Super Bowl LII – Patriots vs. Eagles

Der Tag der Tage war da – Super Bowl LII stand an und erneut mit „meinen“ Patriots, was außerhalb New Englands sicher den wenigsten gefiel. Dazu die Eagles, die ich als Kolumnist für den Huddle betreuen darf. Für mich eine absolute win-win Kombination.

Nach einem Abend im Sportsbook in Las Vegas 2016 (der Bericht hier: LINK ), 2017 wieder zu Hause auf der Couch vor dem TV, ging es diesmal mit der Bahn zur Super Bowl Party der Frankfurt Universe. Doch dazu später mehr – und zum Grill, den es von deren Hauptsponsor Char-Broil zu gewinnen gibt.

Mit den Eagles und Patriots stehen zwei Teams im Finale, die es auf jeden Fall verdient haben, was ja gefühlt nicht in jedem Jahr so ist.

Die Aufteilung meiner Kolumne ist diesmal anders: Der Spielbericht rutscht an den Schluss, da ich davon ausgehe, dass das Spiel eh jeder gesehen hat und er dank unzähliger Tweets wie immer relativ lang wurde. Aber jetzt gehts los!

Die Hymne

Mir läuft es immer noch kalt den Rücken herunter, wenn ich an die Interpretation von Lady Gaga bei Super Bowl 50 denke, die den Countrystar Luke Bryan im Vorjahr meilenweit in den Schatten stellte.

Leslie Odom Jr (Teil des Hitmusicals „Hamilton“ – wusste ich nur dank #followerpower) startete mit „America the Beautiful“. Das dauerte erwartet lang, aber singen kann der Mann.

Auf Pink war ich mehr als gespannt – schließlich hatte ich im Vorjahr ein Vermögen investiert, um sie in der Berliner Waldbühne zu sehen (siehe P!nk in Berlin). Sie enttäuschte damals keineswegs…

Ihre Kinder versuchten sie noch mit einer Grippe anzustecken (was sie am Vortag in einem sehr lustigen Instagram Post teilte), aber das klappte nur bedingt – natürlich wollte Pink bei diesem absoluten Lebenshighlight am Start sein.

Als die Kamera dann zu ihr schwenkte, sah es so aus, als ob sie einen Kaugummi aus dem Mund nehmen würde. Später wurde aufgeklärt, dass es ein Hustenbonbon gegen ihre Erkältung / Grippe war. Das Ding hat auf jeden Fall geholfen – die Interpretation kam an die von Lady Gaga vor zwei Jahren heran (und alle meine Wetten darauf stimmten…).

Worauf sicher wieder genug Leute starrten: Alle Spieler standen zur Hymne. Bei den Patriots war ich mir nicht nur aufgrund des Namens sicher gewesen, dass keiner auf die Knie gehen wird, aber bei den Eagles war ich unschlüssig.

Das wurde natürlich umgehend wieder von dem republikanischen und noch weiter rechten Rand in den USA als Trumpscher Erfolg verkauft.

Politik ödet mich immer mehr an.

Halftime Show Justin Timberlake

Dank der Wette „erster Song“ hatte ich noch mehr Interesse als sonst am Halftime Act. Das verflog dann auch relativ schnell. Damit habe ich offensichtlich kein Glück.

Das Lied erkannte ich nicht, aber dank #followerpower konnte mir geholfen werden: Mit „Filthy“ ging es los und für mich persönlich war es eine der schlechteren Super Bowl Halftime Shows dieses Jahrtausends („The Who“ lag ähnlich weit neben meinem Geschmack). Zumindest der Prince-Tribut war nett.

Das Kind, das nebenher ein Selfie von sich und JT fertigte, schien ähnlich desinteressiert zu sein am Auftritt wie ich.

Universe Super Bowl 52 SB52

Bei mir stand allerdings noch ein Highlight an: Die Verlosung des großen Char-Broil Gasgrills in der Halbzeit. Am Ende gewann ein Fan im Eric Decker-Gedächtnistrikot! Soll noch einer sagen, dass die Jets immer leer ausgehen… Ein Mann und sein Grill.

Die Party der Frankfurt Universe

Die fand in einer Bar namens „Louisiana“ statt – eine halbe Stunde zu Fuß vom Bahnhof entfernt. Die Schlange war auf jeden Fall beeindruckend und die 180 Tickets im Vorfeld wohl innerhalb kürzester Zeit ausverkauft gewesen. Geniales Essen, genug Leinwände und lauter Footballfreaks. Genau mein Ding.

