Saisonvorschau Arizona Cardinals

Team Previews Vorschauen im August

Solange könnt Ihr Euch noch über die vom Vorjahr lustig machen 🙂 :

Die Vorschau 2016:

 

Die letzte Lombardi Trophy:

Bei der einzigen Finalteilnahme 2009 zogen die Cardinals nicht zuletzt bedingt durch eine nahezu skandalöse Schiedsrichterleistung gegen die Steelers den kürzeren.

Mein Tip im Vorjahr:

9-7 und Platz zwei in der NFC West.

Tatsächlich:

13-3. Eine herausragende Saison der Cardinals: Carson Palmer mit seinem x-ten Frühling, ein starker Rookie Running Back Davis Johnson, dazu eine bärenstarke Defense – die Cards spielten sich zum NFC-Favoriten auf. Die Saison endete dann im Conference Final gegen die Panthers, bei dem man chancenlos war.

Das Highlight der letzten Saison

Die komplette Saison war stark – und das Highlight gabs in Deutschland ab Anfang Juli: NFL Films hatte im Auftrag von amazon die Cardinals die ganze Spielzeit über begleitet und das in einer Staffel mit 8 Folgen für amazon Prime Kunden festgehalten. Ich hab nie etwas besseres gesehen…

Mein Tip für 2016:

11-5. Das letzte Hurra für Carson Palmer und Larry Fitzgerald?! Das Fenster wird aufgrund der alternden Superstars immer kleiner. Fraglich, ob sich das Niveau des vergangenen Jahres halten lässt, aber die Cardinals dürften sich mit den Seahawks einen Zweikampf um die Krone der NFC West liefern – mit dem besseren Ende für sich.

Die Vorschau 2015 liegt auch noch rum:

Die Vorschau 2015:

Spitzname:

„The Cards“ (auch hier wieder eine Abkürzung für so einen vermeintlich langen Teamnamen) und „The Birds“.

Größte Erfolge der letzten Jahre:

Die Cards erreichten 2008 überraschend den Super Bowl, verloren jedoch knapp gegen die Pittsburgh Steelers.

Im Jahr darauf und in der vergangenen Saison konnten die Playoffs erreicht werden (wobei 2014 dann der gefühlt 5. QB in den Playoffs ran musste und die Offense gegen die Panthers quasi nicht-existent war).

Letzte Saison:

11 Siege – 5 Niederlagen

Stars der Cardinals:

Der Star heisst seit Jahren Larry Fitzgerald und ist WR. Er wurde von den Cardinals im Jahr 2004 in der ersten Runde des Drafts an #3 gezogen.

Vermutlich ist er der bestverdienendste Wide Receiver aller Zeiten (stell ich mal so ungeprüft in den Raum) – er spielt mittlerweile seinen dritten bzw. vierten (der dritte wurde noch einmal abgeändert) Vertrag bei den Cardinals und hat alleine hier in 11 Jahren über 118 Millionen Dollar verdient.

Ohne Werbeeinnahmen.

Mittlerweile kann man ihn nicht mehr zur Gilde der WR-Superstars der Liga zählen. Selbst im eigenen Team beginnt ihm Michael Floyd langsam aber sicher den Rang abzulaufen. Und der letztjährige Rookie WR John Brown sorgte auch für mächtig Wirbel auf dem Platz.

Aber für ein letztes Hurra in mittlerweile nur noch 1 gegen 1 Situationen (im Gegensatz zur Doppel- und Dreifachdeckung früher) sollte es noch einmal reichen.

Fraglich ist, inwieweit QB Carson Palmer an die Leistungen vor seiner erneuten schweren Knieverletzung im Vorjahr anknüpfen kann und ob die Defense auch ohne ihren Coordinator Todd Bowles, der den Head Coach Posten bei den New York Jets übernommen hat, wieder derart dominant aufspielen kann. Erwartet worden war das angesichts einiger Abgänge vor der Saison nicht.

Coach:

Bruce Arians übernahm 2012 bei den Indianapolis Colts vorübergehend das Ruder, als der dortige Head Coach Chuck Pagano an Krebs erkrankte.

Da er hier überzeugende Leistungen in dieser außergewöhnlich schwierigen Spielzeit zeigte, wurde er dann für die Saison 2013 von den Arizona Cardinals verpflichtet.

Im zweiten Jahr konnte er mit einer Bilanz von 11 – 5 die Playoffs erreichen – trotz der Verletzung von QB Carson Palmer früh in der Saison und einigen namhaften Abgängen in der Defense vor der Saison.

Arians dürfte relativ sicher im Sattel sitzen – der Erfolg war ihm von den Wenigsten zugetraut worden.

Markenzeichen sind übrigens Hüte der Marke Kangol, die er zu jedem mehr oder weniger passenden Anlass trägt.

Ziel:

Eine Wiederholung des Playoff-Einzugs in der starken NFC West dürfte wohl mehr Wunschdenken als Realität sein – aber das war im Vorjahr nicht anders und gelang trotzdem.

Kontroversen:

In Arizona ists vergleichsweise ruhig – liegt vielleicht am Wüstenklima in Phoenix. Wirkliche Probleme gibt es eigentlich nicht – oder man löst sie intern.

Gut zu wissen:

Die Cardinals gewannen schon zwei Mal die Meisterschaft…allerdings weit vor Super Bowl Zeiten – nämlich 1925 und 1947. Und zu allem Überfluss waren sie damals noch in Chicago beheimatet.

Einer der bekanntesten Spieler war Pat Tillman – und der wurde mehr oder weniger erst nach seinem Abgang landesweit populär. Nach den Anschlägen auf das World Trade Center unterschrieb er 2002 keinen neuen Vertrag bei den Cardinals (3 Jahre / 3,6 Millionen $ waren angeboten worden), sondern schloss sich für viele Millionen weniger stattdessen der US Army und hier den Rangers an.

Tillman starb 2004 in Afghanistan an den Folgen sogenannten „friendly fires“ – durch eine amerikanische Kugel in einem Hinterhalt der Taliban. Zunächst wurde sein Tod so dargestellt, dass die afghanischen Angreifer verantwortlich waren; erst nach seiner Beerdigung wurde eine Untersuchung eingeleitet, die die tatsächlichen Abläufe rekonstruierte.

Zu seinen Ehren findet seit 2006 jährlich der „Pat Tillman-Run“ statt; was zunächst mit 10.000 Läufern für einen guten Zweck in Tempe begann, ist mittlerweile noch deutlich angewachsen.

Tip für 2015:

9-7 und Platz zwei in der NFC West.

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