Samstag, März 2, 2024

Saisonvorschau Dallas Cowboys 2017

Die letzte Lombardi Trophy:

XXX – 1996 (dazu noch 1994,1993,1978,1972). Die Cowboys liegen hinter den Steelers auf (dem geteilten) Platz 2 der ewigen Bestenliste.

Abgänge:

Die waren zahlreich, sollten aber alle zu verkraften sein: der langjährige Quarterback Tony Romo wechselte auf den Kommentatorenplatz, nachdem er kein Team fand, das ihm zusagte.

Guard Ronald Leary unterschrieb in Denver und RT Doug Free beendete überraschend seine Karriere, sodass plötzlich auch in der besten O-Line der Liga Bedarf für frisches Blut bestand.

Darüber hinaus verließen die [itg-glossary glossary-id=“3617″]Cornerbacks[/itg-glossary] Morris Claiborne und Brandon Carr den Verein – genauso wie die Safeties JJ Wilcox (nach Tampa, dann weiter zu den Steelers) und Barry Church.

Zugänge:

[itg-glossary glossary-id=“3726″]Left Guard[/itg-glossary]  Jonathan Cooper, ein ehemaliger First Round Pick (#7), versucht sich bei seiner mittlerweile 4. Station (Cardinals, Patriots, Browns).

Mit ex-Broncos Running Back Ronnie Hillman holte man eine zusätzliche Ausfallversicherung für Ezekiel Elliott.

Bei den Defensive Backs sollen SS Robert Blanton (zuletzt Bills) und CB Nolan Carroll (vom Divisionsrivalen Philadelphia) die Abgänge ersetzen.

Darüber hinaus steht der Zweitrundenpick des Vorjahres, Linebacker Jaylon Smith, vor seinem Debüt, nachdem er die Vorsaison erwartungsgemäß aufgrund einer Verletzung verpasst hatte.

Draft:

An Ende der ersten Runde (#28) holte man mit [itg-glossary glossary-id=“3623″]DE[/itg-glossary] Taco Charlton einen Pass Rusher, der sein Talent im Camp bereits andeutete.

Er muss auch sofort einschlagen, da gefühlt 5 Defensive Ends der Cowboys im Verlauf der Offseason gesperrt wurden: tatsächlich sind es mit Randy Gregory (komplette Saison), David Irving (4 Wochen) und Damontre Moore (2 Wochen) „nur“ 3.

In Runde 2 wurde mit Chidobe Awuzie ein Cornerback verpflichtet – genauso wie eine Runde später Jourdan Lewis.

Der Star:

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Vor einem Jahr hätte hier wohl noch Tony Romo gestanden, aber der ist in der schnelllebigen NFL nur noch Geschichte.

Sein Nachfolger Dak Prescott hat jedoch die Fans in seinen Bann gezogen und fällt im Gegensatz zu Draftmate Ezekiel Elliott auch außerhalb des Platzes nur positiv auf. Mit dem ungewollten Viertrundenpick und Rookie of the Year (wenn der auch umstritten war und wohl gerechterweise Ezekiel Elliott zugesanden hätte werden müssen) scheint den Cowboys Verantwortlichen ein absoluter Glücksgriff gelungen zu sein.

Der Coach:

Jason Garrett ist bereits seit November 2010 am Steuer, als Vorgänger Wade Philipps entlassen und er vom Offensive Coordinator zum [itg-glossary glossary-id=“3611″]Head Coach[/itg-glossary] befördert worden war.

Der ehemalige Backup von Cowboys Legende Troy Aikman hat seitdem alle Höhen und Tiefen mitgemacht und auch gerüchteweise schon vor der Ablösung gestanden. Die letztjährige Sensationssaison hat ihm sicher noch ein paar Jahre verschafft.

Er ist nicht unumstritten in der Anhängerschaft, aber das muss auch nicht sein – vor allem, wenn dann 13 Siege in der Hauptrunde herausspringen.

Mein Tip im Vorjahr: 6-10

Tatsächlich: 13-3

Da lag ich weit daneben – und fand es grandios: Dallas ist mein zweitliebstes Team und außerdem schreibt es sich für mich als Cowboys-Korrespondent des Huddles bei Erfolgen wie von selbst. 

