Donnerstag, April 18, 2024
Season

AFC Finale: Patriots-Steelers

Vorwort

Wer die Vorschau verpasst hat, kann die hier nochmal nachlesen: LINK

Spielbericht

Die Patriots eher ungewohnt im Angriff zu Beginn der Partie. Und wie! Mit zwei Pässen kamen die Pats sofort in die RedZone – vor allem dank einer hervorragenden Körpertäuschung von Julian Edelman.

Gostkowski sorgte mit einem 31 Yard Field Goal für die ersten Punkte der Partie.

Die Steelers antworteten vorwiegend mit RB Le’Veon Bell, mussten aber punten – genauso wie die Patriots nach einem kassierten Sack im 3. Versuch.

Den ersten Touchdown durfte dann Chris Hogan für die Patriots erfangen, als Brady ewig Zeit im 3. Versuch hatte und Hogen kilometerweit frei in der Endzone stand. 10:0.

Bell wurde zu Beginn des zweiten Viertels aufgrund Verletzung durch DeAngelo Williams ersetzt; trotzdem oder vielleicht sogar deswegen lief es prompt besser im Angriff für die Steelers.

Williams erlief auch den ersten Touchdown der Steelers zum 10:6, nachdem Kicker Chris „Wizard of Boz“ Boswell – der Held der Vorwoche – seinen Extrapunkt verzog.

Die Steelers hatten weiter Probleme, Chris Hogan auf ihrem Radar zu lokalisieren. Der durfte dann auch bei einem Flea Flicker seinen zweiten Touchdown fangen! 16:6.

Mitte des 2. Viertels waren die „Killer-Bs“ dank der Rückkehr von Bell kurzzeitig komplett, aber nach nur einem Spielzug humpelte er wieder vom Feld.

Big Ben Roethlisberger schien das nicht zu stören – er komplementierte Pässe auf allen Seiten. Hamilton ließ einen Touchdownpass fallen,  aber Jesse James bügelte das dann aus. Dachte man zunächst, aber er war gerade so zu kurz. Einfaches Ding…

…aber nein: die Patriots D hielt die Steelers aus der Endzone und so musste nur ein Field Goal kassiert werden.

Zur Halbzeit stand es damit 17:9.

Die Steelers begannen mit dem Ball, aber ohne Punkte und ohne Le’Veon Bell, der nicht mehr eingesetzt werden konnte.

Im folgenden Drive der Patriots mussten die Steelers eine fragwürdige 15 Yards Strafe gegen Ryan Shazier hinnehmen – die bis dahin erste der Partie. Brady hatte anschließend bei einem Quarterbacksneak Glück, dass sein potenzielles Fumble nicht vom Videobeweis erkannt werden konnte. So verbrannten die Steelers eine Challenge inklusive Timeout und der Drive ging weiter.

Stephen Gostkowski konnte aus 47 Yards antreten und mit 20:9 auf ein Two Score Game stellen.

Die Steelers brauchten langsam, aber sicher einen Touchdown; das gelang nicht: zwar kam man zügig in die Hälfte der Patriots, aber am Ende stand doch wieder nur ein Punt. Die Patriots Defense durchaus solide bisher.

Die Offense New Englands brachte Pittsburgh dann endgültig unter Zugzwang mit unter 3 Minuten im 3. Viertel: erfolgreiche Pässe auf Edelman und Develin und am Ende erlief LeGarrette Blount einen Touchdown gegen sein Ex-Team. 27:9.

Für Pittsburgh kam es sofort noch dicker: Eli Rogers fumbelte tief in seiner Hälfte und Rob Ninkovich sicherte sich den freien Ball. Die Strafe folgte auf den Fuß und Julian Edelman – wie Chris Hogan so oft vorher  kilometerweit frei – erhöhte auf 33:9…nachdem Gostkowski ein Jahr nach seinem persönlichen AFC Final Fiasko wieder mal einen PAT daneben setzte.

Die Steelers schnell mit Pässen an die Endzone der Patriots, aber vier Versuche reichten nicht für einen Touchdown. Der nächste Goal Line Stand und ein sogenanntes Turnover on Downs.