Moderiert wurde das Ganze von Marco Schwarzer, der das zum Glück nicht übertrieb, sondern seine Auftritte gekonnt über die Bühne (bzw. hinter der Bar) brachte.

Geschätzt befanden sich neben 30 % Patriots Anhängern noch 5 % Eagles-Fans vor Ort plus 65 % Patriots-Gegner. Die Stimmung passte auf jeden Fall und ich habe zumindest nicht mitbekommen, dass es Probleme gegeben hätte (auch hier wieder: Beim Fußball undenkbar). Mit den glücklichen Eagles-Fans unterhielt ich mich noch kurz zum Abschied. Sie waren mit die Ältesten bei der Veranstaltung und so ein bißchen konnte ich mich der Dame im T.O. Trikot freuen.

Ein paar Impressionen von einem diesbezüglich mehr als gelungenem Abend:

 

Das Char-Broil Gewinnspiel zum Super Bowl

X200 Grill2Go

Es gibt tatsächlich einen Grill zu gewinnen, der perfekt fürs Tailgating ist! Zur Verfügung gestellt von der Firma Char-Broil (Applaus und danke!), dem Hauptsponsor der Galaxy Universe! Zu gewinnen gibt es den perfekten Tailgate-Begleiter (den Text hab nicht ich mir ausgedacht):

Char-Broil Grill2Go® X200 – Grillspaß für unterwegs

Mit dem neuen Grill2Go X200 aus dem Hause Char-Broil® kann man endlich überall problemlos ohne Flammenbildung grillen. Tailgating-Freaks wissen: bei manchen Dingen darf man keine Abstriche machen. Bier muss kalt und Fleisch muss saftig sein – unabhängig davon, ob man am Stadion mit Freunden sitzt oder auf großer Wandertour ist. Der Grill2Go X200 ist der einzige tragbare Gasgrill, der mit Infrarot-Technolgie ausgestattet ist. Das heißt auch unterwegs kann man sich dank der patentierten TRU-InfraredTM Technologie ab jetzt auf deutlich saftigeres Grillgut freuen, was mit messbar geringerem Gasverbrauch zubereitet wird (ein Drittel weniger).

Auf rund 80cm2 findet sich bei dem Char-Broil Grill2Go® X200 die Grillfläche – natürlich mit Edelstahl-Grillrost. Das Thermometer in der Grillhaube gibt zu jeder Zeit klare Auskunft über die Temperaturentwicklung.

Der Char-Broil Grill2Go® X200 ist nicht nachtragend, wenn es mal zur Sache geht und mit seiner Aluminium-Konstruktion äußerst stabil. Innovative Technik, cool verpackt für unterwegs! Zu dem Grill gibt es auch eine passende Tragetasche zu gewinnen!

Einfach bis 11.02.18 diesen Tweet als Follower retweeten und schon landet Ihr im Lostopf!

Der Gewinner wird am 12.02.18 dann bekanntgegeben. Danke Char-Broil!

TV-Kritik

TV-Kritik #ranNFL Pro7 Super Bowl Patriots Eagles 52

 

 

 

 

Bereits den Tag über (schon ab Vormittag!)  wurde bei ran.de gestreamt, das lief bei mir aber nur kurz nebenher (und das obwohl ich diesmal dem Kinderfasching im Feuerwehrhaus entgehen konnte).

Da ich den Abend „auswärts“ bei der Party der Frankfurt Universe verbrachte, konnte ich zwar die Pre-Show super sehen, aber hauptsächlich nur ohne Ton verfolgen – was meiner Laune jedoch keinen Abbruch getan hat. Tonlos sah es auf jeden Fall fehlerfrei aus, was Nils @vermuellert Müller und die Männer im Bild ablieferten.

Natürlich lief der „Videorekorder“ zuhause…

In die arktische Kälte waren für den Kommentar diese Herren (und ein Icke-Tier) geflogen:

Als bei 38:33 Jan Stecker dann Patrick Esume korrigierte, dass der Abstand nicht 6, sondern 5 Punkte beträgt, und es somit egal ist, ob Gostkowski bei einem Touchdown seinen Extrapunkt verwandelt, hatte ich alles gesehen auf dieser Welt (oder in dem Fall gehört). Jan Stecker gibt Mathe-Nachhilfe. Dass ich das noch erleben darf.

Passend dazu hatte er vorher schon einmal mit Lektion 1.0 angefangen:

Nicht zuletzt dank des hervorragenden Spiels fühlte ich mich auf jeden Fall gut unterhalten. Von Sebastian Vollmer hätte ich mir noch ein bißchen mehr Insiderwissen erwartet, aber er durchlief halt die „Bill-Belichick-Medienschule“ in seinem früheren Leben.

