WildCards – Pittsburgh vs. Miami

Die Vorschau für die Partie gab es bereits HIER zu lesen, wer eine Einleitung braucht !

Spielbericht

Es war wie erwartet frisch (aka saukal) in der Steel City – was aber Steeler Ryan Shazier nicht davon abhielt, sich oben ohne warm zu machen:

Die Steelers durften starten – und wie: perfekt getimte Pass Plays, ein paar Le’Veon Bell Läufe und nach nicht einmal 3 Minuten stand es 7:0. Dank guter Blocks konnte WR Antonio Brown über links die Seitenlinie entlang bis in die Endzone sprinten.

Ein Auftakt nach Maß für den BVB der NFL.

Im Gegensatz zu den Dolphins, die sich ein kurzes 3&Out leisteten.

Die Steelers ließen dagegen den Fuß am Gaspedal – Antonio Brown zum 2.: erst den Cornerback abgeschüttelt (der zu Boden rutschte) und dann noch den Safety ausgetanzt…119 Yards und 2 Touchdowns noch im ersten Viertel. Unbelievable !

Brian Billick mit seiner Meinung:

Die Langform: „Stick a fork in them“ – zu deutsch: „das war der Sargnagel.“

Alle Welt hat auf die Steelers gesetzt – das Handicap endete bei -12.5; ich bin mir ziemlich sicher, dass in Vegas kollektiver Jubel in den Sportsbooks herrschte.

Zumindest konnten die Fins noch im 1. Viertel ein Field Goal nach ein paar ganz annehmbaren Pässen von Moore erzielen. 14:3.

Das wars aber schon wieder mit der Herrlichkeit für die Fische: die Defense erinnerte so ein bißchen an Drehkreuze an Stadioneingängen. Einfach mal durchlaufen, dann verschwinden die Arme schon.

In dem Fall profitierte Le’Veon Bell in „seinem“ Drive davon, der seinen Touchdown über 26 Yards erlief…dachte man. Das Video Replay nahm den Touchdown wieder vom Board, da ein paar Zentimeter beim Kontakt des Ellbogens mit dem Boden fehlten.

So musste er noch zwei Mal laufen und mit einer Challenge den Touchdown erkämpfen. Anschließend stands dann zurecht 20:3 – nur Kicker Boswell doinkte seinen Kick noch an den rechten Pfosten.

Aus lauter Verzweiflung wollten die Fins gleich den Ball wieder fallen lassen beim Kickreturn. Ging gerade noch gut. Anschließend gab es sogar einen Griff in die Trickspielzugkiste: ein Fake Punt sorgte zumindest für ein First Down –

    .

    Allerdings wurde dann Fischequarterback Matt Moore von Bud Dupree regelrecht abgeschossen. Ein helmet-to-helmet Hit vom feinsten (aka unfairsten). Ein kurzes Handgemenge und die vorläufige Auswechslung von Moore waren die Folge.

    Aufs Feld durfte T.J. Yates mit einem 1. & 25 (aufgrund des Handgemenges)…und nach einem Spielzug wieder runter. Irgendwie schaffte es Moore sich wieder aufs Feld zu schleppen. Respekt!

    Zumindest für ein weiteres Field Goal reichte es (20:6), aber der Tweet traf es bis dahin sehr gut:

    Big Ben wollte natürlich auch nicht hinter den beiden anderen B’s zurückliegen…er brachte seine ersten 10 Versuche an.

    Der 11. wurde dann fast abgefangen, aber landete noch bei Jesse James; beim 12. wars dann endgültig soweit: Interception durch Safety Michael Thomas. Das einzige Highlight bis dahin für Miami.

    Das zweite folgte prompt mit einem weiten Pass auf Devante Parker über 37 Yards bis tief in die RedZone der Steelers direkt vor der Halbzeit.

    Natürlich wäre ein Touchdown nach dem bisherigen Steelverlauf…ähem Spielverlauf nicht gerecht gewesen und so ließ sich Matt Moore durch einen Strip Sack von James Harrison den Ball klauen. 20:6 zur Halbzeit.

    Die zweite Hälfte begann ähnlich: ein halbwegs gut aussehender Drive…und Matt Moore fumbelt zu den Steelers. So gewinnst Du gegen keinen NFL-Gegner.

    Den Steelers war wohl auch aufgefallen, dass man nur noch mit 14 vorne lag. Deutlich zu wenig nach dem Spielverlauf. Kurz wurde ernst gemacht, aber es reichte nur für ein Field Goal. Trotzdem bzw. deswegen dann 23:6 Mitte des dritten Viertels.

    Anschließend wieder mal ein Turnover von Matt Moore; der warf diesmal zu Ryan Shazier von den Steelers. Drei Turnover (2 Fumbles, 1 Interception) in Folge für Moore. Er wollte wohl Connor Cook noch den Rang ablaufen für den schlechtesten Quarterback der WildCards.

