Dienstag, April 23, 2024
Season

Woche 12 mit Atlanta – Tampa Bay

Nachdem es Donnerstag Abend / Nacht schon drei Spiele der Woche 12 aufgrund Thanksgiving gab (die Kolumne hier: Link ), folgt heute der Rest. Die Bye Weeks sind für diese Saison durch, so dass trotzdem genug Spiele übrig sind.

Den Auftakt macht der amtierende NFC-Champion Atlanta gegen ein stark enttäuschendes Team aus Tampa Bay; anschließend folgt mit Los Angeles Rams vs. New Orleans Saints der Kracher des Spieltags; dazu wie immer TV-Kritik zu #ranNFL, Helden und Versager des Spieltags und natürlich das Twitter-Universum. Los geht’s!

Spielbericht Atlanta – Tampa Bay

Die Falcons kamen mit dem Rückenwind eines Auswärtssieg im prestigeträchtigen Monday Night in Seattle, die Buccaneers boten anstatt des verletzten (und bisher nicht effektiven) Quarterback Jameis Winston Backup Ryan „Fitzmagic“ Fitzpatrick auf.

Klarer konnten die Rollen kaum verteilt sein.

Trotzdem holten die Buccaneers durch [itg-glossary glossary-id=“3740″]Kicker [/itg-glossary]Murray aus 39 Yards die ersten Punkte, nachdem man zuvor vor allem mit RB Doug „Muskelhamster“ Martin übers Feld gelaufen war.

Die Falcons antworteten ihrerseits mit einem [itg-glossary glossary-id=“3665″]Field Goal[/itg-glossary] aus 49 Yards, nachdem man kontrolliert übers Feld gekommen war. Nach der explosiven Offense des Vorjahres sah es aber (noch) nicht aus.

Die kam dann zu Beginn des 2. Viertels: Nicht QB Matt Ryan, sondern WR Mohamed Sanu sorgte für einen 51 Yard Pass auf WR Julio Jones aus der Wildcat-Formation. Unglaublich und damit 10:3 für die Falcons.

Sanu hatte am College (Rutgers) noch Quarterback gespielt und das zeigte er jetzt bereits mehrfach in der NFL.

Aber es kam noch dicker für die Buccaneers: Ein sträflich freier Julio Jones imitierte einen landenden Jet und berührte mit dem Ball den Pylon zum 17:3.

Von den Buccaneers gabs offensiv weiterhin wenig zu sehen – für die Highlights sorgte die Falcons Offense, aber zumindest gelang den Bucs noch ein zweites Field Goal zum 17:6 aus 27 Yards, nachdem WR Mike Evans in der Endzone einen Pass beim Tackle nicht festhalten konnte.

Die Falcons konterten ihrerseits mit einem Field Goal und zur Halbzeit schien die Partie bei 20:6 entschieden, wenn es sich nicht um die 28-3 Falcons handeln würde.

Die erhöhten gleich nach der Pause auch noch durch einen Run von RB Coleman auf 27:6, bevor den Buccaneers auch endlich ein Touchdown per Lauf durch RB Peyton Barber gelang. Der spielt im 2. Jahr bei den Bucs und erzielte hier seinen 2. Karrieretouchdown; „nur noch“ 27:13 Falcons.

Die Bucs waren jetzt endgültig im Spiel angekommen – erst Recht, als sie zu Beginn des Schlussabschnitts durch einen weiteren Touchdown von Barber auf 27:20 verkürzten. Die Falcons langsam aber sicher wieder im PTSD-Panikmodus.

Dann fumbelte auch noch Falcons RB Terron Ward tief in der eigenen Hälfte. Geschichten, die nur der Sport schreibt und alle, die sich über das zu wenig spannende Spiel beschwert hatten, hatten wohl auch den Super Bowl im Februar verpasst. History repeats itself.

Dann wurden die Bucs allerdings übermütig: Sie spielten einen 4. & 1 in Field Goal Reichweite aus und versuchten einen langen Pass durch die Mitte. Der klappte überraschenderweise nicht und der Ballbesitz wechselte zurück zu den Falcons. Zusammen mit dem Momentum.

Plötzlich lief die Falcons-Offense wieder erfolgreich über Julio Jones (stand hier schon bei 253 Yards und 2 TD!) und Tampa der Musik hinterher. Den Todesstoß direkt nach dem Two Minute Warning setzte dann Falcons RB  Tevin Coleman zum 34:20.