Die Prognose gab es nach dem verletzungsbedingten Ausfall von Tony Romo, aber Dak Prescott spielte sich in die Herzen der Fans und ließ Romo zur Randnotiz verkommen.

Nach einer knappen Auftaktniederlage gegen die Giants gewann man mit dem starken Offensivduo Prescott / Elliott rekordverdächtige 11 Spiele in Serie. In den Playoffs kam leider bereits in den Divisionals das Aus gegen die Packers, aber insgesamt war die Saison ein absoluter Erfolg.

Die unfehlbare Prognose für 2017: 11-5

Die ursprünglich verkündeten 6 Spiele Suspendierung, gegen die Elliott Einspruch eingelegt hatte, hätten den Cowboys natürlich wehgetan – genauso wie die Sperren in der Verteidigung. Durch die Aufhebung eines Richters sieht es so aus, als ob er den Cowboys die gesamte Saison zur Verfügung stehen könnte.

Wenn dann noch Dak Prescott dem gefürchteten Abrutschen im 2. Jahr (als „Sophmore Slump“ bekannt) entgehen kann, dann sollten die Cowboys auch wieder zurecht Favorit auf den Division Sieg in einer starken NFC East sein.

Und vielleicht reicht es dann auch wieder für den von Jerry Jones so lange erträumten Einzug in den Super Bowl.

 

Die Vorschau aus Fansicht

von Jürgen Lengling (Facebookgruppe: Dallas Cowboys Fans Germany)

Nach einer überraschend starken Saison 2016, mit dem unglücklichen Aus in den Play Offs gegen die Green Bay Packers, gehören die Cowboys für viele Experten zu den heißen Super Bowl Anwärtern.

Allerdings mussten in der Defense, gerade im Backfield, viele Starter aus dem letzten Jahr ersetzt werden.

Hier meine Saison Preview, aufgeteilt nach Positionen:

Quarterback:

Nach einer überraschenden Rookie Saison 2016 ist Dak Prescott zurück und nun die unangefochtene Nummer 1 bei den Cowboys. Durch den Ausfall von Tony Romo ins kalte Wasser geworfen, führte er die Cowboys zu einer sensationellen 13-3 Saison. Jetzt muss man gespannt sein, ob ihn, wie viele Quarterbacks, nach einer dominanten Rookie Saison der sogenannte „Sophomore Fluch“ trifft, und er in seiner zweiten Saison weit hinter den Erwartungen zurückbleibt. Die wenigen Snaps, die er in den Pre Season Spielen nehmen durfte, deuten jedenfalls nicht darauf hin. Hier fing er dort an, wo er m Ende der Saison 2016 aufgehört hatte, in der er im QB Ranking nur von Tom Brady und Aaron Rodgers übertroffen wurde.

Runningbacks:

Die Akte Ezekiell Elliott ist erstmal zu. Die 6 Spiele Sperre, die er von der NFL wegen Anschuldigungen einer Ex Freundin wegen häuslicher Gewalt bekam, wurden bei seiner Berufungsverhandlung von der NFL bestätigt.

Wohlweislich, dass die ermittelnde Staatsanwaltschaft, aus Mangel an Beweisen, von einer Anklageerhebung absah, strebte Elliott vor einem ordentlichen Gericht die Aufhebung der Suspendierung an. Hier erlitt die NFL eine vorläufige Schlappe, da das Gericht den Ausführungen Elliotts Glauben schenkte und die Sperre vorläufig aufhob. Ein endgültiges Urteil ist wohl erst nach der kommenden Saison zu erwarten, so dass Elliott den Cowboys von Spieltag 1 an zur Verfügung steht.

Das erhöht die Chancen der Cowboys natürlich ungemein, selbst wenn hinter Elliott mit McFadden und Morris zwei Runningbacks stehen, die in ihrer Karriere und besonders in der Pre Season bewiesen haben, dass sie in vielen anderen Teams wahrscheinlich Starter wären. Elliott aber bleibt der Ausnahmespieler auf dieser Position und nimmt damit natürlich viel Druck von den Schultern Dak Prescotts.

