Dienstag, April 23, 2024
Offseason

DER „virtuelle“ Draft 2020

Im Vorjahr war mein Super Bowl-Ausflug gerade einmal zwei Monate her und schon stand DER Draft an. Damals nicht wie 2018 in Dallas vor Ort (Erlebnisbericht), sondern zuhause auf der Couch. Das Budget – und vor allem die Familie – lässt zum Glück einen USA-Trip die letzten Jahre zu, aber zurecht auch nicht mehr.

In diesem Jahr wäre es wieder der Draft vor Ort, noch dazu in meiner Lieblingsstadt Las Vegas, geworden. Wäre  wäre Fahrradkette, wie Loddar Matthäus aus der Nachbarstadt bekannterweise sagte.

Also doch wieder die Couch – beziehungsweise der Schreibtisch.

Trotzdem war es ein besonderer Draft und ich schließe mich Bob Glauber an: Einmal virtuell reicht – nächstes Jahr (geplant ist Cleveland) gerne wieder live mit Event vor Ort. Möglicherweise auch mit mir, falls die Lufthansa uns die Gutscheinlösung aufs Auge drückt und einige andere Voraussetzungen eintreffen.

Ansonsten verkündete Roger Goodell im Lauf des Abends, dass der „Draft 2020 in Las Vegas stattfinden wird, weil die sich so viel Mühe gegeben hatten.“

Kurzzeitig herrschte Verwirrung (die nicht immer ernst gemeint war, wie hier bei Andrew Brandt):

Als „Draftkenner“ (was das Drumherum angeht) war mir klar, dass es 2022 sein muss, da 2021 (Cleveland) und 2023 (Kansas City) bereits vergeben worden waren. 2022 hatte man sich potenziell für Los Angeles aufgespart, aber so passt das noch besser (ich hab weder an einem Super Bowl noch an einem Draft im Moloch / der Stadt der Engel Interesse):

Mock Drafts

In diesem Jahr ist auch bei den Mock Drafts alles anders gewesen: Den #ranNFLmockt gab es nicht, was ich aber nur bedingt bedauern konnte. Keine Ahnung, ob Corona daran auch schuld war.

Es blieb dank meiner Buchveröffentlichung eh kaum Zeit, so dass ich auch ohne tausend Mocks auskam, die sich im Nachhinein zu 100 % als falsch herausstellen.

 

Die Übertragung

Los ging es bei #ranNFL mit einem kurzen Intro bereits vor Mitternacht, allerdings nur, um „Hallo“ zu sagen, einzustimmen und anschließend die Konserve des College Championship Games aus dem Januar zu wiederholen (waren das noch Zeiten… so mit Livesport).

Christoph „Icke“ Dommisch hatte tatsächlich zum dritten Mal – wie versprochen, nachdem ich ihn darauf aufmerksam gemacht hatte – in Folge beim Draft seine Collegejacke an.

Sehr geil und ich fühlte mich ein klein wenig stolz.

Überwogen wurde das nur von der Freude, wieder einmal Football zu sehen, auch wenn es nur das glorifizierte Manschaftswählen aus dem Sportunterricht der Jugend ist (für das ich in einer Parallelwelt aber sogar nach Las Vegas geflogen wäre).

Im Gegensatz zu den beiden Vorjahren sah jedoch das Lineup deutlich anders aus: Statt Icke, Patrick „Coach“ Esume und Collegeexperte Nils Müller (wie 2018 und 2019) gab es vor der Kamera lediglich Icke und Volker Schenk (das „lediglich“ bezieht sich auf die Anzahl); Patrick Esume und Björn Schenk wurden zugestreamt und Nils Müller war leider überhaupt nicht Teil der Sendung, was sicher nicht nur ich bedauert habe. Meiner Meinung nach rächte sich das im Fortgang der Sendung auch.

Auch andernorts sah der Draft komplett anders aus, wie Jawn Gonzalez – sicherlich die schlechtere – Hälfte von NFL Network Star Colleen Wolfe beispielhaft zeigte:

Humor kann man Gonzales auf jeden Fall nicht absprechen (bei Colleen weiß man das eh)!

In den USA gab es im Nachhinein neue Einschalt-Rekorde zu vermelden, was aber angesichts der Corona-Voraussetzungen eigentlich niemanden überraschen konnte:

Mich verwunderte eigentlich eher, dass die Zahlen nicht höher waren. 15,6 Millionen klingt bei knapp 300 Mio Wohnbevölkerung und wochenlangem Sportentzug für mich sehr mager. Vor allem, nachdem es auch in den USA offiziell kein Rudelgucken geben dürfte. Aber ich mag mich täuschen.

