Die Draftnachlese

Der NFL Draft 2017 ist Geschichte – Zeit für eine Draftnachlese, was so nach der ersten Runde noch passiert ist. Die konnte man ja zum zweiten Mal in Folge live bei Pro7 Maxx anschauen und wer so lange aufgeblieben ist (oder wie ich wieder aufgestanden ist um 01:45 Uhr) dürfte nicht enttäuscht gewesen sein.

Die Gewinner

…stehen noch nicht fest. Auch wenn es bei nahezu jedem, der mit dem Draft journalistisch zu tun hat in den USA, Noten für die einzelnen Teams und ihre Draftleistung gibt – das ist alles Quatsch.

Frühestens nach drei Jahren, besser nach fünf, kann man feststellen, wer wohl „gewonnen“ und wer „verloren“ hat. Bei vielen Mannschaften schaut das jetzt wirklich toll aus, wer so geholt wurde und die jeweiligen Fans sind zurecht begeistert.

Im Sommer trennt sich dann langsam die Spreu vom Weizen – sei es durch Verletzungen oder durch Leistung. Der eine kommt mit dem gespielten System nicht zurecht, der nächste ist (unterbewusst) zufrieden, dass er es „in die NFL“ geschafft hat und andere holen sich irgendwelche unglücklichen Verletzungen und schaffen nie den Anschluss.

Der Sieger des Drafts 2013 waren laut NFL.com übrigens die Minnesota Vikings:

 

 

 

 

 

 

Kann sich ja jeder selbst überlegen, was ihnen die drei First Rounder bisher eingebracht haben.

Ansonsten fand ich die Moves von San Franciscos Rookie GM John Lynch ziemlich gut. Jetzt müssen nur die Picks, die er dafür bekommen hat, auch zu Leistungsträgern werden. Aber bei den 49ers ist das ja fast etwas leichter möglich als andernorts.

Die beste Verkündung

In Runde 1 hatten wir ja schon das vom Krebs geheilte Kind für die Ravens. Noch besser fand ich diesen „Troll Job“ von ex-Cowboys Wide Receiver Drew Pearson, der den zahlreich anwesenden Eagles Fans die Erfolge der Cowboys unter die Nase rieb:

Den Securities dürfte Angst und Bange geworden sein. Aber sein Abgang war wohl erfolgreich, nachdem man nichts von seinem frühzeitigen Ableben mitbekommen hat.

Wie Vince McMahon zu seinen besten Zeiten !

Aus der Kategorie „Ernsthaft?“

Die Colts ließen einen Orang-Utan ihren Viertrundenpick „verkünden“. Nachdem man in den letzten Jahren des Öfteren den Eindruck bekommen konnte, dass GM Grigson sich seine Draftstrategie auch beim Affen abgeschaut hatte, passte das irgendwie.

Ich brauch das wie Mike Myock trotzdem nicht.

Die Austragungsstätte

Ich war ja als langjähriger NFL-Fan schon an der New Yorker Radio City Music Hall als Austragungsort gehangen. Aber sowohl Chicago als auch jetzt Philadelphia haben mich eines besseren belehrt.

Das Wetter hielt und die Abwechslung tut der Liga gut. Bin gespannt, wo es nächstes Jahr hingeht. Green Bay hat bereits mehrmals sein Interesse signalisiert.

Die Highlights

Die NFL hat dankenswerterweise die Höhepunkte der diesjährigen Veranstaltung in ein schönes, knapp 6 Minuten langes Video gepackt:

 

 

Soll noch einer sagen, die kümmern sich nicht um ihre Fans 😉

Fazit

Der Draft war wieder eine runde Sache (auch wenn er mich viel Geld gekostet hat…) und ich freu mich schon jetzt wieder auf die Austragung im nächsten Jahr.