Pink Berlin mit Adler – NYer Lions

„Berlin, Du bist so wunderbar…Berlin.“Alexanderplatz Telespargel

Immer kann ich mich diesem Songtext nicht anschließen, aber da mein Patenkind wieder zuhause abgeliefert werden wollte und Pink nahezu zeitgleich dort gastierte, war wieder ein Trip in die Hauptstadt fällig.

Außerdem spielten „rein zufällig“ auch die Adler wieder im heimischen Poststadion – gegen den Titelverteidiger New Yorker Lions Braunschweig, deren Titelgewinn ich letzte Saison live miterleben durfte (German Bowl Bericht).

Tausend gute Gründe also.

Vorabendkonzert / PreGameShow Pink

@pink concert Konzert

Die Berlin Adler hatten keine Kosten und Mühen gescheut, für den Abend vor dem großen Spiel die auch über die Grenzen Berlins hinaus bekannte Sängerin Pink zu verpflichten!

Rund um die sensationell sehenswerte Waldbühne (für die Bucket List: Rammstein hier anschauen) hätte es noch Tickets zum Schnäppchenpreis gegeben, nachdem sich eine Herde Schwarzmarkthändler offensichtlich mit der Hälfte der offiziell verfügbaren Karten eingedeckt hatte.

Zitat eines erfolglosen Ticketdealers: „Das hab ich überhaupt noch nicht erlebt, dass so viele Karten am Markt waren. Hier geht gar nichts.“

Blöderweise hatten wir auch 2 Tickets über, die jetzt die Grundlage für eine der teuereren Fototapeten bilden können.

Dafür hörte genau rechtzeitig der Regen auf und ermöglichte uns ungestörten Rockgenuss. An dem Konzert war höchstens auszusetzen, dass es mit 95 Minuten nicht gerade überlang war. Handwerklich und musikalisch aber eindeutig erste Sahne.

Als heterosexueller Mann, der mit seinem Bruder die Show besuchte, fällt man übrigens schon fast auf, aber das war uns bereits im Vorfeld bewusst.

Danke nochmal an die Adler für die sensationelle Warm Up Show!

Berlin Adler – NYer Lions Braunschweig

Welcome Sign

Wie ich im Vorjahr lernte: am Knast vorbei und dann links. Wer anschließend die Haupttribüne innen empor schreitet, wird gleich mal standesgemäß begrüßt – allerdings vom Berliner Athletik Klub, der in der Regionalliga Nordost spielt und mit dem schlechtesten Zuschauerschnitt der Liga am Tropf seines Investors hängt.

Stattdessen erwarteten die heimischen Berlin Adler heute die New Yorker Lions Braunschweig – den FC Bayern des deutschen Vereinsfootballs. Deren letzter von 11 deutschen Meistertiteln ist gefühlt noch nicht lange her, allerdings zeigt ein Blick auf den Kalender, dass doch fast schon wieder ein Jahr dazwischen liegt.

Angesichts der Tabellenkonstellation war eine Klatsche zu erwarten: die Adler konnten lediglich ihr Auftaktspiel gegen Hamburg gewinnen und sind im freien Fall (vor allem, nachdem Schlusslicht Hamburg zeitgleich den ersten Sieg einfuhr). Braunschweig dominiert dagegen nach Belieben und hatte alle bisherigen Partien gewonnen.

Ich habe als erstes die Anzeigetafel fotografiert, um zu beweisen, dass die Adler auch einmal ohne Rückstand waren. Es stand nämlich zu erwarten, dass es nicht lange dauern dürfte, bisScoreboard GFL sich dies ändern würde und so kam es folgerichtig auch: Quarterback Casey Therriault, der sich mit seinen 28 Jahren anschickt, alle GFL-Rekorde zu brechen, obwohl er meistens erst spät in der Saison zu den Lions kam, führte seine Mannen zügig über das Feld und nach noch nicht einmal 1,5 gespielten Minuten zur 7:0 Führung.

Zwar konnten die Adler – ohne Quarterback Paul Zimmermann, sondern mit Ersatzmann Niko Fortino – gleich zwei First Downs in Folge schaffen, aber gefühlt blieb das schon der größte Erfolg des Spiels.

Es gab das erwartete Gemetzel und zur Halbzeit stand es bereits 0:35. Selbst das hätte noch höher ausfallen können, aber einmal wurde nach einem missglückten Lateral Fortinos der aufnehmende Braunschweiger Defender von seinem eigenem Mann auf dem ungebremsten Weg in Richtung Endzone getackelt. Wenn es schon die Adler nicht schaffen…

Ein Pick Six der Braunschweiger zählte darüber hinaus aufgrund einer Holding Strafe nicht. In der zweiten Hälfte ging es ähnlich einseitig weiter und das, obwohl der Coach der Lions Mitleid hatte und bereits Mitte des 3. Viertels seinem Backup Quarterback Spielzeit verschaffen wollte.

Berlin Adler GFL

Wie soll denn Therriault so noch vor seinem 30. Lebensjahr alle Rekorde pulverisieren? Jetzt, wo er einen Weg gefunden hat, schon von Saisonbeginn dabei zu sein (kurzer Einschub: nach dem Spiel „interviewte“ ich ihn kurz und er wollte wissen, ob ich beim German Bowl sein werde. Ziemlich sicher nicht war meine Antwort…er aber mit Sicherheit schon. Fand er lustig. Guter Mann).

Trotz seiner Degradierung ins zweite Glied hagelte es Touchdowns für Braunschweig. Ein Highlight waren aber die Fans der Adler, die ihr Team bis zum Schluss unterstützten und hier heimste vor allem ein Fan mit seinem Zwischenruf bei 0:56 Sympathiepunkte ein:

„Alles ist noch offen !“

War es dann doch nicht und der Touchdown rechts war der Schlusspunkt eines auch in der Höhe verdienten 0:62.

Stadionsprecher Björn Hesse konnte einem leid tun und man wünschte sich den von Adlerikone zum Statistikgott umgeschulten Roman Motzkus zurück aufs Feld, um die Offensive etwas in Schwung zu bringen.

Zumindest kam die Niederlage nicht überraschend – im Gegensatz zu dem aus Funk und …. aus der #ranNFL Timeline bekannten @Lippo_kratis, der sich als Stargast eingefunden hatte; ich vermutete, um sich schon mal an Partien seiner Jets in der kommenden Saison zu gewöhnen, wie ich ihm ungefragt unter die Nase reiben musste.

Nach dem Spiel gabs noch einen kleinen #ranNFL Austausch, um das Gesehene zu verdauen, was nicht allzu lange dauerte. Stattdessen spekulierten wir über die künftigen Nachfolger von SchmiSo und Buschi. Wir sind jedenfalls gespannt und spätestens beim #ranNFLsuechtiginHH (oder so) sollte es dazu News geben. Ich werde mit kurzem zeitlichem Abstand und vermutlich Schädelweh darüber berichten!

Danke nochmal an alle Beteiligten für den nett einseitigen Nachmittag und vor allem wie immer Björn Hesse!

 

P.S.: Finde nur ich, dass das Maskottchen der Lions aussieht, als hätte es gestern noch im Film Mars Attacks mitgespielt?

Keiner?

Gut, dann liegts an mir. Nichts für ungut.

Mars GFL Braunschweig

 

 

 

 

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