Die dümmliche Entscheidung bei 4. & 1 rächte sich und kostete den Bucs den potenziellen Ausgleich und damit die Siegchance.

Eine verlorene Saison für Tampa Bay; die Falcons mit 7-4 mittlerweile wieder voll auf Playoff-Kurs.

Spielbericht Los Angeles Rams – New Orleans

Zwei der positiven Überraschungen der Spielzeit trafen aufeinander: Weder die Los Angeles Rams noch die New Orleans Saints hatten die Experten vor der Saison im Rennen um den jeweiligen Divisionsieg gesehen – und beide führten jetzt die Tabelle an.

Die Rams eröffneten in einem eindrucksvollen Drive den Punkteregen: WR Sammy Watkins fing den Touchdownpass von Jared Goff und stellte so auf 7:0; dann gabs noch ein Field Goal und im ersten Viertel schon 10:0 Rams.

Allerdings konterten die Saints mit einem weiten Touchdownrun von Rookie RB Alvin Kamara, dem der Titel „Rookie des Jahres“ immer sicherer scheint (und mein finanzieller Verlust dank Wetten auf Kareem Hunt – gibts den noch? – und Leo Fournett). Nur noch 10:7.

Bei den Rams fand Jared Goff anschließend Rookie Cooper Kupp an der linken Seitenlinie; dessen Verteidiger Kenny Vaccaro hatte sich eine gedanklich Auszeit genommen und ein Päuschen eingelegt und so den weiten Raumgewinn ermöglicht. Am Ende gab es den Touchdown von WR Reynolds zum 17:7.

Es folgte jeweils ein Field Goal, aber ansonsten ließ das Tempo im 3. Viertel merkbar nach.

Im Schlussabschnitt gabs zumindest mal einen schönen Hürdensprung von Alvin Kamara zu bewundern:

Am Ende dieses Drives stand ein Field Goal von Saints Kicker Will Lutz zum 23:13. Dabei blieb es auch eine ganze Weile, weil die Offense der Saints nicht so explosiv war wie zuletzt.

Stattdessen standen die Rams knapp 4 Minuten vor dem Ende noch einmal vor der Endzone der Saints und zwangen die Gäste dazu, ihre Timeouts zu verbrennen. Kicker Greg „The Leg“ Zuerlein holte ein Field Goal und erhöhte so auf 26:13.

Die Saints hatten ja erst kürzlich ein verloren geglaubtes Spiel gegen Washington aus dem Feuer gerissen, aber es sah diesmal nicht so aus. Bis die Saints durch einen weiteren Touchdown auf Kamara verkürzten auf 26:20. Plötzlich musste ein Onside-Kicker her und die Spannung war zurück. Der gelang aber nicht, so dass die Rams abknien konnten für ihren 8. Saisonsieg.

Die Saints mit Niederlage #3 mitten im engen NFC-South Rennen.

 


TV-Kritik #ranNFL Pro7

 

TV-Kritik zu Woche 12

Den Auftakt begleiteten wieder einmal Jan Stecker und Patrick Esume, gefolgt von Uwe Morawe und Roman Motzkus für Partie #2.

Ich habs diesmal nur mit einem halben Ohr mitbekommen, weil nebenher noch der Spielbericht zu Eagles-Bears entstehen musste Spielbericht Eagles-Bears. Aber die Eskalation von Jan Stecker beim Quarterback-Sneak entging mir nicht:

Ansonsten wie gewohnt ein paar nette Vergleiche und Umschreibungen von Patrick „mein-Vorname-ist-nicht-Coach“ Esume (hat er im unterhaltsamen Interview bei Bayern 3 verraten).

Icke mit einem ungewollt unterhaltsamen Auftakt – aufgrund einiger Wortverbuxler. Das kennt man sonst nur von Jan Stecker, war aber nett anzusehen.

Bei Spiel #2 wars wie immer: Roman Motzkus höre ich sehr gerne zu (noch lieber aber, wenn das Stadion ein Dach und Türen hat) – da stört auch Uwe Morawe nicht. Allerdings musste ich nebenher wieder einiges erledigen, so dass ich wieder nur halb aufmerksam war.