Die #ranNFL – Timeline wurde mit fast ebenso vielen Tweets zu Parship geflutet, wie die Werbungen dazu. Meine 2 Lieblingstweets zu dem Thema:

 

Held des Super Bowl

Patriots Eagles 52 Minnesota Super Bowl

Nick Foles, QB, 28/43, 373, 3 TD / 1 INT, 1 TD-Catch

 

 

 

 

Also dann:

Entschuldigung Nick, Entschuldigung Doug und Entschuldigung ganzes Eagles-Team.

Ich hatte ihm nicht noch einmal eine derart überragende Leistung zugetraut wie im NFC-Conference Championship Game.

Er spielte quasi fehlerfrei (die Interception kann man ihm nur zum Teil anlasten), fing auch noch einen Touchdown bei einem perfekten Trickspielzug und wurde völlig zurecht zum MVP ausgezeichnet (auf der anderen Seite wäre das Tom Brady geworden).

Ein Duell zweier Quarterbacks auf Augenhöhe. Deswegen liebe ich diesen Sport, weil es oft komplett anders kommt, als man denkt.


Super Bowl

 

 

 

 

„Wenn er tot ist, ist er tot.“

Auch 25 Jahre später immer noch einer meiner Lieblingsfilme 😉

Rocky behielt auch diesmal gegen den bösen Drago die Oberhand in einem wilden Schlagabtausch.


Die superbe Eule ist einfach zu gut, um sie nicht noch einmal zu bringen.


Würde mich jetzt grad mal interessieren, wie so ein Adler wohl schmeckt.


Die NFL beweist immer mal wieder, dass sie alles andere als perfekt ist. Vergessen sie einfach mal die Hashmarks; aber zumindest fiel es rechtzeitig auf und sorgte so für keine Probleme beim Spiel (im Gegensatz zu dem Fire Marshall in Dallas 2011).


In den Playoffs sind alle Spieler gleich, was die Kompensation angeht. Der 53. Spieler (Malcolm Butler?) bekommt genauso viel wie der MVP (der kann das mit Werbeverträgen im Nachgang vervielfachen).


Dank der Temperaturen war ich ja kein bißchen neidisch auf das ran-Team vor Ort. Nächstes Jahr in Atlanta sähe das anders aus…


Die Trophäe darf zum ersten Mal nach Philadelphia reisen. Wurde auch Zeit nach den vielen Jahren und wenn man bedenkt, wie viele Jahre die Organisation und ihre Fans darauf warten mussten, wurde es absolut Zeit. Dazu passt auch das backhanded compliment der Cowboys Nation:


Der Hit war hart, sorgte für Begeisterung im Publikum des Louisiana und führte zu diesem Computerspiel-Meme, was wiederum mich begeisterte.


Super Bowl 52

Jetzt hätte ich fast noch etwas vergessen:

Saß mir doch bei der Hinfahrt nicht glatt der ehemalige Bundesagentur für Arbeit- und BAMF-Chef Dr Frank-Jürgen Weise im Zug gegenüber. In der zweiten Klasse!!!

Natürlich hatte ich ihn nicht erkannt, aber seine Tasche trug zum Glück seinen Namensaufkleber (falls er ihn mal vergisst – er ist nicht mehr der Jüngste).

Ich war nahezu entsetzt, dass er mit uns Fußvolk unterwegs ist 🙂

Der Spielbericht…

…sollte eigentlich kurz ausfallen. Tat er dann wie immer doch nicht. 😉

Vorab: Ich schau seit ca. 25 Jahren den Super Bowl (und seit der Jahrtausendwende mehr oder weniger viel zu viele andere Spiele), aber das war mit weitem Abstand der von vorne bis hinten spektakulärste Super Bowl für mich. Zwei Teams, die sich nichts schenkten und mit offensiven Leckerbissen für ein Highlight nach dem anderen sorgten. Auch hier wieder: Genau mein Ding.

Die Patriots gewannen den Münzwurf und wählten Ballbesitz zu Hälfte 2.

Somit starteten die Eagles und das sah sofort sehr gut aus: Eagles QB Nick Foles gleich mit mehreren erfolgreichen Pässen auf Agholor, Ertz und Co – darunter sogar wieder ein „Helmet Catch“ (die Älteren werden sich an David Tyrees letzten Karrierefang für die Giants im Super Bowl erinnern – aua):

Direkt vor der Endzone leisteten sich die Eagles einen False Start bei 2nd & Goal – das wurde prompt bestraft: K Jake Elliott verwandelte letztendlich aus 29 Yards, aber angesichts der Position vorher eigentlich zu wenig. Die „bend, but don’t break Defense“ der Pats hatte gehalten.