Wide Receiver/Tight Ends:

Hier bleibt alles fast unverändert: Dez Bryant, Terrance Williams, Jason Witten und Cole Beasley werden im Luftangriff der Cowboys gefährliche Waffen bleiben. Gerade von Bryant verspricht man sich viel, da er wohl zum ersten Mal die gesamte Preseason ohne Blessuren überstanden hat. Jason Witten, in seiner mittlerweile 15. Saison, hat in der Preseason wiedermal gezeigt, dass er ein Wunder an Zuverlässigkeit und athletischen Voraussetzungen ist. In der Draft kamen mit Ryan Switzer und Noah Brown zwei explosive Kräfte hinzu, so dass Prescott wohl reichlich Anspielstationen haben wird.

Offense Line:

Der Abgang von Doug Free tut den Cowboys gut: Eine Stütze im Laufspiel, allerdings im Pass Block nicht immer sattelfest. Hinzu kam, dass er für gefühlte 80% der Strafen der starken Cowboys O-Line verantwortlich war.

Ersetzen wird ihn wohl La’el Collins, der in seiner Rookie Saison als linker Guard eine mehr als solide Leistung bot. Um den damit freigewordenen Posten streiten aktuell Chaz Green und Jonathan Cooper, wobei Green hier wohl aktuell die Nase vorn hat. Auch damit werden die Cowboys wieder eine außerordentlich starke – wenn nicht sogar die stärkste – O-Line der NFL stellen.

Defense Line:

Zu Beginn der letzten Saison das Sorgenkind der Cowboys, vermisste man doch einen außergewöhnlichen Pass Rusher wie seinerzeit Demarcus Ware. Doch DC Rod Marinelli bewies wieder einmal, wie er aus No-Names starke Spieler machen kann. David Irving sei hier stellvertretend für viele genannt. So draftete man in diesem Jahr mit Taco Charlton in der ersten Runde die erhoffte Verstärkung und, nach Schwierigkeiten im ersten Pre Season Spiel, ließ der Mann aus Michigan aufblitzen, was von ihm zu erwarten sei. Das der letztjährige Shooting Star David Irving noch eine 4-Spiele Sperre absitzen muss tut zwar weh, aber Marinelli wird auch in diesem Jahr wieder zeigen, was seine No Name Defense alles so kann.

Linebacker:

Das Debut, auf das alle gewartet haben, wird es wohl direkt am ersten Spieltag geben: Jaylon Smith wird als Starter auflaufen. Der Mann der University of Notre Dame, im letzten Jahr als 1st Overall Pick im Draft gehandelt, dann durch einen Kreuzbandriss zurückgeworfen, landete in der zweiten Runde bei den Cowboys und machte im letzten Jahr kein Spiel. Jetzt konnte man im Camp und den Preseason Spielen sehen, warum die Cowboys ein Jahr auf ihn gewartet haben. Seine Schnelligkeit, seine Aggressivität und sein Instinkt werden ihn wohl zu einem Ausnahmespieler machen. Wie sagte sein Teamkamerad Sean Lee: „He’s gonna be unbelievable.“

Neben Smith werden eben dieser Sean Lee und Justin Durant ein explosives Linebackergespann bilden, dass einigen Offense Koordinatoren wohl jetzt schon den Angstschweiß ins Gesicht treibt.

Defensive Backfield:

Hier mussten die Cowboys am meisten Federn lassen: Barry Church, Morris Claiborne, JJ Wilcox und Brandon Carr verließen die Cowboys am Ende des letzten Jahres.

Mit Nolan Carroll aus Philadelphia verpflichtete man einen Veteranen und mit Chidobe Awuzie und Jourdan Lewis draftete man Ersatz, der jetzt zeigen muss, ob er die Lücken schließen kann. Auch Anthony Brown, der 6. Runden Pick der Cowboys aus 2016, muss zeigen, ob die Lorbeeren, die ihm nach den Spielen im letzten Jahr zu teil wurden, gerechtfertigt sind. Auf seiner geliebten Safety Position wird spielt Byron Jones endlich ausnahmslos da eingesetzt, wo er den Cowboys am meisten helfen kann.

