Woche 13 – Falcons – Ravens

Der Sonntag von Woche 13 startete mit einem „Vögelduell“ zwischen den Falcons und den Ravens. Bereits am Donnerstag hatten ja bereits die Cowboys saintsationell gegen New Orleans gewonnen. Später am Abend gab es noch die erste Übertragung einer NFL-Partie aus den Staaten mit der Moderatorencrew im Stadion.

Atlanta Falcons – Baltimore Ravens 16:26

Die Falcons mit dem letzten Strohhalm zuhause, bei den Ravens ging es darum, dass Lamar Jackson den „Angriff“ von Joe Flacco abwehrt und weiter Starter bleiben kann. Letztgenanntes klappte zu Beginn ganz gut: Nach einem Field Goal von den Falcons erlief Lamar Jackson kurzerhand selbst einen Touchdown. Das sieht einfach komplett anders aus als beim tendenziell eher langweiligen Flacco:

Die Pässe Jacksons gelangen gerne einmal nicht, aber solange die Ravens Defense Atlantas Offense kontrollieren konnte, war das weiter kein Problem.

Die Ravens schafften einen Fake Punt, aber prompt fumblete Lamar Jackson den Ball, der von Atlantas Vic Beasley – im Schneckentempo – zur 10:7 Führung zurückgetragen wurde. Erinnerte an die Interception von Steelers LB James Harrison vor Urzeiten im Super Bowl gegen die Cardinals. Der Weg wurde weiiiiiiiiit.

Ansonsten gab es viel Defense zu sehen – oder einen Angriff, der den Namen nicht wirklich verdient hat. Wie man es sehen will.

K Justin „Ave Maria“ Tucker (siehe unten im Twitteruniversum) verwandelte eine ganze Reihe Field Goals, aber bei den Ravens musste starting QB Lamar Jackson für einen Drive durch Backup RGIII ersetzt werden. Auch wenn Jan Stecker den über den grünen Klee lobte: Der hatte nur eine gute Saison – seine erste – und die ist ewig her. Anschließend lief aber wieder Lamar Jackson auf. Werfen ist ja nicht so seins, aber solange Atlanta den Lauf nicht stoppen konnte, war das durchaus in Ordnung für die Ravens.

Beim 10:19 musste Atlantas Offense endlich etwas zeigen, aber die Ravens D holte sofort einen Strip-Sack-Touchdown. 10:26 und es sah immer düsterer aus für die Falcons.

Die Falcons marschierten in ihrem einzigen guten Drive über das Feld, als ob es 2016 wäre. Am Ende des kurzen Drives fing TE Austin Hooper den in höchster Bedrängnis geworfenen Pass von Ryan. 16:26, da die Two-Point-Conversion nicht klappte. Das war es dann aber auch. Die Ravens liefen die Uhr herunter und feierten einen hochverdienten Auswärtssieg.

 


New England Patriots – Minnesota Vikings 24:10

Die Patriots zeigten von Beginn an, wer Herr im Haus ist, und ließen eigentlich nie einen Zweifel daran aufkommen, wer das Spiel gewinnen wird.

Während andere Teams im Herbst zu schwächeln beginnen (=> Steelers), sind die Patriots in der Ära Bill Belichick immer dann am besten, wenn es um die Wurst geht.

Tom Brady streute seine Pässe zu gleich neun Ballfängern und sieben verschiedene Spieler holten Laufyards, darunter Fullback James Develin mit gleich zwei Touchdowns zum ersten Mal in seiner Karriere. Die Patriots sind sehr schwer auszurechnen und das überfordert sogar einen kompetenten Head Coach wie Mike Zimmer auf der anderen Seite.

Den Vikings steht das Wasser wieder einmal bis zum Hals, was die Playoffchancen angeht – in einer Saison, in die man sehr viel investiert hat (siehe den voll garantierten Vertrag für Quarterback Kirk Cousins). Bei den Patriots dagegen „business as usual“: Auf Kurs zu einem Freilos in der ersten Runde.

