Samstag, Mai 18, 2024
Season

NFC Finale: Falcons-Packers

Vorwort

Wer die Vorschau verpasst hat, kann die hier nochmal nachlesen: LINK

 

Spielbericht

Das wirklich aller-allerletzte Spiel im Georgia Dome, nachdem man ja eigentlich davon ausging, dass die NFL-Zeit der Falcons dort vorige Woche endet und man in Richtung Dallas/Texas reisen muss.

Durch die Niederlage der Cowbyos kommt man also unerwartet zu einem Bonus-Abschiedsspiel der alten Heimat.

Zunächst die gute Nachricht für die Packers und ihre Fans: Jordy Nelson konnte (trotz 2 gebrochener Rippen) auflaufen.

Atlanta durfte vorlegen. Ein einfacher Drop von WR Gabriel war schon fast das Einzige, was nicht klappte. Ansonsten ein super Drive mit einem Flip zu Sanu am Ende, als MVP „Meg Ryan“ auch hätte selbst gehen können. 7:0.

Die Packers antworteten sofort mit einem weiten Pass auf Jordy Nelson, der beim Tackle sicher seine Rippen gemerkt haben dürfte. Bei 3.&4 kam ein Verteidiger durch und erzwang so einen Field Goal Versuch. Das verzog Mason Crosby aber, so dass es beim 7:0 blieb.

Atlanta also mit der Chance sofort zu erhöhen und tat dies nach einem weiteren dominanten Drive mit einem 28 Yard Field Goal von Bryant zum 10:0 am Ende des ersten Viertels.

Aaron Rodgers musste liefern – und tat dies auch. Gelaufen wurde erst gar nicht. Stattdessen folgte Pass auf Pass. Als doch einmal gelaufen wurde kurz vor der Endzone, verlor Ripkowski den Ball. Den freien Ball sicherte sich Atlanta, aber man konnte zumindest über einen Safety diskutieren, als aktiv in die Endzone gerutscht wurde. Wurde jedoch als Touchback gegeben.

Atlanta Mitte des 2. Viertels wieder im Angriff und zügig in der RedZone der Packers. Defensiv bis dahin nichts von Green Bay zu sehen.

Matt MVP Ryan erlief den Touchdown dann gleich selbst und das absolut problemlos für 14 Yards. 17:0 und eine Demontage bis dahin.

Die Packers bereits im „No Huddle Modus“. Trotzdem wieder nur ein 3&Out. Die Falcons wolltens wohl spannend machen und schenkten fast den Ball her. Der erste Punt Atlantas war die Folge.

Rodgers musste zum zweiten Mal ungestraft spät einen harten Hit kassieren. Macht es sicher nicht leichter bei diesem Rückstand. Vor lauter Schrecken fiel Rodgers nach einer Mini-Berührung schon für den Sack um. Es lief nichts für Packers in der ersten Hälfte.

Dann folgte noch innerhalb der zwei Minuten eine Interception bei einem weiten Pass von Rogers. Es lief überhaupt gar nichts für die Packers bis dahin.

Auch eine mögliche Interception auf der anderen Seite gelang irgendwie nicht.

Julio Jones machte das Komplettdebakel mit seinem Touchdown zum 24:0 komplett perfekt.

Die Packers durften dann in Hälfte zwei starten. Konnte ja nur besser werden. Aber einen Drop, einen Fast Sack und einen Punt später waren wieder die Falcons dran.

Und Julio Jones schaltete den Turbo an. Ein Wahnsinns-Touchdownlauf über mehr als das halbe Feld mit zwei Stiffarms.

Un-fucking-believable (ich darf F-Bombs einbauen – ist meine Seite *g*) !

31:0 Atlanta. 31:0 !!!

Tatsächlich schafften es die Packers mit 9 Minuten auf der Uhr, auch einen Touchdown zu erzielen: Davante Adams fing den kurzen Pass zum 31:7.

Trotzdem hörten die Packers nicht auf, negativ zu überraschen: ein Onside Kick wurde wegen Spielverzögerung mit einer Flagge versehen. Ein Kick!

Die Falcons-Maschine lief hingegen unbeiirt weiter. Ein weiterer Wahnsinnscatch von Julio Jones und eine Pass Interference in der Endzone später standen sie schon wieder an der Endzone der Packers.

Den anscheinend obligatorischen Touchdown besorgte Freeman, wobei der Extrapunkt vergeben wurde. Angesichts einer 37:7 Führung absolut verkraftbar.

Nachdem Rodgers seine Receiver auch im Stich ließen, lief er kurzerhand selber für 28 Yards. Too little, too late heißt das bei den Amis. Anschließend sah es nach einer weiteren Interception aus, aber zumindest das konnte noch abgewendet werden.

