Woche 6 mit Washington-Philadelphia und Seattle-Atlanta

Vorbericht

Diesmal gabs bei Pro7 Maxx die Spiele Washington-Philadelphia und Seattle-Atlanta. Vom ersten wirds bei mir aber nur wenig zu lesen geben, da mein richtiger Beruf das zeitlich verhindert. Ich werde wohl erst ab ca. der Halbzeit richtig einsteigen können.

In diesem Sinn – los gehts mit den Tierdokus…mit Federn bei allen Beteiligten

Spielbericht Washington – Philadelphia

Ich kam dann genau richtig zum Eagles Special Teams Touchdown durch Wendell Smallwood. 14:7 Washington und gleich danach schlug das Unglück für die heimischen Indianer noch einmal zu: Kirk Cousins warf unter Bedrängnis direkt zu Malcolm Jenkins, der jedoch in der gegnerischen Mannschaft spielt.

14:14, was jetzt nicht unbedingt begeistert, wenn man Washington als Premiumtipp hatte. Und wirklich Glück hatte mein Einsteigen wohl auch nicht gebracht.

Im nächsten Drive hatte Washington gefühlte 13 Versuche für einen Touchdown, bis es dann endlich mit einem Lauf von RB Matt Jones klappte. 21:14 zur Hälfte.

Washington bekam auch noch Ballbesitz zu Beginn der 2. Hälfte. Die Runs sahen allesamt gut aus, aber in der RedZone kamen sie doch ins Stocken. Am Ende musste ein Field Goal aus 32 Yards zur 24:14 Führung herhalten.

Die Eagles stellten sich ein ums andere Mal selbst mit Strafen ein Bein. Wie in der Vorwoche bei den Lions machte man sich so des Öfteren gute Spielzüge so wieder kaputt.

Zu Beginn des letzten Viertels klappte es endlich mal mit einem weiten Pass bei den Eagles auf Jordan Matthews.

https://twitter.com/DerJulian/status/787737254420709376

Trotzdem kam nur ein Field Goal aus 40 Yards heraus zum 24:17.

Die Eagles Defense, die bisher mehr mit Zusehen beschäftigt war, musste mal etwas zeigen…was erneut nicht klappte.  Zumindest hielt man Washington bei einem Field Goal (27:14).

Die Offense baute endlich mal ihre Playmaker um Darren Sproles und Zach Ertz ein – prompt ging es auch zügig nach vorne. Allerdings hier aber ebenfalls nur ein Field Goal, so dass es wieder 7 Punkte Differenz wurden.

Zudem hielt einmal die Defense und mit gut 4 Minuten durften die Eagles wieder durchstarten.

Die trafen eine der dümmeren Entscheidungen der letzten Zeit: bei 1:40 punteten sie den Ball weg (mit nur zwei Timeouts übrig).  Matt Jones erlief ein First Down…und das wars dann. Victory Formation und Spielende.

Doug Pederson ist halt doch ein Rookie Headcoach. Vielleicht sollten die Teams wirklich Madden Zocker fürs Time Management und diese Situationen einstellen, wie es Bill Simmons seit Jahren vorschlägt. Das war jedenfalls ein Anfängerfehler; aufgrund des Spielverlaufs der Sieg aber auch hochverdient für Washington.

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Spielbericht Seattle – Atlanta

Nachdem es bei der ersten Partie einige Male gefragt wurde: es ist „Pink October“, um die Aufmerksamkeit auf den Kampf gegen den Brustkrebs zu lenken – auch in Seattle.

Es dauerte ein paar Drives, bis die ersten Punkte fällig wurden: nach einem Fumble von QB Matt Ryan, das Cliff Avril erzwungen hatte, lief die Christine den Ball in die Endzone. 7:0 durch RB Christine Michael.

Die Seahawks Defense hielt die Offense der Falcons zunächst gut in Schach. Erst Mitte des 2. Viertels konnten die Falcons zum ersten Mal durch ein 33 Yard Field Goal punkten und zum 3:7 verkürzen.