Ich unterstelle, dass die Übertragung bei Pro7 Maxx auch gut gesehen wurde (das Quotenmeter hatte sich nicht geäußert bislang).

Allerdings fand ich, dass man das Fehlen von Nils Müller durchaus gemerkt hat. So war es gerne mal laut, aber auch mehrfach fehlerbehaftet.

Und das war bei weitem nicht die einzige Szene, in der Icke gefühlt am meisten Plan am Set hatte. Auch nach dem dritten Erklären verstand Patrick Esume nicht, warum es durchaus ok war, dass die Buccaneers einen Spot von 14 auf 13 hochhupften auf den Platz der 49ers. Die Kompensation war mehr als überschaubar, was lange überhaupt nicht angesprochen worden war (hier war ich als Twitteruser klar im Vorteil, aber ich hatte meine eindeutige Meinung zuvor schon verbreitet).

Auch sonst fand ich nicht nur das eher anstrengend.

 

Die Draft-Tradition schlechthin

Roger Goodell wird ausgebuht. Les Bowens Idee ein paar Tage vorher hätte ich super gefunden, aber die NFL schaffte es, sogar diese Tradition unter Zuhilfenahme eines Biersponsors zu monetarisieren:

So war immer ein Bildschirm mit buhenden Fans hinter Goodell zu sehen, denen er zuwinkte, bevor er deren nächsten Pick verkündete. Ich meine zweiunddreißigmal. So nach drei Versuchen wars dann auch ausgelutscht.

Allerdings gestehe ich gerne zu, dass Roger Goodell hier einen wirklich sehr guten Job gemacht hat: Ich bin wirklich nicht sein größter Fan (*hüstel*), aber er hat genau die richtigen Töne getroffen und absolut Recht behalten, als er gegen alle internen Widerstände durchsetzte, dass der Draft an den geplanten Tagen stattfindet. Chapeau oder wie das heißt.

Die NFL kann Show, aber auch für feuchte Augen sorgen. Fox Sports hat mich mit ihrem Tweet daran erinnert und wer genau hinschaut, konnte mich im Video sehen (na ja… nicht wirklich, aber ich war tatsächlich irgendwo ganz ganz oben unterm Dach):

Mir läuft es immer noch eiskalt den Rücken hinunter, ähnlich wie beim Auftritt des zwischenzeitlich verstorbenen Pancho Billa (Videolink) und dem Draft von Shaquem Griffin in Dallas damals.

 

Technische Schwierigkeiten…

…gab es (leider) nicht. Also zumindest nicht von Seiten der NFL. Die hatten wohl bei der Draft Generalprobe zu Wochenbeginn durchaus Probleme festgestellt, aber im Ernstfall lief es wie am Schnürchen. Bei Pro7 Maxx war ab und an ein verkehrtes Mikro offen und die schlechte Internetleitung zu Björn Werner nach Brandenburg war ein kleiner Running Gag. Aber auch das war absolut im Rahmen.

Die NFL hatte auch erhebliche Vorkehrungen getroffen und zum Beispiel jeweils einen IT-Experten der Franchises an den Häusern der GMs erlaubt:

Der meistdiskutierte Tweet

Im Gegensatz zu Bill Belichicks Fliesentisch (im 70er Dekor) waren sich bei der bescheidenen Bleibe von Cardinals Coach Kliff Kingsbury alle einig: Whoaaaaa.

Ich fragte mich,

1) warum da ein Feuer im Garten brennt, wenn die Wüstenluft momentan sowieso schon deutlich über 30 Grad warm ist.

2) Ob er die Hütte wohl behalten darf, wenn er in absehbarer Zukunft meinen Traumjob (entlassener NFL-Head Coach) übertragen bekommt.

Jetzt aber genug des Drumherums – die Picks der ersten Runde des ersten (und hoffentlich einzigen) virtuellen Drafts der NFL-Geschichte:

 

Die Picks des virtuellen Draft 2020

1. Cincinnati Bengals – QB Joe Burrow

Die Bengals holten natürlich Quarterback Joe Burrow (LSU). Das stand so seit Wochen fest und konnte wirklich niemanden überraschen. Genau so emotions- und teilnahmslos wurde die Nachricht auch von Burrow und seinen Eltern aufgenommen.

Zeit für ein Gähnen.