Die Patriots antworteten mit Pässen von MVP Brady und überbrückten mit einer schnellen Offense zügig das Feld. Die O-Line hielt Brady lang genug den Rücken frei und der fand seine Receiver. Am Ende aber auch nur ein Field Goal von Gostkowski zum 3:3 – und damit die ersten Punkte für die Patriots in einem Super Bowl Auftaktviertel.

Überhaupt.

Es ging hin und her – ganz anders als in vielen eher langweiligen (oder in der Coaching Sprache: defensiv geprägten) Super Bowls: RB LeGarrette Blount tankte sich 36 Yards über rechts durch und Nick Foles mit einem perfekten Pass auf Alshon Jeffery in die Endzone zur 3:9 Eagles Führung, weil Elliott den Extrapunkt-Versuch nach rechts verzog.

Was für ein erstes Viertel.

Hier rächte sich die ersten Male, dass Belichick – aus welchen Gründen auch immer – auf den Einsatz von Malcolm Butler verzichtet hatte, der weinend an der Seitenlinie stehen musste.

Die Patriots mussten ein 3. & 7 verwandeln und taten dies großartig: Brady unter Druck findet einen völlig freien (Playoffhelden) Danny Amendola für 50 Yards.

Und es ging spektakulär weiter: Bei 3. & 1 versuchte WR Brandin Cooks einen Hürdensprung, aber wurde in 3 m Höhe von Safety Rodney McLeod gestoppt.

Ein überragendes Tackle, das dann in der Folge zu einem vergebenen Field Goal Versuch von Gostkowski führte. Der Versuch sah sehr komisch aus und doinkte an den linken Pfosten. Gostkowski wieder einmal in Playoffform.

Nach einem kurzen erfolglosen Intermezzo der Eagles übernahmen die Patriots wieder: WR Brandin Cooks fing komplett freistehend einen Pass, drehte sich dann aber in den heranstürmenden Malcolm Jenkins, der ihn mit einem sehr harten – aber absolut legalen – Hit aus dem Spiel nahm:

Cooks fiel anschließend für den Rest der Partie aus.

Die Patriots bauten jetzt einen Trickspielzug ein: WR Danny Amendola mit einem (fangbaren) Pass auf Tom Brady, aber der lässt den Ball durch die Finger gleiten.

Es gab unzählige Tweets und Memes zu dem Thema. Aber am Passendsten war wohl die Aussage: „Warum wirft man zu einem Mann, der sonst keine Bälle fängt, UND eine kaputte Hand hat.“ Das machten die Eagles später deutlich besser.

Auch der 4. Versuch klappte nicht und die Eagles durften wieder angreifen. Und das machten sie erneut sehr gut: TE Zach Ertz und WR Alson Jeffery mit weiten Passcatches und schon waren die Eagles wieder in der RedZone der Patriots.

RB LeGarrette Blount verwandelte aus 21 Yards gegen sein Ex-Team und diesmal versuchte man erst gar keinen Extrapunkt, aber die Two-Point-Conversion zu Jeffery blieb ebenso erfolglos: 3:15 Eagles.

RB Rex Burkhead, bis dahin noch gar nicht zu sehen, sorgte für weiten Raumgewinn.

Diesmal klappte dann auch das Field Goal von Gostkowski aus 45 Yards zum 6:15.

Worte können fast nicht beschreiben, wie überragend dieses Spiel war: Nick Foles Pass wird nach oben jongliert und direkt an der Patriots-Endzone letztendlich von Safety Duran Harmon abgefangen.

Die Patriots marschierten jetzt – unter anderem mit einem weiten Pass auf Chris Hogan.RB James White aus 26 Yards mit dem nicht zu stoppenden Touchdownlauf und schon waren die Patriots wieder auf 12:15 dran…Auch wenn Gostkowski seinen zweiten Kick – diesmal ein Extrapunkt – versaute (!!!).

Zumindest konnte er beim anschließenden Kickoff den KR der Eagles, Kenjon Barner mit einem Tackle stoppen. Das sollte seinem Selbstvertrauen guttun.

Die Eagles marschierten mit einem Pass, den RB Corey Clement über 55 Yards ausbaute, noch einmal übers Feld bis an die 5 Yard Linie bei noch einer Minute zu spielen.

Was dann kam, passte zum Rest der hochspektakulären ersten Halbzeit: Ein Direct Snap zum Running Back, der zurück zu Backup TE Trey Burton und der wirft auf den kilometerweit freien QB Nick Foles zum 12:22. Was für eine Hälfte.