Spezialisten:

Kontinuität ist hier das Schlagwort. Punter Chris Jones und Kicker Dan Bailey werden das Kicking Game der Cowboys bestimmen. Bei beiden kann sich Head Coach Jason Garrett beruhigt zurück ehnen.

Fazit:

Ob die Cowboys wieder eine 13-3 Saison hinlegen hängt, wie bei allen Teams, von vielen Faktoren ab. Ein ganz wichtiger ist die Gesundheit der Spieler. Bleiben die Cowboys auf den Schlüsselpositionen heil, ist mit ihnen sicherlich zu rechnen. Ob es dann am Ende der Saison 13-3, 14-2 oder 11-5 heißt wird man sehen. Alles andere als ein Play Off Platz wäre aber sicherlich eine große Enttäuschung. Ob es dann zum großen Wurf und damit zur Teilnahme am Super Bowl reicht, wird man sehen. Zuzutrauen ist es den Cowboys 2017 auf alle Fälle.

Schaut hier bei der hervorragenden Facebookgruppe von Jürgen vorbei:

Dallas Cowboys Fans Germany

 


Die Vorschau 2016:

Die letzte Lombardi Trophy:

XXX – 1996 (dazu noch 1994,1993,1978,1972)

Mein Tip im Vorjahr:

10-6 und Platz eins in der NFC East.

Tatsächlich:

4-12 Da lag ich dann mal meilenweit daneben. Mit Tony Romos Verletzung ging es bergab…und bergab…und bergab. Die Spiele mit Weeden und Co waren schwer verdauliche Kost. Um es vorsichtig auszudrücken.

Das Highlight der letzten Saison

Das Saisonende. Eindeutig. Und die Möglichkeit, Ezekiel Elliott zu draften. Ansonsten fällt mir spontan eher nix ein.

Mein Tip für 2016:

6-10. Hier der Text, der bis 28.08.16 an dieser Stelle stand: „10-6. Ich probiers nochmal. Auch wenn die Voraussetzungen mittlerweile dank Suspendierungen und ähnlichem mehr als durchwachsen sind. Andererseits gibt es kaum einen wirklichen Favoriten in der NFC Least – also warum nicht die Division wieder gewinnen.“

Die Verletzung Romos hat das alles obsolet gemacht (endlich mal wieder n Fremdwort einbauen können). So gut Prescott in der Preseason auch war – ich glaube nicht daran, dass er Tony Romo adäquat auf Dauer ersetzen kann. Ich lass mich aber sehr, sehr gern eines besseren belehren…

Die Vorschau aus Cowboys-Fansicht:

(von Jürgen Lengling / Dallas cowboys fans germany)

Größter Gewinner in der bisherigen Vorbereitung der Cowboys auf die Saison ist mit Sicherheit 4th Round Pick QB Dak Prescott. In seinen Einsätzen in den Pre Season Games brachte er von 50 Passversuchen 39 an den Mann und erzielte damit 454 Yards, 5 TDs und 0 INT. Beeindruckende Werte, mit denen er die Debuts der 1st Round Picks wie Goff, Lynch und Wentz in den Schatten stellte.

Dewegen geht man mit der Verletzung, die sich Starting QB Tony Romo im dritten Pre Season Spiel gegen die Seahawks zugezogen hat (Bruch eines Lendenwirbels) und der damit verbundenen Aiuszeit von 8-10 Wochen auch etwas gelassener um, als zum Beispiel im letzten Jahr, als man ohne Romo nur 2 Spiele gewinnen konnte. Das sollte in der kommenden Saison mit Prescott anders werden.

Helfen wird Prescott sicher auch der Erstrunden Pick der Cowboys, RB Ezekiel Elliott, der in der Pre Season nahtlos an seiner letzten Collegesaison bei Ohio State anschliesst und einen hervorragenden Eindruck hinterlassen hat. WR Dez Bryant ist auch wieder komplett genesen, um sein volles Potential abrufen zu können.

Die vermeintlich beste Offense Line der NFL (gespickt mit 3 Erstrunden Picks der letzten Jahre) sollte ihr Übriges dazu tun, damit man ein Offense Feuerwerk erwarten kann.

