Saisonvorschau Carolina Panthers

Team Previews Vorschauen im August

Solange könnt Ihr Euch noch über die vom Vorjahr lustig machen 🙂 :

Die Vorschau 2016:

 

Die letzte Lombardi Trophy:

Neben der Super Bowl Teilnahme in der vergangenen Saison verlor man auch 2004 gegen die New England Patriots.

Mein Tip im Vorjahr:

9-7 und Platz zwei in der NFC South.

Tatsächlich:

15-1. Beim Eishockey gibt es einen Spruch: „Eins, zwei, drei und wieder mal vorbei.“ So ungefähr war das auch mit der Prognose hier. Die Panthers dominierten in der regulären Saison fast nach Belieben und verloren lediglich am vorletzten Spieltag beim Divisionsrivalen Falcons.

Das Highlight der letzten Saison

Die komplette Saison war ein einziges Highlight. Wehrmutstropfen in der MVP-Saison von Quarterback Cam Newton waren „nur“ das verlorene Endspiel und das Verhindern einer makellosen Bilanz in Atlanta.

Mein Tip für 2016:

12-4. Wer soll die Panthers in der Form des Vorjahres schlagen? Corner Josh Norman hatte man zunächst das Franchise Tag verpasst, um ihn dann für umsonst ziehen zu lassen. Aber GM Gettleman hat vollstes Vertrauen von Fans und Owner.

Dazu bekommt man mit Kelvin Benjamin den Receiver zurück, der im Vorjahr die Nummer 1 hätte sein sollen. Hervorragende Aussichten also für die Panthers und ihre Anhänger.

Die Vorschau 2015 liegt auch noch rum:

 

Die Vorschau 2015:

Spitzname:

Die Mannschaft von 2003 hatte den Spitznamen „Cardiac Cats“, weil sie Spiele erst in der letzten Minute entschied. Im Super Bowl verlor man dann durch ein Field Goal von Adam Vinatieri gegen die New England Patriots…mit auslaufender Uhr. Absolut passend.

Größte Erfolge der letzten Jahre:

Die Panthers sind erst seit 1995 in der NFL – als Expansion Team wurden sie damals Team #29.

Der Super Bowl Einzug 2003 ist daher auch der größte Erfolg der Mannschaft. Zudem wurden die Playoffs noch 2005, 2008, 2013 und 2014 erreicht.

Letzte Saison:

7 Siege – 8 Niederlagen – und eines der sehr seltenen Unentschieden.

Aber das reichte in der unterirdischen NFC South für die Playoff-Teilnahme. Die erste Runde gewann man sogar noch gegen die gefühlt mit ihrem fünften QB angetretenen Arizona Cardinals, aber gegen Seattle war man letztendlich ohne realistische Chance.

Stars der Panthers:

Top-Star auf der Offensivseite ist unumstritten QB Cam Newton. Er wurde im Draft 2011 an #1 von den Panthers gezogen. Newton schafft es, gutes Passspiel und kraftvolle Läufe zu einem perfekten Mix zu vereinen.

Er unterschrieb im Juni 2015 seinen zweiten Profivertrag bei den Panthers über 103 Millionen Dollar für fünf Jahre.

In Carolina fehlt aber die sogenannte „Supporting Cast“ – also die Unterstützung durch andere gute Spieler. Im Vorjahr zeigte Rookie WR Kelvin Benjamin gute Ansätze, der Rest der Passfänger ist deutlich unter Ligadurchschnitt. Allerdings verletzte sich Benjamin in der Vorbereitung schwer am Knie und wird voraussichtlich die komplette Spielzeit ausfallen. Ob Rookie Funchess in seine Fußstapfen treten kann ist noch offen.

In das Laufspiel wurde lange Jahre ziemlich erfolglos investiert. Weder RB DeAngelo Williams noch RB Jonathan Stewart rechtfertigten ihre Monsterverträge – mehr als Mittelmaß war das nicht. Mittlerweile ist auch nur noch Stewart an Bord.

In der Defense hat sich MLB Luke Kuechly das Prädikat Star verdient – er wurde 2013 sogar zum besten Defensivspieler der Liga ernannt und dürfte noch viele gute Jahre im Trikot der Panthers vor sich haben.

Coach:

Head Coach Ron Rivera, Spitzname „Riverboat Ron“, spielte selbst acht Jahre in der NFL für die Chicago Bears. Er hat seit 2011 den Trainerposten inne.

Der Spitzname rührt von seiner aggressiven Spielzugauswahl – vergleichbar mit einem Spieler auf einem Casino-Boot.

Ziel:

Mit Atlanta und den Saints konkurriert man um den Division-Sieg in einer erneut schwachen NFC South.

Kontroversen:

Der Skandal um DE Greg Hardy zog sich über die gesamte Saison 2014 hin. Hardy war von seiner Ex-Freundin angezeigt worden, dass er sie an den Haaren gezogen, mit dem Tod bedroht und schließlich gegen Möbel und auf ein Bett voller Waffen geworfen hätte.

Wäre Hardy nur ein durchschnittlicher Spieler gewesen, so wäre er vermutlich auf der Stelle entlassen worden.

So wollten die Panthers zunächst auf Zeit spielen und er lief im ersten Spiel auf.

Der öffentliche Aufschrei war wie im Fall von RB Ray Rice (siehe Kontroversen Baltimore Ravens) riesig und von den Panthers sowie der NFL wohl unterschätzt worden.

Auch Hardy wurde wie Adrian Peterson von den Vikings mit Gehalt suspendiert und spielte kein weiteres Spiel in dieser Saison.

Er wurde schließlich für 10 Spiele ohne Bezüge gesperrt, die Strafe aber im Berufungsverfahren im Sommer 2015 auf 4 Spiele reduziert. Er hatte zuvor als Free Agent bei den Dallas Cowboys unterschrieben.

Gut zu wissen:

Im Gegensatz zu vielen anderen neuen Teams hatte sich Owner Richardson früh auf einen Namen für seine Mannschaft festgelegt und nicht erst Umfragen und Wettbewerbe starten lassen (um dann doch den marketingtechnisch günstigsten Namen auszuwählen).

Richardson hatte selbst halbwegs erfolgreich Football für die Baltimore Colts gespielt und nachdem Charlotte ein NBA-Expansion Team zugesprochen wurde, wollte er ein NFL Expansion Team, was auch hervorragend gelang.

Tip für 2015:

9-7 und Platz zwei in der NFC South.