Die Patriots hatten noch Zeit für eine Hail Mary, entschlossen sich aber Danny Amendola mit einem kurzen Pass und vielen Gebeten auf die Reise zu schicken. Das klappte naturgemäß nicht und war der Abschluss der besten ersten Super Bowl-Hälfte meines Lebens.

Die Patriots unter Druck in Halbzeit 2 und der Gameplan wurde angepasst. Der bislang schmerzlich ignorierte TE Gronkowski durfte gleich vier Bälle im ersten Drive fangen – inklusive Touchdown am Ende. Gostkowski traf zur Abwechslung und schon stand es nur noch 19:22.

 

Nick Foles und Co sofort mit der Antwort; ein weiter Pass zu Corey Clement wurde überprüft, aber der Touchdown-Call hielt.

Aber genauso prompt antworteten die Patriots auf der anderen Seite, als Brady dann Chris Hogan in der Endzone fand. Nur noch 26:29 in einem offenen Schlagabtausch.

Die Eagles verwandelten gleich zu Beginn des Schlussviertels ein Field Goal zum 26:32 und bauten auf 6 Punkte aus, was aber kaum besser war als die vorherige 3-Punktführung.

Die Patriots vertrauten jetzt zur Abwechslung wieder auf RB Burkhead und anschließend WR Amendola. Das sah wieder sehr chirurgisch aus vom MVP Tom Brady.

TE Rob Gronkowski erfing einen 4 Yard Pass in die linke Ecke der Endzone. Keine Chance auf eine Verteidigung und damit die erste Führung der Patriots.

Kicker Gostkowski traf erneut und damit führten die Patriots zum ersten Mal in der Partie – 33:32.

Jetzt waren plötzlich die Eagles unter Druck. 9:22 Zeit, um die Führung zurückzuholen. Das sah nicht mehr so mühelos aus, wie noch in der ersten Hälfte und endete prompt kurz vor der Mittellinie – dachte man. Allerdings spielten die Eagles den 4. Versuch aus und Head Coach Doug Pederson wurde wieder einmal für seinen Mut belohnt: Foles fand seinen Receiver in höchster Bedrängnis für ein neues First Down.

Nick Foles mit einer – nicht nur für einen Backup Quarterback – hervorragenden Leistung. Die Eagles nahmen eine ganze Menge Zeit von der Uhr und am Ende flog TE Zach Ertz wunderschön per Hechtsprung in die Endzone.

Chris Collinsworth, sicher mit der beste Experte überhaupt, wollte sich nicht festlegen, ob es ein Catch war oder nicht. Schade, dass mittlerweile kein Mensch mehr diese Catch-Regel verstehen kann.

Die Eagles waren gezwungen, eine Two Point Conversion zu versuchen; Corey Clement war kurz frei, aber der Pass kam zu spät. 33:38.

Tom Brady und Co hatten 2:21 Zeit. „Same old, same old“ heißt das amerikanische Sprichwort. Den Film hatte man – nicht nur als Patriots-Fan – schon unzählige Male gesehen. Aber diesmal gab es ein alternatives Ende: DE  Brandon Graham stripsackt Brady weit in deren Hälfte. Ballbesitz Eagles an der 30 der Patriots direkt vor dem Two-Minute-Warning. Nahezu worst case scenario für New England.

Der erste und einzige Sack der Partie – das hätte auch niemand vorher gedacht – zum eminent wichtigen Zeitpunkt. Das Most Valuable Play des Spiels.

Die Eagles liefen dreimal und anschließend trat Kicker Jake Elliott zum Field Goal Versuch an: 33:41.

Tom Brady blieb noch eine gute Minute zum Ausgleich. Das klappte diesmal nicht und die Eagles holen so völlig verdient den ersten Super Bowl Titel ihrer Geschichte – trotz genug Widrigkeiten. Ein würdiges Ende einer wieder einmal überragenden NFL-Saison.

I love this game.

 


Damit endet die Saison 2017 und die laaaange Offseason steht an.

D-A-N-K-E fürs solange Dabeibleiben an Euch Leser, an die ran-Redaktion und alle Kommentatoren für die unterhaltsamen Übertragungen und in diesem speziellen Fall an die Frankfurt Universe, Char-Broil und Host Marco Schwarzer für die gelungene Super Bowl Party!

Last but not least: Ein fettes Danke an Johannes vom RANDBREITENverlag und Hendrik (@LegendofNutch) für ihre unermüdliche Editorenarbeit hier – und allen anderen, die mir mit Rat und Tat zur Seite gestanden sind!

 

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