 

2. Washington Redskins – DE Chase Young

Genauso wenig überraschend war die Wahl von Pass Rusher Chase Young an Position #2:

Ernsthaft konnte niemand geglaubt haben, dass die Redskins hier anders agieren würden.

 

3. Detroit Lions – CB Jeff Okudah

Cornerback Jeff Okudah war den Lions genug wert, nicht aus dem Nummer 3 Spot zu traden. Allerdings mehrten sich danach die Stimmen, dass es wohl überhaupt keine nennenswerten Angebote gegeben hätte.

Es war das erste Mal, dass die Picks 1, 2 und 3 einmal gemeinsam an einem College (Ohio State 2017) aufgelaufen waren.

 

4. New York Giants – OT Andrew Thomas

GM Dave Gettleman holte wie erwartet einen Tackle, überraschte aber trotzdem fast wie im Vorjahr: Andrew Thomas hatten die wenigsten als den Top Tackle geführt. Allerdings war das eine der Positionen, wo es im Vorfeld die weiteste Streuung gegeben hatte, was die Expertenaussagen anging.

Die Überraschung war jedenfalls bei weitem niedriger als 2019 mit QB Daniel Jones.

Zumindest sorgte Gettleman für Schmunzeln, als er umständlich versuchte, eine Schutzmaske aufzusetzen:

Im Nachhinein verging mir jedoch das Lachen, als bekannt wurde, dass Gettleman schon Krebs hatte, damit Risikopatient ist und es wohl noch andere Leute in dem Keller gab.

Die erste Variante war lustiger.

Mist.

 

5. Miami Dolphins – QB #TankingForTua

Die Fins hatten im Vorfeld durchsickern lassen, dass sie für einen Tackle auf 3 hochtraden wollten. Die Zeit vor dem Draft wird nicht umsonst #lyingseason genannt.

Natürlich wurde es ein Quarterback, und zwar der mit der kaputten Hüfte:

Der Plan vor der letzten Saison hieß ja #TankingForTua. Das klappte nicht, weil man sich unvorsichtigerweise #Fitzmagic ins Haus holte, aber jetzt hatte es doch geklappt. Mit Tua. Irgendwie.

 

6. Los Angeles Chargers – QB Herbert

Wenig überraschend wurde dann Justin „Mensch Herbert“ Herbert der neue Franchise Quarterback der Chargers. Auch wenn Coach Lynn einen Tackle angekündigt hatte. Muhaha.

Blöd für den vielgepriesenen Tyrod Taylor, der schon wieder einem Rookie beibringen muss, wann der am Trainingsgelände sein soll (wie bei den Browns und Mayfield 2018).

 

7. Carolina Panthers – DT Derrick Brown

Hier trafen sich Bedarf und Angebot am Markt in der Mitte:

 

8. Arizona Cardinals – LB Isaiah Simmons

Der wurde hochgelobt im Vorfeld, fiel aber (wie erwartet), weil halt doch ein paar Teams Quarterbacks benötigten. Sieht ganz gut aus, was da in der Wüste gebastelt wird (womöglich kann Coach Kingsbury seine Hütte doch noch eine Weile behalten).

 

9. Jacksonville Jaguars – CB C.J. Henderson

Willkommen in der sportlichen Bedeutungslosigkeit. Das ändert sich erst, wenn sie in London spielen.

 

10. Cleveland Browns – OT Jedrick Wills

Den hatten viele Experten irgendwo weiter vorne als Thomas gehabt. Hoffentlich verschafft er Baker Mayfield mehr Zeit, als es Greg Robinson und Co im Vorjahr taten. Vielleicht gibts ja dann HYPE TRAIN 2 (es gibt noch Exemplare der ersten Ausgabe bei mir!)…

Cooler Haarstyle. Mach ich mir im nächsten Leben auch, wenn ich mal wieder Haare kriege.

 

11. New York Jets – OT Mekhi Becton

Der Tackle im XXXL-Format mit dem positiven Drogentest am Combine geht zu den Jets. Hatte ich an #5 oder später gewettet und war super entspannt, was die Wette anging (und das hatte nichts mit Drogen zu tun).

Fast so auffällig wie sein Vater, der so um die 200 kg wiegen müsste.

 

12. Las Vegas Raiders

Den Pick hatte ich mit Spannung erwartet. Natürlich wurde es nicht der von mir gewettete CeeDee Lamb, sondern stattdessen der blitzschnelle Außenseiter Henry Ruggs (die Nummer 2 von Alabama).

