Reise, Reise… NFL-Reise
New York, Rio, Rosenheim heißt ein Album der Sportfreunde Stiller. Irgendwie muss ich bei den Expansionsplänen der National Football League (NFL) immer mal an diesen Titel denken. Für die Europa-Abstecher des American #Football müsste es in diesem Jahr London, Paris, Madrid, München betitelt werden. Rosenheim ist global geographisch gesehen nur einen Katzensprung von München entfernt, wird aber wohl – sorry an alle Rosenheimer – nie NFL-Austragungsort werden.
Erstmals durften sich in diesem Jahr Melbourne und Paris mit dem Titel „NFL Spielort“ schmücken. Kritik bleibt auch in den USA nicht aus: Dauerkarteninhaber sind vom Verlust eines Heimspiels wenig begeistert, der CO2-Fußabdruck ist angesichts Flugreisen von mehr als 10 Stunden mit großen Teams und noch mehr Equipment riesig und dann gab es vor allem in Paris angesichts von Massenausschreitungen im Vorfeld noch Bedenken hinsichtlich der Sicherheit der beiden Mannschaften und vor allem der Fans, die üblicherweise keine Security-Bubble um sich haben.
Trotzdem bin ich mittendrin. Zugegeben – Melbourne habe ich bewusst ausgelassen. Irgendwann hat die Liebe zu diesem Sport und diesem Nebenjob als Berichterstatter angesichts Kosten und Reisestrapazen – von denen für den Rest der Familie zuhause, die den temporären „Verlust“ der Vaterfigur kompensieren muss, ganz zu schweigen – auch eine Grenze erreicht.
Aber ein 22 Stunden Trip nach London „für“ den couchQB mit vier Stunden Schlaf in zwei Tagen (addiert)? Count me in. Selbst wenn es nur Commanders und Colts sind, die kurz zuvor noch sieglos waren.
Die Ausschreitungen in Paris haben wir vor Ort auch nur aus diversen Nachrichten und Insta-Stories mitbekommen. Dass allerdings fast alle NFL Events entweder dem windigen Wetter oder eben der Furcht vor Plünderungen zum Opfer fielen, schon.
In Madrid kommende Woche und erst recht in München in zwei Wochen sollte das jeweils kein Problem sein. Beide Male bin auch ich wieder am Start. Und freue mich auf die Klassentreffen meiner NFL Media Bubble mit Nicholas Fanselow, Matthias Gindorf, Giovanni Ganci und vielen anderen.
Auch wenn ich das alles selbst bezahle, möchte ich keinen einzigen Trip missen – und mittlerweile sind das allein 19, die ich als „Media Member“ absolviert habe, darunter zweimal den Super Bowl und viermal den NFL Draft.
Wie weit würdest Du für Deine NFL-Leidenschaft gehen… oder fliegen? Und wo treffe ich Dich bei der NFL an?