Blount durfte laufen und der Sand in der imaginären Sanduhr rieselte unablässig nach unten. Es folgte auch gleich noch eine Interception von Big Ben, der natürlich jetzt mehr riskieren musste.

Auch das zweite Spiel wurde damit zum Blowout. Mir wars recht.

Brady baute seine Serie gegen Mike Tomlins Steelers aus: mittlerweile 22 Touchdowns bei 0 Interceptions in 7 Spielen – und nebenher noch ein Franchise Rekord heute:

Hamilton durfte für die Steelers noch einen Garbage Touchdown aus 30 Yards fangen. 36:17 „nur noch“ – gleichzeitig der Endstand.

On to Houston 🙂

Glückwunsch an mein Team und ich möchte so gern Roger Goodell sehen, wie er die Lombardi Trophy mit eingefrorenem „Lächeln“ an Bob Kraft übergeben muss. Ich kann noch träumen.

Wie die Steelers vom nächsten Titel, aber war trotzdem eine geniale Saison der Steelers.

Vor der Fernsehkritik gibt es wie beim großen Broadcaster eine Werbung – bei mir allerdings nur eine! Diesmal für ein terrible Towel als Trost für die Steelers Fans; eine Institution der NFL:

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TV-Kritik

Die Partie Nummer 2 gab es mit den ehemaligen GFL-Helden Jan Stecker und Roman Motzkus.

Jan „Quarterback-Sneak“ Stecker (2):

Freute sich über seinen Lieblingsspielzug wie ein Kind an Weihnachten und auch sonst – vor allem in der Combo mit Roman Motzkus – für mich absolut erträglich. Das war letzte Saison des Öfteren anders.

Auch wenn er wieder das ein oder andere verbuchselte.

 

Roman „Statistikgott“ Motzkus (2):

Das fiel gleich einer ganzen Reihe Leute auf. Ich geh dem ganzen bei Gelegenheit auf den Grund 😉

Auch nicht komplett fehlerfrei, aber für mich immer noch der GOAT, was die #ranNFL-Crew angeht. Schön die Spielzüge erklärt, kein Geschrei, aber trotzdem mit Begeisterung an den richtigen Stellen.

Helden…

WR Chris Hogan, Patriots, 180 Yards, 2 TD

Wie wir im Vorschau Podcast schon besprochen hatten: die Patriots schaffen es immer wieder, andere Spieler als Topreceiver einzubauen. Diesmal war es Chris Hogan, der zuvor in vier Jahren bei den Bills ganze 6 Touchdowns und gerade mal 950 Yards geschafft hat.

Irgendwie schafft es Bill Belichik immer wieder, Spieler zu finden, die sonst kein Mensch auf der Rechnung hat. Egal, was sie vorher gemacht haben.

 

Für Hogan auf jeden Fall der beste Tag seiner bisherigen Karriere und sicher besser als die 3 Lacrosse-Tore 2009.

 

Twitteruniversum

Für mich der Greatest of all time (bis irgendwann der nächste kommt). Aber ich hör mir gern auch andere Meinungen an…und halte es wie Werner Lorant: „Das ist eine Demokratie. Jeder darf seine eigene Meinung haben. Aber nur meine zählt.“

 


 

Das Video hat mit dem Spielausgang bestimmt nichts zu tun. Aber war ne nette Story und ihm wird sowas nicht mehr passieren.


Und irgendwo in Afrika freuen sich bald einige Menschen über „Green Bay Packers NFC-Champions“ Klamotten. Da waren auch die Bills Anfang der 90er eine Dynastie mit 4 Super Bowls in Folge!

 


Und noch ein letzter Tritt. Wer sich weit aus dem Fenster lehnt…muss damit rechnen, dass er nach unten fällt.

Eine schöne Golfwoche damit an Le’Veon Bell. Und kleine Erinnerung: diesmal vielleicht die Finger vor den Drogentests mal vom Marihuana lassen, damit nicht wieder die ersten 3-4 Spiele der 2017er Saison fehlen.