Woche 9 mit Giants-Eagles und Packers-Colts

Vorwort

Nach der etwas anderen Vorwoche gibts diesmal die Kolumne im gewohnten Aussehen. Den Spielbericht zu Giants – Eagles findet Ihr wieder einmal bei football-aktuell ( http://football-aktuell.de/cgi-bin/news.pl?artikel=147847513810111011&rubrik=10 ), den zum zweiten Spiel (Packers-Colts) dann hier.

Dazu wie immer TV-Kritik (diesmal sehr ausführlich), Twitteruniversum und mehr!

Heute ist übrigens der sogenannte „Salute to service“, bei dem die NFL die Armeeangehörigen ehrt. Bei uns sowieso undenkbar, aber bei den Amerikanern gehört Patriotismus natürlich dazu.

Umso größer der (berechtigte) Aufschrei im Vorjahr, als herauskam, dass die super-patriotische NFL sich für die Messages bezahlen ließ. Als man ertappt wurde, überwies man reumütig einen Teil des Geldes zurück. Trotzdem bleibt ein mehr als fader Beigeschmack.

Spielbericht Giants – Eagles

Den TRIUMPH (ich bin da anderer Meinung) gibts hier nachzulesen:

http://football-aktuell.de/cgi-bin/news.pl?artikel=147847513810111011&rubrik=10 (sorry – die Links spinnen; liegt an WordPress)

 

Spielbericht Packers – Colts

Returner Jordan Todman gleich mit dem Kickoff-Touchdown…den man nicht live sehen konnte (siehe TV-Kritik). 0:7 – immer beruhigend, so ein Polster.

Aaron Rodgers mit guten Pässen, aber die Colts Defense hält. Ein Halbsatz, den man selten schreibt bei Spielen von Indianapolis. Nur ein Field Goal zum 3:7 aus Heimsicht.

Luck dann prompt mit einer Interception in der eigenen Hälfte. Kapital konnten die Packers nicht draus schlagen – Mason Crosby verzog einen machbaren 48 Yard Versuch nach links.

Der „Glücks Andi“ hätte sich fast noch eine Interception geleistet, aber es ging gerade nochmal gut. Glück gehabt der Andi. Am Ende des Drives stand sogar Touchdown #2 durch RB Frank Gore. 14:3 – eine überraschend hohe Führung der Colts gegen Ende des ersten Viertels.

Ums nicht zu deutlich werden zu lassen, warf der Andi gleich nochmal zu Ha-Ha Clinton-Dix. Anscheinend war heute schon wieder World Interception Day und keiner hats mir gesagt.

Diesmal wurde auch ein Touchdown draus – und zwar ein schöner: Jordy Nelson schnappte sich vor dem heranfliegenden Passverteidiger Darius Butler links in der Endzone den Ball. Nur noch 10:14 zum Ende des ersten  Viertels.

Die Special Teams der Packers klappten erneut nicht: Jordan Todman kam erneut bis zur Mittellinie. Auch hier ein Field Goal Versuch am Ende – und Adam „sieht aus wie Mitte 60, ist aber erst 43“ Vinatieri verwandelt zum 17:10. Wie immer. So geht das Crosby, Aguayo und Co!

Dann stockten beide Offenses – und HaHa Clinton-Dix holte sich nebenher einen Sack. Bis dahin der Mann des Spiels für die Packers.

Die Colts schafften 11 Sekunden vor der Hälfte sogar nach zwei super Pässen von Andrew Luck noch einen weiteren Touchdown durch WR Donte Moncrief zur überraschenden 24:10 Halbzeitführung.

Die Szene Mitte des dritten Viertels dann, als Aaron Rodgers zunächst um sein Leben lief, dann eine Holding-Flagge gegen die Packers flog und Rodgers eine Interception in die Endzone warf. Allerdings lief DE Zach Kerr ungebremst in Rodgers, was folgerichtig eine Strafe wegen unnötiger Härte nach sich zog. Vermutlich wäre Kerr noch mehr gescholten worden, wenn Rodgers sich nicht prompt sofort noch eine Interception geleistet hätte.

Allerdings konnte die Defense Rodgers aus der Patsche helfen und sofort einen Punt erzwingen. Am Ende gabs nicht zuletzt dank einiger ungewohnt schlechter Entscheidungen von Rodgers nur ein Field Goal zum 13:24 – gleichzeitig der Stand nach dem dritten Viertel.

Die Packers wie so oft in dieser Saison offensiv ungekannt schwach. Dafür packte Andrew Luck einen weiten Pass aus, der fast bis an die Redzone der Packers ging.

Es vollendete 10 Minuten vor dem Ende Running Back Frank Gore mit seinem zweiten Touchdown zum 31:13, nachdem sich vorher die Packers eine dümmliche Holding-Strafe geleistet hatten.

Die Packers Offense mit Rückstand und (Zeit-)Druck antwortete: gut 2 Minuten dauerte es bis zum Fang von Davante Adams zum 19:31. Der Two Point Versuch mit einem Pass zu Adams misslang jedoch.

Die Colts nahmen zwei Minuten von der Uhr und Aaron Rodgers führte seine Offense wieder aufs Feld. Und das klappte plötzlich richtig gut, weil die Colts auf ihre altbekannte – nämlich nicht vorhandene – Defense umstellten.

Am Ende fing Randall Cobb – nach erneut ungefähr 2 Minuten. Nur noch 26:31 mit 3:29 auf der Uhr.