Bei der Defense sieht das Ganze dann schon wieder etwas anders aus. MLB Rolando McClain wurde wegen der Einnahme illegaler Substanzen für 10 Spiele gesperrt und ist bisher noch nicht bei den Cowboys aufgetaucht. Ebenso erhielten die beiden DE Randy Gregory und Demarcus Lawrence jeweils 4 Spiele Sperre für das gleiche Vergehen.

Mit CB Orlando Scandrick kommt der beste Defense Back Spieler der Cowboys von einem Kreuzbandriss zurück, was dem etwas wackeligen Backfield sicher helfen wird. Dazu hat der letztjährige Erstrundenpick Byron Jones jetzt auf der Position des Safety seinen Stammplatz gefunden und hat eine ordentliche Vorbereitung abgeliefert. Trotz dieser Schwierigkeiten, gerade was den Passs Rush der Cowboys anbetrift, hat die Defense einen guten Eindruck in der Pre Season hinterlassen.

Auch ein Garant dafür war die sehr gute Lesitung des deutschen LB Mark Nzeocha in den Reihen der Cowboys, der ohne Probleme den Sprung in den aktiven Kader geschafft hat und, nachdem er seine Verletzung aus dem zweiten Pre Season Game auskuriert hat, auf vermehrte Einsatzzeit in der Linebacker Rotation hoffen darf.

Sollten Prescott und die Defense das halten können, was sie in der Vorbereitung gezeigt haben, sollte man um den Titelgewinn in der NFC East ein gehöriges Wörtchen mitzusprechen haben.

Die Facebook-Gruppe der Dallas Cowboys Fans findet Ihr beim Klick auf das Banner:

 

 

 

 

 

Die Vorschau 2015 liegt auch noch rum:

 

Vorschau 2015:

Spitzname:

Der bekannteste ist sicher „Americas Team“, dazu noch „The Boys“.

Größte Erfolge der letzten Jahre:

Die größten Erfolge – fünf Super Bowl Siege – liegen bereits länger zurück: zwei Titeln in den 70ern ließ man anfang der 90er noch drei weitere mit dem überragenden Offensivtrio QB Troy Aikman, RB Emmitt Smith und WR Michael Irvin folgen.

Die Playoffs wurden auch seit dem Millenniums-Wechsel mehrfach erreicht (2003, 2006, 2007, 2009, 2014), aber wirklich zählbares sprang dabei leider nicht heraus.

Letzte Saison:

12 Siege – 4 Niederlagen. Saisonende dann unglücklich mit einem sehr kontroversen Fang von Dez Bryant, der jedoch als „incomplete“ gewertet wurde, gegen die Packers.

Stars der Cowboys:

Einer der Stars ist – mehr oder weniger gewollt – Eigentümer Jerry Jones, der gefühlt überall seine Meinung preisgibt. Er ist auch gleichzeitig mit seinem Sohn Stephen für die sportliche Seite der Cowboys zuständig.

Auf dem Feld war letztes Jahr RB DeMarco Murray überragend – er holte sich die meisten Laufyards der Liga – und wurde dadurch zu teuer. Sein Vertrag war ausgelaufen – wie der von Top WR Dez Bryant – und eine Verlängerung beider Verträge finanziell dank des Salary Caps nicht möglich.

Murray heuerte schließlich beim NFC East Rivalen Philadelphia Eagles an.

Zu den Stars zählt sicher auch QB Tony Romo, der lange das Image als Playoff-Versager weg hatte. In seiner ersten Saison war er der sogenannte Holder beim siegbringenden Kick kurz vor Schluss des Playoffspiels bei den Seattle Seahawks, als er daneben griff und dadurch die eingespielte Routine zunichte machte. Sein Laufversuch, um womöglich noch den Touchdown zu erreichen, blieb im Versuchsstadium stecken und das Spiel war verloren.

Auch die Folgejahre liefen in den Playoffs schlecht für Romo – bis 2014. Gegen die Lions lag man quasi aussichtslos in der ersten Runde zurück und gewann sensationell noch 24:20.

Die Woche darauf führte man in Green Bay bereits mit einem Touchdown zur Halbzeit und verlor trotzdem noch. Ein kontroverser Fang von Dez Bryant wurde gegen die Cowboys entschieden und die Saison endete abrupt.