Seattle setzte vorwiegend auf den Lauf; das sah erheblich besser aus als auf der anderen Seite. Der zweite Touchdown wurde folgerichtig auch erlaufen: Rookie Alex Collins mit seinem ersten Touchdown überhaupt zum 14:3 aus 2 Yards.

Von Atlanta überhaupt nichts zu sehen in Hälfte 1 und die 17:3 Führung Seattles auch in der Höhe verdient.

In Halbzeit 2 gab es Ballbesitz für Atlanta und endlich auch mal einen anständigen Drive: am Ende stand ein Touchdownfang von WR „Don“ Julio Jones zum 10:17 aus Sicht der Gäste.

Dazu konnte Atlantas Defense prompt einen Punt Seattles erzwingen – und mit einem eigenen Touchdown daraus Kapital schlagen: Mohammed Sanu fing den Pass zum 17:17 Ausgleich. Danach hatte es in der ersten Hälfte überhaupt nicht ausgesehen.

Und damit wars noch nicht vorbei: ein weiterer Punt Seattles und Atlanta marschierte trotz eines „Brainfarts“ (so nennt der Amerikaner eine nicht nachvollziehbare Entscheidung) zu Beginn – ein Fair Catch des Punt Returners an der eigenen 3 – übers Feld. Am Ende des 3. Drittels die 24:17 Führung für die Falcons durch einen Pass auf Robinson. Das Spiel war  unerwartet auf den Kopf gestellt worden.

Seattle griff tief in die Trickkiste und zog einen Flea Flicker heraus: ein neues First Down – gefühlt das erste der Seahawks in Hälfte 2. Am Ende gab es nur einen vergebenen Field Goal Versuch aus gerade mal 29 Yards von Kicker Hauschka.

Seattle mit dem ersten Stop in Hälfte 2 und so hatten Russel Wilson und Co die Chance zum Ausgleich – die sie auch nutzten: nach einer Pass Interference an der Endzone verwandelte Running Back Christine Michael den kurzen Weg in seinen zweiten Touchdown. 23:24 und noch knapp 5 Minuten zu spielen.

Dann versagte das Kicking Special Team der Seahawks erneut: der Extrapunkt wurde geblockt und Atlanta bekam den Ball.

Blöderweise leistete sich Matt Ryan an der Mittellinie eine Interception (allerdings nicht allein seine Schuld, weil der Ball abgefälscht war) und Seattle bekommt den Ball schnell zurück. Earl Thomas holte sich den Ball aus der Luft.

Seattle schickte erneut seine Kicking Unit aufs Feld. Ein Versuch aus 44 Yards stand an – und diesmal verwandelte er sicher. Die 26:24 Führung zum Two Minute Warning.

Matt Ryan und die Two Minute Offense mit der letzten Chance. Drei Passversuche misslangen und so musste der 4. Versuch & 10 verwandelt werden. Incomplete – auch wenn Head Coach Dan Quinn mit der Entscheidung nicht einverstanden war. Sah zunächst im Livebild sauber aus, aber nach Ansicht der Wiederholung hätte man durchaus auf Foul entscheiden können. Wurde aber nicht und so blieb es bei Ballbesitzwechsel.

Die Victory Formation der Seahawks beendete diese Partie. Ein knapper 26:24 Erfolg der Seahawks mit zwei absolut unterschiedlichen Halbzeiten.

 

 

TV-Kritik

Entgegen der ursprünglichen Ansetzung Buschmann / Esume musste Schmi-So für den kurzfristig erkrankten Buschi einfliegen. Für mich nicht unbedingt ein Nachteil.

Die größte Diskussion schienen SchmiSos Haare auszulösen:

Was jedoch im Umkehrschluss bedeutet, dass die Übertragung nicht schlecht gewesen sein kann. Mir gefällt die Kombination und ich hab Frank Buschmann nicht wirklich vermisst – wie anscheinend die meisten Zuschauer, wenn man den #ranNFL-Stream so verfolgt.


Für die späte Partie durften dann Jan Stecker und Roman Motzkus ran. Lustigerweie rieb Stecker dann gleich mal Roman sein Statistikwissen unter die Nase.