 


TV-Kritik Woche 13

Es starteten Jan Stecker, Patrick Esume, Tobi Hock als Icke-Ersatz (der ja später in Foxborough ran musste) und die EM-Finalschuhe von Coach Esume. Die letztgenannten Treter wurden für einen guten Zweck versteigert. Für das SOS Kinderdorf 😉

Eine gute Kombination, auch wenn Jan Stecker offensichtlich nicht wirklich über die Ereignisse in den USA gebrieft worden war – jedenfalls schleuderte er ziemlich bei der Einblendung zum Tod von George Bush Sr.

Anschließend wurde das Studio quasi nach Boston – genauer etwas nördlich davon nach Foxborough – versetzt. Die „Drei von der Tankstelle“ (Sebastian „Sea-Bass“ Vollmer, Markus Kuhn und Christoph „Icke“ Dommisch) durften zum ersten Mal aus einem US-Stadion kommentieren. Auch wenn es den Patriots-Hassern nicht gefiel – mir tat es das.

Die Chemie passte, wohl auch, weil Vollmer und Kuhn in ihrem gleichnamigen Podcast (ich hätte ja „Voll Kuhn!“ gewählt) schon des Öfteren zusammen üben durften. Auch die Videos vorher, die Icke und Co aufgenommen hatten, gefielen mir sehr gut. Wenn sich die Chance bietet – gerne öfter. Und gerne auch die Patriots in Deutschland, wenn wir schon beim vorweihnachtlichen Wünschen sind…


 

Jaguars Patriots Vikings Packers NFL

 

 

 

 

Held der Woche 13

Running Back Phillip Lindsay, Denver Broncos

Lindsay ist eine der großen Überraschungen dieser Saison. Er allein sorgte dafür, dass die Broncos zu einem relativ ungefährdeten Auswärtssieg bei den (ersatzgeschwächten) Bengals kamen.

Und Terrell Davis wird sich immer mehr freuen, dass er Lindsay erlaubt hat, seine Nummer #30, die eigentlich retired worden war, zu verwenden.


 

 

Woche 13

 

 

 

 

Twitteruniversum Woche 13

Grandioser Catch von Robinson. Aber blöd, dass ich damit wieder einmal an den „Velcro-Catch“ von David Tyree erinnert wurde… DER DANACH NIE WIEDER EINEN BALL IN DER NFL GEFANGEN HAT!!!

Mann oh Mann.

Wenn ich nicht schon weit über 30 gewesen wäre, würde ich es als Kindheitstrauma bezeichnen.


Der Mann ist Vollprofi in allem, was er macht. Egal, ob opernreifes Ave Maria, Kicks am laufenden Band oder mir Interviews geben. Hier noch einmal der Link zu Wembley 2017 (Jaguars-Ravens) mit seinem Soundschnipsel:

http://www.football-aktuell.de/cgi-bin/audioclip.pl?clip=00225&so=da&rubrik=


Eine schöne Hommage an das Play, das die sogenannten „Prop Bets“ bei den amerikanischen Buchmachern berühmt machte, die heute nicht mehr wegzudenken sind (also die Prop Bets, nicht die Buchmacher… wobei: Die auch).

Die Quote auf einen Touchdown von „The Fridge“ war damals kontinuierlich gesunken, weil Gott und die Welt darauf gesetzt hatte. Und tatsächlich erlief er dann auch einen, was zu einem kollektiven Jubelschrei in den Staaten führte. Die Buchmacher zahlten zähneknirschend, aber Bears Coach Mike Ditka bereute es noch jahrelang, dass er den Ball nicht seinem Star Running Back Walter Payton anvertraut hatte, der so ohne Touchdown blieb.


Mooooment: Bill Belichick ist doch nicht Voldemort…

 

 

… sondern der Emperor aus Star Wars:


Vier Spiele noch, dann war es das wieder für eine ganze Reihe Teams. Langsam kehrt Wehmut ein… Aber auch Vorfreude auf die Playoffs und den Super Bowl!

Wie immer herzlichen Dank an Johannes vom RANDBREITENverlag fürs Korrekturlesen und das Aufmerksammachen auf amüsante Tweets !

 

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