Dann wollte ich schon meckern, als die Colts drei Mal hintereinander warfen und im dritten Versuch Luck fast gesackt wurde. Irgendwie fand er trotzdem seinen Wide Receiver zum First Down und ließ Aaron Rodgers auf der Bank.

Auch ein 3 & 2 im Anschluss wurde durch einen weiten Pass zum First Down verwertet und so geriet der Sieg für die Packers außer Reichweite. Andrew Luck kniete noch diverse Male ab und brachte so den Sieg unter Dach und Fach.

Die Packers mit unübersehbaren Problemen können kein Kapital aus der vorherigen Niederlage der Vikings schlagen; durch den Sieg der Detroit Lions entwickelt sich ein Dreikampf in der NFC North um den Divisionsieg.

Die Colts bleiben dagegen dran – ein sehr wichtiger Sieg für die Colts.

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TV-Kritik

Spiel 1 wurde von Jan Stecker und „Coach“ Patrick Esume begleitet.

Jan Stecker hatte etwas Probleme mit der Aussprache von „Odel“ Beckham Junior. In Bayern etwas schlecht mit der Odel-Betonung. Richtig übel wurde es, als er ernsthaft Eli seinem Bruder Peyton vorziehen wollte im QB-Ranking.

Esume schaute wie Mesut Özil und urplötzlich war Werbung mitten im Satz. Anschließend ruderter Stecker zurück…wahrscheinlich wurde er mal kurz geohrfeigt. Zurecht.

Außerdem sorgte seine Artikelwahl bei Interception für Beschwerden:

https://twitter.com/gone_jackal/status/795333261643939840

Ich gehör auch zu der Mehrheit, die „die“ Interception bevorzugt. Allerdings sag ich auch „der Draft“ und das wird mir regelmäßig in „die Draft“ editiert.

Mir gehts übrigens ähnlich wie DjBonsai…Sorgen mach ich mir nicht um die Qualität der Übertragungen, wenn Buschi dann mal bei RTL / Sky ist. Er war sicher gut als Zugpferd, um neue Zuschauer zu generieren, aber es läuft auch ohne ihn:

So ganz ohne Phrasen kommt allerdings Patrick Esume trotzdem nicht aus:

Passend zu mehr Werbung und weniger Icke in dieser Saison . Dauerte bis kurz vor Ende des ersten Viertels, bis man ihn zum ersten Mal sah. So gesehen passt die Schlagzeile schon:

Zwischenrein verzweifelte er, weil sein Internet dauernd „down“ war. Kenn ich das Problem…

Beim zweiten Spiel gabs Florian Schmi-So Sommerfeldt und Roman Motzkus.

Und gleich ein unverzeihlicher Fauxpas: die Regie verhindert die Übertragung des Auftakttouchdowns und zeigt stattdessen die Zusammenfassung von Vikings-Lions zu Ende. Die Timeline explodierte – zurecht:

Gegambelt und verloren.

Schmi-So eskalierte beim Spiel „seiner“ Packers wieder wesentlich mehr als sonst diese Saison. Prompt gingen auch die Beschwerden über die Lautstärke wieder nach oben.

Dafür schaffte er es tatsächlich am Status von Roman Statistikgottzkus zu kratzen, als er eine Statistik von ihm verbesserte. Da müsste jetzt schon wieder der Mesut Özil Smiley rein (einfach dazu denken).

Den Moment sollte er sich virtuell einrahmen.

Zudem hatten sie DIE Randstory mit Eule @frieda_ontour ! Der Besitzer hat Muskelschwund und schickt seine Eule auf Reisen. Die war schon in sehr vielen NFL- bzw. Star-Händen (u.a. Richard Sherman, The Rock) und jetzt auch in der Sendung bei Roman Motzkus:

Sehr schöne Sache!

Was mich auch begeistert hat, war die #Mannequinchallenge der Giants. Einfach mal googeln!

Helden…

TE Jason Witten, Dallas Cowboys, 134 Yards, 1 TD

Der alte Mann (34) kanns noch, auch wenn sich die Rookies #Zak Prescott und Zeke Elliott die Ehre ebenfalls verdient hätten. Aber der Kumpel vom fast schon vergessenen Tony Romo zeigte, dass er es durchaus noch drauf hat.

Die Browns hatten von Beginn an keine Chance in diesem Spiel und Witten hatte großen Anteil daran.

…und Versager

K Brian Boswell, Pittsburgh Steelers

Ladies and Gentleman, es hat etwas gedauert und war nicht unumstritten (Blair Walsh wollte auch), aber mit diesem Onside Kick geht der sowieso schon vielkritisierte Kicker der Steelers in die Geschichte ein:

Ich hätte ihn spätestens an der Seitenlinie entlassen.

Icke hielt „Rabona“ wohl für einen Fußballer – und ich hätt als Fußballer auch darauf getippt. Aber nein – Max Fritzsching klärt uns auf:

Wieder was gelernt! Danke!

 

Twitteruniversum

Das war zu Beginn des Spiels – und irgendwie treffend.


 

Da musste ich auch zwei Mal hinschauen, als die Szene im Red Zone Channel eingespielt wurde 🙂


 

Oh nein. Die Katze ist aus dem Sack 😉


Möchte mal wissen, ob Squirrelman nen Bruder hat. Den hab ich nämlich 2011 in London bei den Bears bewundern dürfen (kleiner Hint: überm „B“):

 

 

 

 

 

 

 

 

War auch damals der Star und wurde mit „Squirrel, squirrel“-Sprechchören gefeiert. Waren aber wohl weniger als 125 Yards…

Das wars für Woche 9! Danke fürs Dabeibleiben!