All Or Nothing

All or nothing ist wieder da! Das bedeutet, dass der Saisonstart im Schneckentempo unausweichlich auf uns zukommt… und zur Verkürzung der Offseason ist All Or Nothing perfekt.

Im Vorjahr brachte Amazon (in Verbindung mit NFL Films) die Serie zum ersten Mal auf die Bildschirme – damals mit den Arizona Cardinals. Die blieben eindeutig hinter den Erwartungen zurück, ganz im Gegenteil jedoch zu dem Format.

Hard Knocks, bis dahin der Goldstandard, was NFL-Formate anging, war schon immer hervorragend. Doch All or Nothing fühlte sich an wie Hard Knocks auf Steroiden (den Spruch hab ich geklaut).

Die Voraussetzungen

Es ist lediglich ein Amazon Prime Account nötig; wer den noch nicht hat, kann hier den kostenfreien Testmonat abschließen, was völlig genügt (nur rechtzeitig kündigen, wenn man nicht dauerhaft Prime-Kunde werden will):

Amazon Prime Video Testmonat

Es handelt sich um das englische Original – auf Wunsch auch mit Untertiteln. Wer die deutsche Version sehen und hören will, muss sich noch bis 29.07. gedulden.

Das Team

Die Rams waren auch letztes Jahr bei Hard Knocks zu Gast. Wer NFL-technisch gesehen unter einem Stein lebt und das Format von Hard Knocks nicht kennt: ein Team wird den Sommer über im Camp von einem NFL-Films Kamerateam begleitet und davon gibt es dann 5 Folgen zu sehen. Ein hervorragender Blick hinter die Kulissen. Bestimmte Spieler – meistens einer der Stars und dazu ein paar No-Names, die ums Überleben im Kader kämpften – wurden näher begleitet.

Ein Schelm, wer angesichts des Umzugs der Rams von St. Louis in die Entertainmentstadt Los Angeles, in der man wohl nur die 8. Geige spielen wird, einen Zufall vermutet. Der mittlerweile geschasste Head Coach Jeff Fisher ist die Jahre vorher mit Mittelmaß kaum positiv überhaupt nicht aufgefallen und die wenigsten fanden daher die Auswahl des Teams gut:

Auf der anderen Seite muss man einfach bedenken, dass Spitzenteams wie z.B. die Patriots, Steelers und Seahawks einen Teufel tun würden, eine Kameracrew für ein Jahr zu beherbergen. Bei den Rams kam einfach die Notwendigkeit dazu, für Schlagzeilen zu sorgen. Und das Ergebnis kann sich wirklich sehen lassen.

Ein Jahr hautnah dabei, wenn Kleinigkeiten über Sieg und Niederlage entscheiden, persönliche Tragödien, Verletzungen… das NFL-Leben wird in 8 Folgen unter die Lupe genommen und das Ergebnis ist beeindruckend.

Auch wenn es „schon wieder“ die Rams sind.

 

Der Trailer

 

Die Serie

Zu Beginn sieht man Head Coach Jeff Fisher in einem denkwürdigen Moment… er verkündet der versammelten Mannschaft, dass er gefeuert wurde.

Ähnlich herausragend wie die Draftszene im Vorjahr, als den Cardinals ihr Wunsch-Running Back Ameer Abdullah im Draft buchstäblich vor der Nase weggeschnappt wurde, ein unglaublicher Einblick.

Schon allein dafür hat sich die Vorfreude gelohnt.

Vom Kampf um die Position des Starting Quarterback über einen Trip nach London bis zum Absturz der Rams in der vergangenen Saison – alles perfekt geschnitten und hochinteressant.

Der Sprecher ist wie in Staffel 1 Jon Hamm, der dafür zusammen mit der kompletten Crew im Vorjahr einen Emmy abstaubte und dem ein oder anderen als Hauptdarsteller der Serie „Mad Men“ bekannt sein dürfte (oder aufgrund seiner Schlagzeilen aufgrund Alkoholabhängigkeit):

Eine absolute Empfehlung, und danach ist die Saison mit Sicherheit noch schneller da! Also losrennen wie Jeff Fisher persönlich es anzeigt:

Einen eigenen Twitteraccount hat die Serie unter @allornothingtv übrigens auch:

 

 

 

 

Und erneut danke an @kein_sitzmoebel vom RANDBREITENverlag fürs Korrekturlesen!