Beide übersahen aber die Interception im letzten Viertel zunächst. Irgendwie zweifelt man da immer kurz an sich selbst, aber wurde dann doch aufgelöst.


Helden Woche 12

 

 

 

 

Helden der Woche 12

Julio Jones, WR, Atlanta Falcons

Mein Französisch ist trotz 3 Jahren mühseliger Versuche ziemlich bescheiden (Standardsatz: „Je ne parle pas francais“). Ganz im Gegenteil zu dem überragend eingefangenen Julio Jones bei seinem 2. Touchdown.

Nur Fliegen ist schöner.

Ansonsten bewies er mit 253 Yards (!!!) und 2 Touchdowns nachdrücklich, warum er zusammen mit Antonio Brown als das Top-Duo der NFL-Wide Receiver gilt.

Carson Wentz, Quarterback, Philadelphia Eagles

Carson Wentz steht hier stellvertretend für das gesamte Team in einer Cinderella-Saison. Er schaffte gegen die Bears erneut 3 Touchdownpässe, brachte 23 von 36 Pässen für 227 Yards an – und spielte wieder einmal fehlerlos (0 Interceptions / Fumbles).

Gepaart mit einer sehr guten Defense lassen die Eagles ihre erfolgshungrigen Fans vom ersten Super Bowl überhaupt träumen.

 


Versager Woche 12

 

 

 

 

Die Versager der Woche 12

Michael Crabtree, Gabe Jackson / Oakland Raiders

Aquib Talib / Denver Broncos

https://twitter.com/NFLonFOX/status/934901648010330112

Kaum, dass das Spiel der Raiders gegen die Broncos begonnen hatte, war es für einige schon wieder vorbei:

Eine Massenschlägerei, ausgelöst durch die dämlichen Aktionen von Talib und Crabtree, führte zur Disqualifikation der beiden Hitzköpfe. Gabe Jackson hatte noch einen Schiedsrichter berührt, was auch gar nicht geht in der NFL. Auch er durfte duschen gehen.

Sei es durch die Frustration an beiden Standorten, die sich beide viel mehr von der Saison versprochen hatten, oder ob sich nur die beiden mir schon immer unsymphatischen Spieler nicht leiden konnten oder oder oder… Ich bin gespannt, wie die Strafen ausfallen werden. Aber keiner der Genannten hat seinem Team einen Gefallen getan.


Überraschung der NFL Woche 6

 

Kansas City Chiefs – Buffalo Bills 10:16

Die Chiefs verschludern einen starken Saisonstart. Klar kann man die ein oder andere Niederlage „wegdiskutieren“, aber gegen die Bills zuhause mit deren Leistungen zuletzt musst Du gewinnen, wenn Du in die Playoffs willst.

Jetzt stehen sie bei 6-5 und die ganzen schönen Siege wie der Auftakt bei den Patriots waren „für die Katz“ (wie man bei uns sagt).

Kareem Hunt, nach 8 Wochen schon gesetzt für den Titel zum Rookie des Jahres, schafft diesmal mit 12 Touches ganze 26 Yards. Alex Smith spielt wieder wie der Alex Smith der letzten 10 Jahre. Der Leading Receiver hat 41 Yards.

Das reicht nicht mal gegen ein biederes Bills-Team. Und war für mich absolut nicht zu erwarten.


Twitteruniversum Woche 12

 

Das Twitteruniversum

Natürlich kann man auch den Sturmtruppen salutieren. Sehr nett 🙂


Schön, dass zumindest solche Jubel wieder erlaubt sind – und bei den Eagles gibts ja im Moment wirklich genug zu bejubeln.


Immer noch ein Klassiker aus der ersten All or nothing – Staffel. Dieser lustige Teil fehlte einfach bei Staffel 2.

Ich hoffe trotzdem inständig auf eine Staffel 3.


Genialer Tweet: Philip, der Held vom Donnerstag, wird bestimmt tatsächlich so reagiert haben und plötzlich sind die Chargers wieder voll im Rennen nach Woche 12.


Noch was mit Wetten zum Schluss. Eigentlich ist es ganz einfach: Gegen die Browns und auf die Patriots.

Ich bin leider nicht klug genug.

Das wars für Woche 12. Kommende Woche gibts am Dienstag wieder mal ein Interview!

Danke an Euch fürs Lesen und danke an @kein_sitzmoebel vom Randbreitenverlag fürs Korrekturlesen!