So erzielten sie zum Ende des 3. Viertels noch einen weiteren Touchdown zum 15:37 durch Nelson, da auch die Two-Point-Conversion gelang. Den Onside Kick hätte Sanu dafür fast zum nächsten Touchdown zurückgelaufen.

Den besorgte kurz darauf Coleman absolut mühelos mit einem Lauf über links. 44:15.

Auf gaben die Packers nicht, aber eng wurde es natürlich nicht mehr. Mitte des letzten Viertels konnten sie zumindest noch die Punkte 16-21 auf die Anzeigetafel bringen mit einem Pass zu Cook und missglückter Two-Point-Conversion.

Glückwunsch.

Vor allem aber an die Atlanta Falcons zum mehr als verdienten Einzug in den Super Bowl!

Das Brotherhood der Falcons darf seine Sachen packen und zum Super Bowl nach Houston in zwei Wochen reisen. Green Bay darf auch seine Sachen packen. Und nach Hause fahren.

 

 

Vor der Fernsehkritik gibt es wie beim großen Broadcaster eine Werbung – bei mir allerdings nur eine! Diesmal  als Trost für das Shirt des MVP ab Woche 11:

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TV-Kritik

Zum wohl drittletzten Mal gab es die Kombination Frank Buschmann und Patrick Esume zu sehen (falls beide auch den Pro Bowl bestreiten).

Frank Buschmann (3):

Soll noch einer sagen, dass sich Frank Buschmann nicht vorbereitet. Oder zumindest sein Ghostwriter / Praktikant!

Was ihm und Esume entging, war die Diskussion, ob es sich nach dem Ripkowski-Fumble und der anschließenden Sicherung um einen Safety oder einen Touchback handelte.

Dann unterstellte er Stecker, dass er schon zu alt für den Führerschein ist. Keine Ahnung, wie weit die beiden alterstechnisch auseinander sind, aber die Reaktion von Jolene ist absolut vorstellbar:

„Ich bin nicht der Typ für Senderwechsel“ war ein Brüller und auch ansonsten fand ich ihn schon deutlich schlechter.

 

Patrick Esume (2):

Wollte die Uhr von der Zeit nehmen. Fand ich nett. Ansonsten außer der verpassten Safety-/Touchback-Diskussion mehrheitlich fehlerlos.

Christoph „Icke“ Dommisch (3-):

Gleich mit einem Versprecher: Samuel L. Jackson ist Usher-Fan (statt Falcons-Fan)…kann aber durchaus sein.

Selten zu sehen – und bei / in / auf Sat. 1 siezte er uns plötzlich. Kaum nicht mehr auf dem unbekannten Spartensender, schon fremdelt er. Bin mir auch fast sicher, dass es die Stroh-Geschichte (meine liebste non-Football-Story diese Saison) da nicht ins TV geschafft hätte.

Helden…

WR Julio Jones, Atlanta Falcons, 180 Yards, 2 TD

Zwei Catches waren der absolute Wahnsinn: ein 73 Yard Lauf nach kurzem Pass von Matt Ryan ist wohl kaum zu toppen; mit einem Stiff Arm einen Verteidiger wie eine lästige Fliege zur Seite gestoßen und den Turbo gezündet.

Er ist einfach ein lebendes Highlight-Video.

Dazu passte auch der Catch oben: zwischen zwei Verteidigern, die ihn auf den Kopf drehen…und plötzlich liegen die beiden Packers am Boden und Julios steht auf und zeigt First Down an.

Unglaublich.

…und Versager

Green Bay Packers Defense

Die waren zu keiner Zeit im Spiel und hatten mehr Löcher als ihr Käseeck.  Sagenhaft, wie schnell die Atlanta Falcons Maschine über das Feld düsen konnte und ein ums andere Mal mühelos diese Löcher fand.

Twitteruniversum

Joa, das wars dann wohl. Auf jeden Fall eine schöne Story gewesen (bei ESPN gabs die ganze Erklärung dazu). Ich hätte sicher etliches rausgezogen und wär zumindest mit etwas Plus raus, aber jeder wie er es für richtig erachtet.


Kurz und knackig zusammengefasst! Wobei noch ein paar Ellbow Drops auf den am Boden liegenden Käsewürfel gefehlt haben.


Aaron wird wohl nicht vor Ort sein. In der Bachelorette-Serie hieß es, dass sie seit Jahren keinen Kontakt hatten.

Gab letzte Woche auch ne New York Times Story dazu. Aber klappt halt nicht in jeder Familie…


 

Und gleich fliegts noch beim AFC-Finale!