Saisonvorschau Los Angeles Rams

Team Previews Vorschauen im August

Solange könnt Ihr Euch noch über die vom Vorjahr lustig machen 🙂 :

Die Vorschau 2016:

 

Die letzte Lombardi Trophy:

XXXIV – 2000 (gleichzeitig die einzige)

Mein Tip im Vorjahr:

7-9 und Platz 3 in der NFC West. Mehr ist kaum vorstellbar.

Tatsächlich:

7-9. Spot on wie der Amerikaner sagt: Platz 3 bei der getippten Bilanz. Auf Coach Fisher ist halt Verlass.

Das Highlight der letzten Saison

Sportlich wohl, dass man beide Spiele gegen die Seahawks und das bei den Arizona Cardinals jeweils überraschend für sich entscheiden konnte.

Wichtiger für die Zukunft war jedoch die Abstimmung der NFL Owner im Januar: hier wurde der Umzug der Rams zur aktuellen Saison abgenickt. Die Fans dankten es mit um die 180.000 Zuschauer zu den beiden Preseason (!!!) Heimspielen.

Mein Tip für 2016:

7-9. Coach Fisher erklärte bei Hard Knocks, dass sein Team die Saison nicht „7-9, 8-8 oder 9-7“ beenden wird. Wenn uns die Geschichte aber eins zeigt, dann das Coach Fisher fast nichts anderes kann. Dazu mit Jared Goff einen Rookie Quarterback, der noch viel lernen muss – eher wird es wohl 6-10 als 10-6. Und damit wohl wieder Platz 3 in der Division.

Die Vorschau aus Rams-Fansicht:

(von Daniel prause – Twitter LA RAMS chapter GER @42661977 )

Offensive Line Guru LeCharles Bentley hat sich im Sommer Greg Robinson vorgenommen und somit die erste Reihe O-Line wenigstens in der Preseason in die richtige Richtung gedreht.

Und das ist wichtig für Jeff Fisher-Football, der im Angriff hauptsächlich auf „ground n pound“ setzt.

Die 32. „beste“ Offensive der NFL wird wohl auch in dieser Spielzeit ausschließlich auf seinen Hauptdarsteller Todd Gurley setzen müssen, in der Nebenrolle versucht Tavon Austin wieder zweistellige Touchdown-Zahlen für zweistellige Million Dollar Summen zu produzieren. Und Schnitt.

Auch typisch für Jeff Fisher ist es, dass Jared Goff seine ersten Auftritte in der NFL eher vor dem TV als im TV bestreiten wird. Einfach mal bei Aaron Donald oder Greg Robinson nachfragen. Enttäuschend ist es trotzdem, dass Goff nicht an Keenum vorbeikommt.
Und sehr enttäuschend, dass es z.Zt. nicht mal für Sean Mannion reicht.

Seine 7/8 Siege pro Saison holt Jeff Fisher durch die Defense. Die Rams werden wahrscheinlich vom klassischen FS/SS zurück zum Interchangeable-System mit Maurice Alexander und TJ McDonald gehen.

EJ Gaines muss fit bleiben, um Janoris Jenkins tatsächlich zu ersetzen.

Mit Dominique Easley hat die vermeintlich beste D-Line der Liga dafür noch mehr PassRush inside erhalten. Und Alec Ogletree wird den lange überfälligen Wechsel auf der Mike-Position darstellen.

Schlussendlich wird Gregg Williams wieder kreativ mit Subpackages arbeiten müssen/wollen und Wege finden, Tweener wie Mark Barron oder Ethan Westbrooks ins Spiel zu setzen, um die 7/8 Siege zu holen.

Folge dem Twitter-Account des LA Rams Chapters hier:

 

 

 

 

 

Die Vorschau 2015 liegt auch noch rum:

Die Vorschau 2015:

Spitzname:

Hier ist der Name kurz genug, dass es keine gesonderten Spitznamen und Kurzformen braucht.