Das hätte auch ein Raiders-Pick zu Al Davis Lebzeiten sein können.

Der hätte am Abend übrigens noch eine 5,00 Quote auf „Erster Wide Receiver“ gehabt…

 

13. Tampa Bay Buccaneers – OT Tristan Wirfs

(von San Francisco 49ers)

Der erste Trade und dann gleich für einen ganzen Platz, was Patrick Esume komplett aus der Bahn schmiss.

Keine Ahnung, warum ich es verstanden hab, aber ich war nicht der Einzige.

Die 49ers hatten seit Tagen durchblicken lassen, dass sie gerne nach hinten traden würden.

Willkommen in Tom Brady Land. Ich würde Wirfs den Titel gönnen (war ne 17er Quote bei Tipico…).

 

14. San Francisco 49ers – DT Javon Kinlaw

(von Tampa Bay Buccaneers)

Eine der interessanteren Stories des Drafts. Gut war auch, als man die Leute aus dem Bild drängte, die gar nicht hätten da sein dürfen…

 

15. Denver Broncos – WR Jerry Jeudy

Jeudy war lange Zeit der Topfavorit auf den ersten gedrafteten Wide Receiver. Dann wurde er bei den Buchmachern von CeeDee Lamb abgelöst… und dann wurde Henry Ruggs als Erster gezogen. Verrückte Draft-Wett-Welt. Die Broncos freuten sich jedenfalls, dass Jeudy bis zu ihnen fiel.

Und Quarterback Drew Locke auch:

 

16. Atlanta Falcons – CB A.J. Terrell

Da musste ich mich auf den Cowboys-Pick vorbereiten. Aber der Vollständigkeit halber:

 

17. Dallas Cowboys – WR CeeDee Lamb

Hätte es den gebraucht? Eher nicht.

Gabs größere Löcher auf anderen Positionen? Sicher.

War ich trotzdem begeistert? HELL YEAH!

Auch wenn mir sein Draft der Raiders ein paar Hundert Euro gebracht hätte… Das ist quasi der Trostpreis. Macht einfach mehr Spaß über die Cowboys zu schreiben, wenn sie gut sind (hier mein football-aktuell Story dazu: LINK )

 

18. Miami Dolphins – OT Austin Jackson

Der soll wohl sowas wie ein „Entwicklungsprojekt“ sein. Außerdem haben wir gelernt, dass er ein ausgezeichneter Knochenmarkspender ist. Davon kann man nie genug haben!

 

19. Las Vegas Raiders – CB Damon Arnette

Mittlerweile waren wir voll im „Wer?“ Modus. Aber so ist das, wenn einem Corona wertvolle Vorbereitungszeit klaut.

 

20. Jacksonville Jaguars – LB K’Lavon Chaisson

Noch einer für die London Jaguars. Finde die freie Namensgebung bei den Amis manchmal schon interessant. Möchte wissen, wie man auf die Kombination K’L zu Vornamensbeginn kommt. Strange.

Wer übrigens für Footballcontent hier ist. Sorry. Aber zumindest in dem Tweet gibts was davon:

 

21. Philadelphia Eagles – WR Jalen Reagor

Den hatte ich auch im Vorfeld genauer beäugt, da er als Wide Receiver ja Teil meiner Wette war und er bei den TCU Horned Forgs auflief (dem College, das Alexander Honig, den ich im Vorjahr für den HUDDLE interviewen durfte, ein Stipendium gibt). Gute Wahl Eagles (=> football-aktuell Link)!

 

22. Minnesota Vikings – WR Justin Jefferson

Der Wide Receiver-Run kam später als erwartet, aber er kam.

Mich würde ja interessieren, wie er da so hoch kam. Unglaublich.

 

23. Los Angeles Chargers – LB Kenneth Murray

von New England Patriots

Früher war man es gewohnt, dass Bill Belichick aus der ersten Runde tradete. Jetzt kommts wieder überraschend. aber die Chargers wollten Murray unbedingt.

 

24. New Orleans Saints – C Cesar Ruiz

¡EL PICK 24!

