Woche 13 mit Ravens-Dolphins und Steelers-Giants

 

Vorwort

Der Kampf um die Playoffplätze ist in vollem Gange und alle vier beteiligten Teams hatten vor ihren Spielen noch mehr oder weniger gute Karten.

Unter der Woche gab es schlechte Nachrichten bezüglich eines Spiels in Deutschland – oder besser gesagt keine: Anfang November hatte der NFL-Verantwortliche für die International Series, Mark Waller, noch erklärt, dass man keine Teams mehr finden würde, die ein Heimspiel abgeben wollen, um das hierzulande auszutragen.

Jetzt hat die Liga verkündet, dass nächstes Jahr 4 Spiele in London ausgetragen werden statt bisher 2. Das bedeutet zum einen, dass das mit dem abgegebenen Heimspiel offensichtlich Quatsch ist und zum anderen, dass die NFL wohl die Installation einer festen Franchise (London Sewerrats) einer Austragung in Deutschland vorzieht. Sehr schade eigentlich, aber man muss die Liga ja nicht immer verstehen … oder gut finden.

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Spielbericht Ravens-Dolphins

Nach längerer Zeit gabs wieder mal die Dolphins zu sehen, die mit einer beeindruckenden Siegesserie von 6 Spielen in Folge anreisten.

Die Ravens starteten stark und bereiteten der Defense der Dolphins Probleme mit kurzen Pässen auf 6 verschiedene Ballfänger. Am Ende war es Running Back Terrance West, der einen 3-Yard-Pass von Flacco zur 7:0 Führung verwandelte.

Die Dolphins holten aus ihrem ersten Drive keine Punkte, weil Kicker Franks aus 46 Yards deutlich links verzog.

Die Ravens dagegen nicht zu stoppen: nach einem erneut starken Drive vorwiegend mit Pässen von Flacco legte Baltimore einen Touchdownpass auf TE Dennis Pitta drauf zum 14:0.

Als dann endlich mal die Dolphins so etwas wie einen guten Drive schafften, wurde der Ball in der Endzone von den Ravens in Person von Webb abgefangen – bzw. WR Parker aus den Händen gerissen.

Alles nicht so schlimm, weil sich Joe Flacco umgehend ein Beispiel an Tannehill nahm und ebenfalls zum Gegner warf – in dem Fall Byron Maxwell. Trotzdem fanden die Fins abgesehen von ein paar Läufen durch Jay Ajayi offensiv kaum statt.

Ein rabenschwarzer Tag bislang (Headnod an @BanKamF) für Miami. Und der ging weiter, als Dennis Pitta kurz vor dem Two Minute Warning einen weiteren Pass von Flacco zum Touchdown verwandelte. 21:0 Raben und mit einem Field Goal 4 Sekunden vor der Halbzeit aus 55 Yards erhöhten sie sogar noch auf 24:0. Eine perfekte Halbzeit.

Den Film (Wolf of Wall Street) sollte man übrigens nicht wie ich im Zug auf dem Laptop schauen…zu viel nackte Haut für die (fremden) Kinder daneben.

Zurück zum Spiel: das lief zu Beginn der zweiten Hälfte mal etwas besser für die Dolphins (schlechter ging eh nicht)…bis Tannehill bei einem abgefälschten Ball dann Ex-Charger Eric Weddle fand. Der bei den Ravens spielt. Ging also doch noch schlechter.

Zwar gabs zu Beginn des letzten Viertels noch einen „Ehren-Touchdown“ von den Fischen (ja, ich weiß…), aber spannend wurde es trotzdem nicht mehr.

Daher schaltete die Redaktion zum Spiel der Falcons gegen die Chiefs. Für mich die bessere Wahl, aber Twitter explodierte – mit gemischten Eindrücken. Aber das war im Vorjahr nicht anders. Mir persönlich gibt so ein „Blowout“ nichts – das Ding war durch.

Das 6:38 war auf jeden Fall ein Dämpfer für die Playoffhoffnungen der Dolphins, die Ravens konnten sich entspannt das folgende Spiel der Konkurrenz aus Pittsburgh anschauen…

Spielbericht Steelers-Giants

Die Steelers rennen mit einer 6-5 Bilanz den Ravens hinterher und die Giants bringen einen fragwürdigen 8-3 Record mit in die Steel City.

Zunächst kein Erfolg auf beiden Seiten und die ersten Punkte gab es erst durch eine Strafe gegen die Giants wegen Holdings in der eigenen Endzone. 2:0 Steelers und Ballbesitz. In irgendeinem Casino freut sich bestimmt ein Wetter, dass „erste Punkte durch Safety“ bei einer 50er Quote stimmte.

