All Or Nothing mit den Cowboys

All Or Nothing ist wieder da! Das bedeutet, dass der Saisonstart im Schneckentempo unausweichlich auf uns zukommt… und zur Verkürzung der Offseason ist All Or Nothing absolut perfekt.

Vor zwei Jahren brachte Amazon (in Verbindung mit NFL Films) die Serie zum ersten Mal auf die Bildschirme – damals mit den Arizona Cardinals. Das Ganze war erst nach der Saison bekanntgemacht worden – bis dahin hatte kaum jemand gewusst, dass die Cardinals die komplette Spielzeit von einem Kamerateam begleitet worden waren. Die Cardinals blieben eindeutig hinter den Erwartungen zurück, ganz im Gegenteil jedoch zu dem Format, das prompt diverse Preise abräumte.

Hard Knocks, bis dahin der Goldstandard, was NFL-Formate anging, war schon immer hervorragend. Doch All or Nothing fühlte sich an wie Hard Knocks auf Steroiden (den Spruch hab ich geklaut).

Im Vorjahr waren dann die St. Louis Los Angeles Rams begleitet worden, die schon vor der Saison bei Hard Knocks zu Gast waren. Die Staffel fand ich deutlich schwächer als die der Cardinals, aber immer noch absolut sehenswert. Vor allem die Entlassung von Mike Fisher wurde hervorragend aufgearbeitet.

Die Voraussetzungen

Es ist lediglich ein Amazon Prime Account nötig; wer den noch nicht hat, kann hier den kostenfreien Testmonat abschließen, was völlig genügt (nur rechtzeitig kündigen, wenn man nicht dauerhaft Prime-Kunde werden will):

Amazon Prime Video Testmonat

Es handelt sich bei der Staffel um das englische Original. Bislang wurde noch nicht bekanntgegeben, wann die deutsche Version abgerufen werden kann. Im Vorjahr war es Ende Juli soweit. Die deutsche Version wurde auch bei #ranNFL auf Pro7 Maxx gezeigt.

Das Team

Die Cowboys werden nicht zuletzt dank ihres charismatischen (um es positiv auszudrücken) Owners Jerry Jones nicht überall geliebt. Um es vorsichtig auszudrücken.

Er schafft es jedoch ein ums andere Mal, sein Team in die Schlagzeilen zu bringen und so verwundert es kaum, dass er nach den Anfangserfolgen der Serie seine Cowboys dort platzieren konnte.

Die Saison 2017 sollte nach der mega-erfolgreichen Hauptrunde 2016 (verbunden mit dem schnellen Aus in den Playoffs, das wir hier verschweigen) der ganz große Wurf werden. Mit Quarterback Dak Prescott und Running Back Ezekiel Elliott im zweiten Jahr peilte man nichts anderes als den Super Bowl an.

Es kam ganz anders und die Kameras waren hautnah dabei: Das Gezerre um die Suspendierung Zeke Elliotts, der „maulige“ (ein Ausdruck meiner Tochter) Dez Bryant und eine Saison, die trotz positiver Bilanz am Ende alle rund ums Team enttäuschte.

 

Der Trailer

Die Serie

Handwerklich wieder hervorragend umgesetzt und mit durchaus überraschenden Einblicken, was aber grundsätzlich auch so zu erwarten war:

– Jason Garrett kann auch Motivationsreden halten und nicht nur klatschen

– Dak Prescott ist rein subjektiv sympathischer als erwartet, Ezekiel Elliott… dagegen nicht

– Jerry Jones… ist einfach Jerry Jones

– Sean Lee ist noch mehr Leader, als ich das vermutet hatte

– und natürlich die letzte Saison eines der besten Tight Ends der Liga und ganz Großen im Cowboys-Dress: Jason Witten

Der Sprecher ist wie in Staffel 1 Jon Hamm, der dafür zusammen mit der kompletten Crew vor zwei Jahren einen Emmy abstaubte und dem ein oder anderen als Hauptdarsteller der Serie „Mad Men“ bekannt sein dürfte (oder aufgrund seiner Schlagzeilen bezüglich Alkoholabhängigkeit):

Die Staffel rangiert für mich zwischen der der Cardinals, wo das Klima einfach besser war und so mehr lustige Sachen gezeigt werden konnten (der QB-Challenge als absolutes Highlight), und deutlich vor der der Rams. Auch wenn die (anfangs) Jeff Fisher hatten:

Die Spinoffs

Wenn etwas so erfolgreich ist wie All Or Nothing, dann dauert es üblicherweise nicht allzu lange, bis es ein paar Spinoffs gibt. Das ist auch hier so – mittlerweile sind gleich zwei neue Staffeln abseits der NFL entstanden:

1. University of Michigan

Ich habe sonst wenig mit College Football am Hut (einfach weil die Zeit fehlt), aber das musste ich trotzdem sehen: Ex 49ers Coach Jim Harbaugh eilt der Ruf voraus (oder hinterher), dass er „nicht ganz rund läuft.“

Er ist klar die Hauptfigur dieser Staffel, aber die begleitete und am Ende enttäuschende Spielzeit (gemessen an der Erwartungshaltung zuvor) klärt bei mir durchaus einige Fragen, was ihn anging. Ich habe auch hier keine Minute bereut:

 

2. New Zealand All Blacks

Bei Michigan gings noch um Football, bei den All Blacks hier geht es gleich um eine komplett andere Sportart, nämlich Rugby. Das verfolge ich noch weniger als College Football (nämlich nahezu gar nicht), aber seit die All Blacks mal neben mir im Flieger Platz nahmen (und es sprichwörtlich dunkel wurde aufgrund der Größe und Hautfarbe der Spieler), bin ich noch ein bißchen mehr „Fan aus der Ferne“. Ganz zu schweigen vom Kriegstanz Haka vor den Spielen.

Anderer Sport, (für mich) schlimmer Akzent… Und trotzdem Must-See-TV. All Or Nothing mit den All Blacks:

Die Staffel kam jetzt erst diese Woche auf den Markt (bzw. in die Fire TV Box *g*) und steht als nächstes an.

 

Die Offseason verfliegt also – nicht zuletzt dank All Or Nothing 🙂

 

Einen eigenen Twitteraccount hat die Serie unter @allornothingtv übrigens auch:

 

 

 

 

Und erneut danke an @kein_sitzmoebel vom RANDBREITENverlag fürs Korrekturlesen!

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