-id=“3645″]DT[/itg-glossary] Gerald McCoy. Aber der alte Spruch „That’s why they play the games“ passt auch hier wieder hervorragend: Auf dem Feld passt wenig zusammen und so verliert man sogar gegen Brett Hundley – wenn auch nur nach Verlängerung.

4-8 ist bei diesem Team absolut nicht akzeptabel und ein größeres Ausmisten nach der Saison (Coaches, GMs) würde mich nicht verwundern.

Punter Michael Palardy, Carolina Panthers

Da muss ich ehrlich sein: Den Namen hatte ich bewusst noch nie gehört. Vielleicht, weil er Punter ist und man die als notwendiges Übel halt akzeptiert. Blöd wird es, wenn es mal nicht läuft: Zuerst fiel Palardy der Ball einfach aus der Hand, was ich so auch seltenst gesehen hatte, und dann puntete er im 3. Viertel auffallend kurz.

In engen Spielen, wie das wohl eines gewesen wäre, kann so etwas den Unterschied machen.

Er spielt seine 2. Saison bei den Panthers, aber viele solcher Spiele kann er sich sicher nicht erlauben. Sonst wird es auch nie ein Bild von ihm bei Twitter geben (jedenfalls fand ich keines).


Überraschung der NFL Woche 6

 

Baltimore Ravens – Detroit Lions 44:20

Philipp Bence und ich (kleiner Insider für die Hörer des #231 – B.C. Report im GTL-Format feat. @meine_NFL) waren uns nicht sicher, wie das Spiel laufen könnte. Dass die Ravens jedoch so aufspielten, hätten wir wohl beide nicht gedacht.

Eine schnelle 20:0 Führung, die bis zur Halbzeit hielt und nach kurzem Zittern (2 Touchdowns im 3. Viertel) zerlegte man im Schlussabschnitt die Lions, bei denen Quarterback Matthew Stafford verletzt vom Feld musste.

Running Back Alex Collins mit 2 Touchdowns (bei 98 Yards combined) und sogar Joe Flacco schaffte es, ohne Interception zu bleiben. Mit 7-5 sind die Ravens jetzt gut aufgestellt im Playoff-Rennen.


 

Das Twitteruniversum

So viel gab das Twitteruniversum diesmal gar nicht her. Mit am interessantesten bzw. ungewöhnlichsten für den Gelegenheitsbetrachter waren sicher die außergewöhnlichen Schuhe für einen guten Zweck. Dem wollte sich nicht mal der „Imperator“ Bill Belichik verschließen:

Ich persönlich finde die Vegas-Edition am besten gelungen, aber von mir aus könnten die Spieler das jede Woche tragen; allerdings hat da die NFL (No Fun League) etwas dagegen. Und die sozialen Projekte würden wohl auch nicht so ins Rampenlicht treten, als wenn man das in einer Woche komprimiert.


Rob Gronkowski mit einem sogenannten „Ellbow Drop“, den er sich beim Wrestling abgeschaut hat. Geht natürlich gar nicht und ich hoffe, dass er auch suspendiert wird.

Und zwar genau für 4 Spiele. Ein paar davon gewinnen die Patriots zur Not auch ohne ihn und er wäre endlich einmal fit für die Playoffs.

Roger – übernehmen Sie! Diesmal gäb es im Gegensatz zu #DeFlateGate auch mal einen Grund!

Leider wird Roge, wie wir Freunde ihn nennen, mich wieder einmal enttäuschen.

Wie immer.


Ich fand Joe Thomas schon immer lustig – und der „Wetterreport“ bestätigt mich einmal mehr. Überragender Mann 🙂


Das war es für Woche 13 – es steht nur noch ein Rückblick auf diesen Spieltag mit Bence im Let’s talk Football Podcast an (vermutlich Dienstag Abend Aufnahme und Veröffentlichung am frühen Mittwoch Morgen).

Ansonsten danke fürs Dabeibleiben und bis nächste Woche!