Die Saints hatten keine großen Löcher im Kader und konnten mehr oder weniger den besten verfügbaren Spieler draften. Das wurde ein Center, dessen Bauch ähnlich meinem ist:

 

25. San Francisco 49ers – WR Brandon Aiyuk

von Minnesota Vikings

Die 49ers tradeten erst zurück, dann wieder vor. Zumindest langweilig wird es mit John Lynch und Kyle Shanahan nicht (kann mich noch gut an die Begeisterung erinnern, als sie den Bears den zweiten Pick für deren dritten plus x andrehten, damit die ihn für Mitch Trubisky versauen konnten… das wäre noch besser gewesen, wenn sie mit Solomon Thomas dann an #3 nicht auch einen Spieler geholt hätten, der mit sechs Sacks in drei Jahren kilometerweit hinter den Erwartungen zurückgeblieben ist oder an 31 Reuben Foster, der ratzfatz entlassen werden musste).

Ach so. Sie holten übrigens WR Brandon Aiyuk, den da auch niemand erwartet hätte.

Das ist natürlich ein Archivfoto…

 

26. Green Bay Packers – QB Jordan Love

via Miami Dolphins

DER Aufreger der ersten Runde. Auf der einen Seite hat man ein Team, das 13-3 geht und das ohne Wide Receiver neben Davante Adams. Auf der anderen Seite ist Aaron Rodgers doch schon 36. Ich hätte es dieses Jahr noch im Win-now Modus versucht und einen Spieler geholt, der weiterhelfen kann. Wenn das Love ist, dann läuft sowieso etwas gewaltig schief in Green Bay.

Es wurde jedenfalls laut bei der Übertragung und das völlig zurecht. Die Wahl hatte niemand ernsthaft erwartet.

 

27. Seattle Seahawks – LB Jordyn Brooks

Der wohl am meisten kritisierte Pick des Abends. Womöglich hätten sie doch besser wieder aus der ersten Runde getradet wie viermal in den letzten sieben Jahren. In den anderen drei Jahren holten sie G/T Ifedi (2016), RB Penny (2018) und DE Collier (2019). Meh.

Trotz langer Zettel stand Jordyn Brooks bei den meisten nicht drauf, was die möglichen Erstrundenpicks angeht.

 

28. Baltimore Ravens – LB Patrick Queen

Den hatten wiederum fast alle ganz vorne auf dem (Linebacker-)Zettel. Kein Wunder, dass die Ravens immer eine Bomben-Defense haben.

 

29. Tennessee Titans – OT Isaiah Wilson

Definitiv das seltsamste „zuhause-“ Bild gab es bei Mike Vrabel:

Von Napoleon Dynamite rechts ganz zu schweigen. Ich dachte schon, Quarantäne mit zwei Kleinkindern ist hart, aber das schießt den Vogel ab. Sorry Mike.

Ach so, einen Spieler zogen sie auch:

 

30. Miami Dolphins – Noah Igbinoghene

von Green Bay Packers

Tweet des Abends!

 

31. Minnesota Vikings -CB Jeff Gladney

von San Francisco 49ers

Es wurde später als erwartet – daher noch ein Klassiker um kurz vor 06 Uhr (ich war allerdings megawach):

 

32. Kansas City Chiefs – RB Clyde Edwards Helaire

Ich hatte geistig schon auf Durchzug geschalten, als mein Lieblings-Roger (weil ich keinen anderen kenne) plötzlich verkündete: „With the 32nd pick in the 2020 NFL Draft, the Kansas City Chiefs select Running Back…“

…kurze Erinnerung: Ich hatte den hohen Favoriten D’Andre Swift als ersten Running Back vom Board und hätte nen netten Betrag für Swift an 31 oder 32 bekommen…

…Running Back „irgendwas unverständliches, was sicher nicht D’Andre Swift“ heißen sollte.

Arrrrgggghhhh.

Außerdem sieht der auch noch aus wie Zeke Elliott. Meh. Und meh meh meh.

 

Fazit: Eine anstrengende, aber auch unterhaltsame Runde 1 für mich. Natürlich kein bißchen vergleichbar mit dem Live-Erlebnis vor Ort.

Danke Corona. Fuck You.

Und leider auch mit deutlich weniger Gewinn, als ganz leicht möglich gewesen wäre („Danke“ an Raiders und Chiefs). Aber zumindest mit Gewinn.

Das Essen beim Draft

Fiel aus.

16 / 8 sag ich nur. War eigentlich als Buffetvorbereitung in der Fastenzeit geplant. Aber nachdem die Vegas Buffets ausfallen mussten, hab ich die 16 / 8 Geschichte verlängert. Wie so oft, wenn es um Corona geht: „Bis auf Weiteres.“

Jetzt steht unerfreulicherweise die womöglich ewig lange Offseason an. Keine allzu guten Aussichten.

Danke fürs Dabeibleiben – und BLEIBT GESUND!