    Die Steelers schafften es dann beim Field Goal Versuch die Dolphins zum Frühstart zu bewegen – Lippett sprang über die Line…nur der Ball hatte sich noch nicht bewegt.

    Bell holte sich nach dem fälligen First Down seinen 2. Touchdown. 30:6.

    Zumindest gabs mal nur einen Turnover on Downs, nachdem die Dolphins einen 4. Versuch erfolglos ausspielten. Zur Abwechslung weder Interception noch Fumble von Moore. Aber auch nicht besser.

    Das Spiel letztendlich genauso einseitig wie man vorher erwarten konnte (man höre die Podcast-Previews mit @DerFootballTalk und dem @kennercast).

    Die Dolphins schafften zumindest einen Garbage Touchdown mit 6 Minuten auf der Uhr zum 30:12, nachdem die Two Point Conversion misslang. Backup Running Back Damien Williams durfte sich freuen. Hurra.

    Big Ben leistete sich schließlich seine 2. Interception. Trotzdem gabs natürlich keine wirkliche Spannung mehr. Das Spiel endete auch in der Höhe verdient mit 30:12.

     

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    TV-Kritik

    Die erste Partie am Sonntag auf/bei/in Sat.1 wurde von Florian „SchmiSo“ Schmidt-Sommerfeld und Volker „Schnellsprecher“ Schenk kommentiert.

    Zunächst herrschte kurz Panik bei mir: der Hotel-TV kannte um 18:25 Uhr genau 30 Sender und keiner davon war Pro 7 Maxx. Allerdings kann er nach einem Sendersuchlauf jetzt 380…und ich konnte NFL schauen. Puh – die Katastrophe gerade noch abgewendet. Vermutlich nicht so toll für den Hoteltechniker, der das wieder korrigieren darf bei meiner

    Florian „Schmi-So“ Schmidt-Sommerfeld (3-):

    Durfte sofort beim Touchdown der Steelers eskalieren. Was mir gar nicht aufgefallen war, aber dann dank der Timeline aufgepasst…und gut, dass ich nicht eingestiegen bin:

    Er tat sich ein bißchen schwer mit der Bewertung des Dupree-Hits an Moore. Zunächst lange gefeiert und dann kam doch das schlechte Gewissen durch, nachdem es durchaus nach einer Verletzung von Moore aussah.

    Sehr symphatisch, wie er seine Oberkörperform („wie Big Ben, nur kleiner – das wollt Ihr nicht sehen“) kommentierte.

    Ich umgehe übrigens den zugegeben sehr schwer auszusprechenden „Rözzelsberger“ mit „Big Ben“. Machen die Amis ja auch so und man kann sich kaum versprechen 😉

    Seine Leistung litt an ein paar Versprechern bzw. Verwechslungen (Bell und Brown zu Beginn; Chris Hogan und Michael Floyd bei Patriots-Spiel).

    Volker Schenk (2):

    Der sprach heute gar nicht mal so schnell und so konnte nicht nur ich ihm gut zuhören.

    Der Held des Spiels

    WR Antonio Brown, Yards, 2 TD

    Er entschied das Spiel quasi schon im ersten Viertel mit seinen beiden Touchdowns. Bell brachte es mit seinen beiden Touchdowns nach Hause. Eine tödliche Kombination und ich bin mehr als gespannt, wie das kommende Woche in Kansas City gegen eine der besten Defenses der Liga aussehen wird.

    Brown gehört auf jeden Fall zu den besten 3 Wide Receivern der Liga (Julio? ODB?) und zementierte diesen Status erneut.

    Dazu dann noch Bell – die Chiefs dürften zittern.

     

    Der Versager des Spiels

    QB Matt Moore, 289 Yards, 1 TD, 1 INT, 2 Fumbles, gefühlte 8 Sacks

    https://twitter.com/ronnief71/status/818190112836227072

    Die Tweets wurden immer lustiger – nur den Anhängern der Dolphins wird es nicht gefallen haben.

    Moore spielte spätestens seit seinem Hit schlechter als Flipper. Drei Drives in Folge endeten mit einem Turnover, der von ihm verschuldet war. Katastrophal.

    Schlechter hätte es T.J. Yates auch nicht gemacht.

    Zum Schluss hin, als die Partie entschieden war, fand er zur Abwechslung seine Receiver. Zu wenig und zu spät.

     

    Twitteruniversum


    Das könnte ein Bild bei mir zu hause sein. Allerdings dauerts noch ein wenig, bis ich sie infizieren kann.

    Aber die ersten Versuche laufen: „Du musst ins Bett oder kannst noch ein wenig mit Football schauen…“


    Damit bye bye Dolphins und ab nach Green Bay!