Saisonvorschau Green Bay Packers

Team Previews Vorschauen im August

Solange könnt Ihr Euch noch über die vom Vorjahr lustig machen 🙂 :

Die Vorschau 2016:

 

Die letzte Lombardi Trophy:

 

XLV – 2011 (zuvor noch XXXI 1997 sowie I und II)

Mein Tip im Vorjahr:

12-4 und erneut der erste Platz in der NFC North.

Tatsächlich:

10-6. Es war kein Seuchenjahr für die Packers, aber sicher eines der schwächeren, obwohl man sich letztendlich trotzdem für die Playoffs qualifizierte. Im letzten Saisonspiel hätte man sich mit einem Sieg gegen die Vikings im „Endspiel“ noch den Divisiontitel holen können, aber mit einer Niederlage durfte man dann in der Wildcard-Runde in Washington antreten und gewann dort relativ mühelos.

Das Saisonende kam gegen die Arizona Cardinals in einem der für neutrale Zuschauer unterhaltsamsten Saisonspiele überhaupt. Letztendlich musste man sich den Cardinals nach Verlängerung beugen.

Das Highlight der letzten Saison

Das Spiel bei den Detroit Lions war eigentlich schon verloren. Mit etwas Glück (und Schiedsrichterunterstützung) hatte man jedoch noch die Chance auf eine Hail Mary – und Aaron Rodgers ließ einen Pass über 61 Yards raus. Den fing sein Namensvetter Richard Rodgers zum nicht mehr für möglich gehaltenen Sieg.

Mein Tip für 2016:

11-5. Die Rückkehr des im Vorjahr komplett verletzungsbedingt fehlenden Top WR Jordy Nelson sollte genügen, um wieder in die Divisionssiegerspur zu geraten. Dazu ist Running Back Eddie Lacey, der sich eine „Auszeit“ von seiner Diät nahm, körperlich wieder im spielfähiger Verfassung.

Der Divisionssieg führt wie so oft nur über die Packers und das Erreichen des Conference Finales wäre alles andere als eine Überraschung.

Die Vorschau 2015 liegt auch noch rum:

Die Vorschau 2015:

Spitzname:

„The Pack“ und „The Green And Gold“. Ein derart beliebtes Team braucht natürlich auch ein paar Spitznamen.

Größte Erfolge der letzten Jahre:

Super Bowl Sieg 2010 und – festhalten – Playoff-Teilnahmen 2001, 2002, 2003, 2004, 2007, 2009, 2010, 2011, 2012, 2013, 2014.

Mit Sicherheit eine der erfolgreichsten Teams – und nicht zuletzt dadurch auch in der Popularität ganz vorne (mit den Pittsburgh Steelers).

Letzte Saison:

12 Siege – 4 Niederlagen

Stars der Packers:

Bei diesem Team ist wieder einmal der Quarterback, Aaron Rodgers, der Star. Und was für einer. Wenn man heute Experten fragt, welchen Spieler in der Liga sie als erstes wählen würden, wenn sie eine Franchise neu aufbauen und sich irgendwo bedienen könnten, so hört man mehrheitlich seinen Namen.

Und das sah lange nicht danach aus:

Aaron Rodgers war vor dem Draft 2005 als der Top-QB gehandelt worden. Zu gerne wäre er zu seinem Heimatteam San Francisco 49ers gegangen, die an #1 zogen.

Irgend jemand dort kam auf die heute absurd anmutende Idee, lieber QB Alex Smith vom College in Utah zu holen. Das zahlte sich kein bißchen aus und ist im Rückblick heute eine ähnlich grandiose Fehlentscheidung, wie die Micheal Jordan damals in der NBA nicht an #1 zu holen.

Die Teams hinter den 49ers benötigten aber eher auf anderen Positionen Hilfe und so gingen die TV-Bilder von Aaron Rodgers im sogenannten Green Room – der Wartehalle beim Draft – um die Welt, der mit jedem Pick enttäuschter aussah. Und laaaange warten musste.

Letztendlich wurde er dann an #24 von den Packers erlöst – die mit Sicherheit auch andere Positionen dringender nötig gehabt hätten, aber einfach den Mehrwert von Rodgers erkannten.