Der automatische Ballbesitz Steelers brachte einen weiten Pass auf TE Ladarius Green und dadurch auch noch ein Field Goal des neuen Kickers Randy Bullock (der war früher mal in Houston) aus 44 Yards, so dass es mit 5:0 in die Pause nach dem ersten Viertel ging, das ansonsten eine ganze Reihe Drops auf Seiten der Steelers gesehen hatte.

Eli packte dann wieder einen patentierten Eli aus: direkt an der Endzone der Steelers fand er einen Gegenspieler -LB Lawrence Timmons in diesem Fall – für eine wichtige Interception.

Die Steelers schlugen Kapital aus diesem erneuten Fehler und Antonio Brown fing den Touchdown zum 11:0, da die Two-Point-Conversion scheiterte.

Durch ein Field Goal ging es letztendlich mit einem 14:0 in die Halbzeitpause.

In der zweiten Hälfte besuchten die Giants noch einmal die RedZone der Steelers und spielten 1 Yard vor der Endzone den 4. Versuch aus…incomplete und Pittsburgh bekam den Ball zurück.

Die Giants Defense wirklich ganz passabel, aber bis dato kaum Unterstützung von der Offense. Das änderte sich, als die Steelers in Person von Le’Veon Bell fumbelten und die Offense durch einen schönen Screen auf RB Jennings auf nur noch einen Touchdown Rückstand verkürzte.

Die Steelers antworteten prompt, indem sie das Feld schnell mit Läufen von Bell und guten Pässen überbrückten; am Ende fand Big Ben seinen Tight End Ladarius Green zum 21:7 mit gut 3 Minuten auf der Uhr im dritten Viertel.

Anschließend beschwerte sich Odell Beckham Junior ein ums andere Mal und wollte so eine Strafe wegen Pass Interference gegen die Steelers herausholen. Klappte nicht. Er hat da schon einen gewissen Ruf.

Eli leistete sich später noch eine Interception in einem 4. Versuch und man konnte das Eli-Face bewundern; im nächsten Drive gleich noch ein Sack durch gefühlt alle 11 Steelers Verteidiger im 4. Versuch…die Offense war einfach zu schlecht heute.

So ging der 24:14 Sieg Pittsburghs, nachdem WR Sam Shepard noch einen Garbage Touchdown erzielen durfte, auch absolut in Ordnung und man bleibt damit den Ravens auf den Fersen.

Für die Giants warten mit Dallas und Detroit zwei starke Gegner zu Hause in den kommenden beiden Wochen.

 

TV-Kritik

 

Wie zuletzt kommentierten Frank Buschmann auf seiner Abschiedstour und Patrick Esume das 1. Spiel. Immer noch nicht meine Lieblingscombo, aber langsam können sie nur noch positiv überraschen. Dachte ich ursprünglich.

Frank Buschmann (5):

Wie zuletzt immer der Mann für viel rund um das Spiel und damit außerhalb des Spielfelds. Das kann man mögen, muss es aber nicht. Allerdings anfangs deutlich zurückgeschraubt und so kam auch nicht so viel Kritik wie bei den Partien in den vergangenen Wochen.

In der zweiten Halbzeit gab er sich aber Mühe, das umzukehren (Coach Esumes Modelinie z.B.) und endgültig unerträglich wurde es, als er launig die (richtige) Entscheidung verteidigte, das Spiel zu wechseln. Bestimmt fands irgend jemand lustig. Für mich klangs wie ein beleidigtes Kind.

Ab und an bau ich mal einen eigenen Tweet ein – und der hat glaub die meisten Likes jemals bekommen (was einiges sagt):

Die Abschiedstournee dauert ja nicht mehr allzu lang.

Patrick Esume (3-):

Gleich mit einem Fauxpas zu Beginn – könnte man in einer Spielvorbereitung schon mitbekommen haben, dass Running Back Justin Forsett entlassen wurde. Vor ungefähr zwei Monaten.

Er rechtfertigte das später, dass er noch nie einen Fehler gemacht hätte. Spontan kann ich nicht das Gegenteil beweisen 😉

Später wurde dann „Footage“, also Bildmaterial, das man vor den Spielen studiert (falls man nicht Jeff Fisher heißt), als etwas zu essen bezeichnet. Auch nur knapp vorbei.

Leider etwas wenige Erklärungen diesmal und dann noch die überraschende Einbindung in die Übertragung des Chiefs-Spiels zum Schluss; das hat er allerdings ohne Vorbereitung wirklich gut gemeistert.