Coach:

Head Coach Jason Garrett war lange als Erbe des Vorgängers Wade Phillips angesehen worden und tatsächlich wurde er auch zum Interimscoach befördert, als Phillips im Dezember 2010 entlassen wurde.

Das Abschneiden war bis 2013 nur durchschnittlich und damit deutlich hinter den Erwartungen von Eigentümer Jerry Jones. Allgemein war spekuliert worden, dass die Saison 2014 über die Zukunft von Garrett entscheiden würde.

Die Saison verlief sehr gut, weswegen Garrett jetzt wieder etwas mehr Freiheiten haben dürfte.

Ziel:

Die Ziele sind in Dallas üblicherweise eher realitätsfern, weil zu hoch, angesetzt; eigentlich müsste man nach Hausmeinung von Jerry Jones jedes Jahr den Super Bowl holen. Das wird wohl auch diese Saison nicht anders sein.

Kontroversen:

In Dallas gibt es eigentlich immer irgendwelche Skandälchen, die Playboy Jerry Jones dann gerne als Kleinigkeiten unter Kumpels abtut.

Anfang der 90er wurde mehr oder weniger durch Angehörige des Teams ein Bordell unterhalten, in dem auch harte Drogen gehandelt wurden.

Während des Lockouts wurde von der Liga die Gehaltsobergrenze für ein Jahr gestrichen, was sowohl in Dallas als auch in Washington clever dazu genutzt wurde, ausgelaufene Verträge so zu strukturieren, dass im ersten Jahr (ohne Obergrenze) der größte Teil des Geldes floss, um in Zukunft bei Wiedereinführung des Caps nur noch niedrige Gehälter eingerechnet hätten werden müssen. Die Liga war nicht begeistert und strafte beide Teams ab. Warum habe ich ehrlich gesagt bis heute nicht verstanden.

WR Dez Bryant ist auf dem Spielfeld ein herausragendes Talent, aber beim Verlassen scheint er auch einen Großteil Verstand einzubüßen. So musste ihm zeitweise ein Aufpasser rund um die Uhr zur Seite gestellt werden, der ihn von Dummheiten abhielt. Das gelang leidlich.

Eine Vertragsverlängerung wurde daher auch kritisch geprüft, aber letztendlich einigten sich beide Seiten auf einen Fünfjahresvertrag über 70 Mio $. Zufällig die gleiche Summer, für die quasi am selben Tag in Denver Demetrius Thomas unterschrieb. Die Liga prüft momentan, ob hier illegale Absprachen getätigt wurden (wobei sowohl Dez Bryant als auch Demetrius Thomas den gleichen Manager haben).

Gut zu wissen:

Das Stadion in Arlington, einem Vorort von Dallas, wurde 2009 eröffnet und hat schlappe 1,2 Milliarden $ gekostet. Dafür hat es auch eine HD-Anzeigetafel, die von 20 Yard Linie zu 20 Yard Linie geht und gegnerische Spieler gerne mal während des Spiels zu einem Blick nach oben animiert.

Im Jahr 2011 fand der Super Bowl dort statt – und wurde ein Desaster für die Liga im allgemeinen und Jerry Jones im besonderen: zunächst spielte das Wetter verrückt und bescherte der Stadt einen Eissturm in der Woche vor dem Spiel.

Am Tag des Spiels wurde ein zusätzlich eingerichteter Tribünenbereich für ca. 1.200 Personen nicht von der Feuerwehr freigegeben; in einem Versuch, den Besucherrekord mit dann 105.000 Zuschauern zu brechen, hatte man die Abnahme nicht rechtzeitig durchführen können.

800 Zuschauer konnten in anderen Bereichen untergebracht werden, 400 Personen erhielten von der NFL das Angebot, den dreifachen Ticketpreis erstattet zu bekommen. Die ersten Klagen gingen drei Tage nach dem Super Bowl bei den zuständigen Gerichten ein – der Ausgang wurde jedoch nie veröffentlicht. Es kann davon ausgegangen werden, dass die NFL wie des Öfteren das Problem mit Geld erstickt hat.

Tip für 2015:

10-6 und Platz eins in der NFC East.