Mittlerweile zweifelt keiner mehr an den Fähigkeiten von Rodgers und die 23 Teams, die ihn übergangen hatten – allen voran die 49ers – dürften diesen Tag schon verflucht haben.

Dazu kommt mit Eddie Lacy ein Running Back, der in der vergangenen Saison den Durchbruch zum Star geschafft haben dürfte.

Komplettiert wird die Offensivkraft eigentlich durch ein überdurchschnittlich talentiertes WR-Corps um Jordy Nelson und Randall Cobb. Dummerweise hat sich aber Jordy Nelson, sicher einer der 5 besten auf seiner Position in der Liga, im Vorbereitungsspiel am 23.08.15 gegen die Steelers das Kreuzband gerissen und wird die komplette Saison ausfallen.

Mit dem letztjährigen 3. WR Davante Adams steht ein talentierter Mann bereit, um in die riesigen Fußstapfen zu steigen.

Die Defense fällt dagegen deutlich ab und spielt oft nur durchschnittlich. Dieses Problem steht auch größeren Erfolgen (noch) im Weg.ste Platz in der NFC North.

Coach:

Mike McCarthy ist bereits seit 2006 Head Coach der Packers. Er zählt zu den besseren Trainern der Liga; einzig sein sogenanntes „In-Game-Management“ gab mitunter Anlass für Kritik.

Die Auswahl seiner Spielzüge führte auch zur Niederlage gegen die Seattle Seahawks im Halbfinale der vergangenen Saison. Lange führte man und verlegte sich dann auf erzkonservative und letztendlich zu kurze Offensivserien. Seattle glich aus und durch einen Fehler in den Special Teams in der Verlängerung verlor man nahezu sensationell noch.

McCarthy gab im weiteren Verlauf an, die Spielzüge künftig durch seinen Co-Trainer auswählen zu lassen.

Ziel:

Bei den Packers ist der Einzug und möglichst Gewinn des Super Bowl immer erklärtes Ziel. Playoff-Teilnahme wird mehr oder weniger als selbstverständlich erachtet.

Kontroversen:

Die größte Kontroverse der letzten Jahre war sicher die Saga um die Nahezu-Rücktritte von QB-Legende Brett Favre. Als die Packers Aaron Rodgers drafteten, war klar, dass er erst einmal auf die Bank muss.

In den Folgejahren erklärte Favre mehr oder weniger tränenreich seinen Rücktritt im Frühjahr, um dann im Sommer seine Meinung wieder zu ändern und zum Trainings Camp wieder zurückzukehren. Als neutraler Beobachter fühlte man sich unweigerlich an den Film „Und täglich grüßt das Murmeltier“ erinnert.

2008 legte das Management dann mehr oder weniger ein Veto ein. Favre wollte erneut zurückkehren und musste dann hören, dass er jetzt nur noch als Ersatzmann für Rodgers vorgesehen wäre.

Dies konnte er mit seinem Ego nicht vereinbaren, weswegen er zu den New York Jets getraded wurde. Der Aufschrei in der Fangemeinde war riesig…und steigerte sich in blanken Hass, als Favre im Jahr darauf bei dem Dauerrivalen Minnesota Vikings unterschrieb.

Mittlerweile ist Gras über die Angelegenheit gewachsen und im Juli 2015 wurde Brett Favre in die Packers Hall of Fame aufgenommen – vor ausverkauftem Stadion. Mit 80.000 Zuschauern. Ohne dass noch ein Spiel oder ähnliches gewesen wäre.

Gut zu wissen:

Die Packers sind das einzige Team der NFL, das nicht einem Eigentümer oder einer Gruppe gehört, sondern sogenannten Anteilseignern.

Somit sind sie auch die einzige Chance, einen Einblick in die Bilanzen einer Organisation zu erhalten.

Auf diese Weise wurde auch bekannt, dass jedes NFL-Team vor der Saison 2015 aus den nationalen Einkünften eine Summe von insgesamt 226 Mio $ erhielt. 226 Mio $ ! Und da sind die lokalen Einnahmen wie Team Merchandising, Eintritte, etc. noch nicht mit eingerechnet. Der Salary Cap – die Gehaltsobergrenze liegt diese Saison bei ungefähr 143 Mio $. Es bleibt also das ein oder andere Scherflein für die Eigentümer übrig.

Tip für 2015:

12-4 und erneut der erste Platz in der NFC North.