Florian Schmidt-Sommerfeld aka Schmiso (-):

Der wurde überraschend „eingewechselt“, als der Ravens-Sieg feststand. Stattdessen gab es noch Chiefs bei den Falcons. Ein Kurzeinsatz nach einiger Drohnenabstinenz ohne Wertung (aber natürlich mit Eskalation).

Christoph Icke Dommisch (2-):

Nachdem die Frage öfter kommt und immer eine gern genommene Möglichkeit ist, meine Interviews mit Icke zu promoten (hier und hier), war ich durchaus angetan, etwas mehr Licht ins Dunkel zu bringen. Aber nur ein klein wenig:

Ansonsten natürlich das alte Problem:

Dafür viel Lob von mir für die Entscheidung, umzuschalten. Keine Ahnung, inwieweit der Footballchefredakteur da mitredet, aber ich schreib ihm die Entscheidung gut 🙂

Spiel 2 dann mit Jan Quarterbacksneak Stecker und Volker Schenk.

Jan Stecker (3):

Der lähmende „wir haben ein Footballspiel“-Spruch musste von ihm kommen, nachdem die erste Partie einfach zu deutlich war. Er brachte ihn auch gleich 2 Mal in 2 Minuten, was es erst nicht besser macht.

Wenn man sich mal an „Rözzelsbörger“ gewohnt hat, gings ganz gut.

Ansonsten sehr solide Leistung – schon wieder. Mittlerweile kann ich ihm richtig gut zuhören.

Volker Schenk (2):

Die Stimmengleichheit mit Mehmet Scholl hab ich hier schon mal erwähnt, aber kann sich sicher keiner mehr dran erinnern, daher nochmal:

Ich mag Scholl – der hat mich mal gegrüßt *g* – und deshalb ein Bonuspunkt für Volker Schenk.

Auch sonst fand ich seine begeisterte Art nicht übertrieben und das Zusammenspiel mit Jan Stecker klappte gut.

 

Helden

RB Jordan Howard, Chicago Bears, 117 Yards, 3 TD

Das Match der Bears gegen die 49ers wurde im Vorfeld als Endspiel um den Second Overall Pick im kommenden Draft bezeichnet. Jordan Howard hat nachdrücklich bewiesen, dass er auch in Zukunft der Starting Running Back der Bears bleiben sollte – vor der Saison war das noch Jeremy Langford, aber mittlerweile spricht kaum mehr jemand von dem.

Da kann man auch mal sein Waiver Budget verballern und sich den Spott der „Kollegen“ einfangen…This one’s for you Bence and Philipp 🙂

Tom Brady, Quarterback, New England Patriots

Der Grund, warum ich 2001 Patriots-Fan wurde; seine vom Backup zum Super Bowl Sieger Geschichte hab ich hautnah mitverfolgt. Also ein Bandwagon Fan erster Stunde.

 

 

Eff you Roger.

Versager

QB Colin Kaepernick, San Francisco 49ers, 1/5 für 4 Yards

Er wurde lange gefordert, nachdem er vorher mit politischen Statements aufgefallen war.

Im Spiel gegen eine Mannschaft, die sicher nicht besser ist, schaffte er (im Schnee allerdings) ganze 4 Passyards vor seiner Auswechslung. Allerdings möchte ich die 20 Laufyards nicht unterschlagen, die er noch hatte.

Anspruch und Wirklichkeit liegen bei ihm kilometerweit auseinander. Ich bin gespannt, wo er nach seiner Entlassung im Februar als Backup anheuert bzw. ob sich ein Team diese Kopfschmerzen antun will.

Glückwunsch auch für den folgenden Rekord, den Colin Nudelarm Kaepernick aufgestellt hat:

Die Überraschung

 

New Orleans vs Detroit 13:28

Die Lions wollen mit Macht die NFC North und diesmal lagen sie zum ersten Mal überhaupt nicht zurück im letzten Viertel. Ein überzeugender Sieg in einem der lautesten Stadien der Liga – das hätte ich überhaupt nicht erwartet vorher.

QB Matthew Stafford mit guten Statistiken (341 Yards, 2 TD, 0 INT) und WR Golden Tate mit 145 Yards und 1 Touchdown, dazu drei Interceptions der Defense.

Der Weg in die Playoffs wird wohl nur über Detroit in der NFC North führen.

 

Twitteruniversum

Es wird kalt – und das ist gut so (wenn man im Warmen sitzt!):

Da kann man sich ruhig mal einen Wolf / Fuchs / Hund auf den Kopf schnallen…


Passend dazu auch noch der Username – ein perfekter Tweet. Wer damit nix anfangen kann: einfach mal Tunsil und Gasmask googeln.

2 Gedanken zu „Woche 13 mit Ravens-Dolphins und Steelers-Giants

  • 18. Februar 2018 um 17:52
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