Größte Erfolge der letzten Jahre:

Die Rams gewannen als „Greatest Show On Turf“ 1999 den Super Bowl mit Spielern wie QB Kurt Warner und RB Marshall Faulk.

Allerdings blieb es bei einem Super Bowl Gewinn – der Super Bowl 2001 wurde gegen die krassen Aussenseiter mit dem bis dahin kaum bekannten QB Tom Brady sensationell verloren.

Zumindest für die Playoffs 2003 und 2004 konnte man sich noch qualifizieren, aber das ist alles schon sehr lange her. Danach herrschte hauptsächlich Tristesse am Tor zum Westen.

Letzte Saison:

6 Siege – 10 Niederlagen

Stars der Rams:

Bis vor kurzem wäre hier wohl QB Sam Bradford aufgetaucht, aber der wurde im März 2015 im Tausch für QB Nick Foles nach Philadelphia getradet.

Obwohl man die letzten Jahre regelmäßig aufgrund schlechter Leistungen im Vorjahr früh im Draft ziehen durfte, blieb eine dauerhafte Steigerung aus.

Die letzte positive Bilanz stammt aus dem Jahr 2003 (!!!). Und vor ein paar Jahren war die NFC West die Lachnummer der Liga – da hätte man schon mal irgendwie richtig Playoffs schielen dürfen.

DT Aaron Donald hatte eine ganz gute Spielzeit, aber für Star-Status reichts noch nicht. Und solange die Rams nicht dauerhaft Siege einfahren, hat das auch keiner verdient.

Coach:

Jeff Fisher kam nach Jahren in Tennessee mit vielen Vorschusslorbeeren nach St. Louis. Bei genauerem Hinsehen ist sein Ruf aber erheblich besser als seine Bilanzen:

In 20 Jahren als Head Coach der Houston Oilers / Tennessee Titans / St Louis Rams kam er ganze fünf Mal in die Playoffs, wovon er ein Mal auch in den Super Bowl einzog (mit Tennessee 1999 knapp gegen die St. Louis Rams verloren).

Mit St. Louis gings nicht wirklich aufwärts bislang, wobei er auch mal für Lacher gesorgt hat (vor allem, als er im Spiel gegen die Franchise in Washington die Tradebeute als Captains auflaufen ließ – ganze Geschichte siehe hier.

Ziel:

Den letzten Platz in der Division abgeben und vielleicht mal Richtung Playoffs schielen.

Kontroversen:

Der Besitzer der Rams, Stan Kroenke liegäugelt ganz offen mit einer Rückkehr der Franchise nach Los Angeles, wo das Team schon 1946 bis 1994 gespielt hatte.

Öffentlich hält er sich bedeckt, aber nach Jahren des Streits mit der Stadt St. Louis über einen Neu- oder zumindest Umbau des Stadions scheinen die Zeichen auf Abschied zu stehen.

Er hat bereits Land in einem Vorort von L.A. gekauft, das für ein Stadion inklusive Infrastruktur reichen würde. Die Entscheidung fällt wohl in dieser Saison, wohin die Reise geht bzw. ob sie startet.

Objektiv scheinen die Rams noch vor den ebenfalls wechselwilligen Chargers und Raiders das Konzept zu haben, das bereits am Weitesten fortgeschritten ist.

Gut zu wissen:

Sollte es sportlich erneut nicht reichen, so wird vermutlich die Unklarheit über die Zukunft der Franchise als Ausrede herhalten müssen.

Anfang August wurde ein Urteil gefällt, das es der Stadt St. Louis erlauben würde, Steuergelder auch ohne vorherige Bürgerbefragung für ein neues Stadion verwenden zu dürfen. Aber es sieht nicht so aus, als ob das überhaupt noch nötig wird.

Tip für 2015:

7-9 und Platz 3 in der NFC West. Mehr ist kaum vorstellbar.