Dafür hatte er nicht mitbekommen, dass Kam Chancellor bei diesem Spiel „inactive“ war. Bei Twitter kamen 831 Nachrichten diesbezüglich, bevor Roman Motzkus die Fehlmeldung korrigieren musste. Aber auch danach gingen noch genug ein.

Jan Stecker bekam früh im Spiel einen Quarterback-Sneak geboten von den Falcons. Sein absoluter Lieblingsspielzug 🙂

Roman Motzkus erkannte sogar vor den amerikanischen Kommentatoren, dass es sich um den 150. Jubiläumsfehlstart eines gegnerischen Teams handelte. Dem Statistikgott macht halt so schnell keiner was vor, was er auch bewies, indem er Ickes Stats zwei Mal verbesserte!

Ansonsten schönes Zusammenspiel der beiden. Jan Stecker arbeitet sich in meinem total subjektiven und internen Ranking langsam, aber sicher nach vorne.

 

 

Helden

Case Keenum, Quarterback, Los Angeles

Der Mann, der nur kurz den Stuhl für No 1 Pick Jared Goff anwärmen sollte, spielt wie ein Großer. Diesmal reichte es zum genannten Completion-Rekord, aber nicht zum Sieg.

Keenum ist sicher ein Grund, warum die Rams wesentlich besser dastehen, als man es erwarten konnte, obwohl man das Spiel letztendlich doch noch aus der Hand gab (28:31).

An Keenum, der 321 Yards, 3 Touchdowns / 1 Interception, und noch einen Rushing Touchdown erzielte, lag es nicht. Und wenn er so weiter macht, wird Goff noch lange auf der Bank schmoren.

 

 

…und Versager

Die Carolina Panthers ( in New Orleans)

 

Sieht aus wie der typische SuperBowl-Hangover/Kater. Irgendwie hatte es man nicht erwartet und der Sieg in der NFC South war fest gebucht (Quote war 1,45, wenn ich mich recht erinnere), aber die Saison läuft miserabel.

Wobei die Tweets zugegebenermaßen vor der Aufholjagd der Panthers von mir eingefügt wurden. Am Ende war es trotzdem zu wenig: durch ein Field Goal verlor man auch in New Orleans und steht bei 1-5. Auch wenn es schon Gegenbeispiele gibt (wie Kansas City im Vorjahr) – ich halte eine Playoffqualifikation für ausgeschlossen.

Cam Newton zeigte erneut, dass er ein schlechter Verlierer ist. Die Pressekonferenz erinnerte fatal an die nach dem Super Bowl. Und ich meine nicht das gewagte Outfit, welches mir reichlich egal ist (ich würds nicht anziehen, aber muss ich ja auch nicht).

Ich wüsste keinen…

 

 

Twitteruniversum

Ich habe einen blinden Leser. Das könnte jetzt ein Oxymoron sein (musste ich nachschlagen – ist schon zu lange her), weil es sich ja eigentlich ausschließt.

Aber Patrick kann sich mit einem Screenreader tatsächlich meine Inhalte vorlesen lassen. Super Sache – und ich hoffe, dass das auch weiterhin so klappt.

Unglaublich, was man hier so lernt beim Basteln an einer Footballseite.


Kleines bißchen Regelkunde vom @Flaggenwerfer, die auch schon DeAngelo Williams und Co schmerzlich erfahren mussten (und mir mit meiner Frank-Buschmann-Gedächtnis“frisur“ nicht passieren kann):


Kleine Reminiszens an einen der besten Footballfilme: „Any Given Sunday“ (den deutschen Titel „An jedem verdammten Sonntag“ hat Pro7 Maxx geklaut – ich find ihn aber nicht so toll, wie das englische Original). Hier Linebacker Lawrence Timmons von den Steelers in seiner besten Willie Beamen-Interpretation…


Die NFL hat die Teams gewarnt, dass sie nicht zu viele Highlights über ihre Social Media Kanäle einstreuen sollen – was die jeweiligen PR-Abteilungen wohl zu Kreativität animiert hat.

Ich finds nett, dass man es der NFL so augenzwinkernd „zeigt“.