Saisonvorschau Oakland Raiders

Team Previews Vorschauen im August

Solange könnt Ihr Euch noch über die vom Vorjahr lustig machen 🙂 :

Die Vorschau 2016:

Die letzte Lombardi Trophy:

XVIII – 1984 (schon als Los Angeles Raiders, zuvor 1981 und 1977 als Oakland Raiders)

Mein Tip im Vorjahr:

4-12 und der letzte Platz in der AFC West.

Tatsächlich:

7-9. Und damit vor den Chargers auf Platz 3. Ansatzweise war zu erkennen, dass die Combo Carr/Cooper eine richtig gute werden kann. Dazu mit Khalil Mack einen herausragenden Spieler in der D – die Raiders sind einer der Media Darlings des Sommers.

Das Highlight der letzten Saison


Beim 15:12 der Raiders gegen die Denver Broncos holte sich Khalil Mack gleich 5 Sacks – genug für den (geteilten) Franchise Rekord. Nach 8 Niederlagen in Denver konnten die Raiders endlich wieder einmal gewinnen beim späteren Titelträger.

Mein Tip für 2016:

10-6. Auch ich kann mich dem Medienliebling des Sommers nicht verschließen (wer den Let’s Talk Football Podcast #152 – das Wettspecial – gehört hat, weiß, dass ich die Raiders sogar als Super Bowl Longshot tippe; hier der Link: LTF-Podcast).

Selten waren die Voraussetzungen so gut: die Broncos ohne objektiv überdurchschnittlichen QB, eine Defense, die nicht jünger wird und dazu wohl ein Super Bowl Hangover. Einzig die Chiefs sind ernstzunehmende Konkurrenten, aber den Zweikampf entscheiden die künftigen Las Vegas Raiders für sich.

Sollte es Al Davis in den Himmel geschafft haben, dann wird er seine helle Freude an diesem Team haben.

Die Vorschau 2015 liegt auch noch rum:

 

Die Vorschau 2015:

Spitzname:

Da gibts ne ganze Reihe: Raider Nation, the Silver and Black, Men in Black.

Größte Erfolge der letzten Jahre:

Die „letzten Jahre“ muss man schon lang ausweiten: die Playoffs wurden zuletzt 2002 erreicht – und da sogar der Super Bowl. Allerdings verlor man gegen die Tampa Bay Buccaneers mit Coach Jon Gruden, der wiederum im Jahr zuvor noch Coach der Raiders war. Seitdem herrscht eine durchgehende Misere, die die riesige Fangemeinde auf eine harte Probe stellt.

Letzte Saison:

3 Siege – 13 Niederlagen

Stars der Raiders:

In den letzten Jahren wurden einige Stars geholt, deren Zenit jedoch längst überschritten war, und die ihre Karriere mangels anderer gut dotierter Angebote in Oakland ausklingen ließen. Der sportliche Erfolg blieb komplett aus.

Mittlerweile hat man mit QB Derek Carr, jüngerer Bruder des in Houston Anfang der 2000er grandios gescheiterten David Carr, einen jungen QB, der in seiner ersten Saison gute Ansätze gezeigt hat.

Er wurde auch mit einigen Wide Receivern ausgestattet, die den Namen verdienen. Vor allem der zu Beginn der ersten Runde im Draft an #3 geholte WR Amari Cooper weckt Hoffnungen auf eine bessere Saison. Dazu WR Michael Crabtree, der in San Francisco zuvor sportliche Achterbahnfahrten verursachte. Weltklasse und Kreisklasse wechselten sich mit Verletzungen ab.

Einzig seit Jahren auf Topniveau spielend ist Kicker Sebastian Janikowski. Aber der ist halt auch nur Kicker.

Coach:

Jack del Rio geht in seine erste Saison als Head Coach der Raiders, nachdem er im Vorjahr dort noch Assistenztrainer war. Er war bei den Jacksonville Jaguars bereits acht Jahre Head Coach bis 2011.

Irgendwie passt seine Art zu den möchtegern-Bad Boys Raiders. Ich würde ihm den Erfolg gönnen.

Ziel:

Geträumt wird bei den Raiders immer. Realistisch gesehen ist eine ausgeglichene Bilanz immer noch Wunschdenken.

Kontroversen:

Die gab es vor allem, als der Verein noch Al Davis gehörte. Der starb allerdings im Oktober 2011; sein Sohn hat etwas Ruhe einkehren lassen. Al Davis war der „Maverick Owner“ schlechthin – er zog sein eigenes Ding durch und schreckte auch nicht davor zurück, die Liga zu verklagen.

In seinen letzten Lebensjahren wurde er allerdings kaum mehr ernst genommen.

Diese Saison steht unter besonderer Beobachtung: als eines von drei Teams – neben den San Diego Chargers und St Louis Rams – bewirbt man sich um einen Umzug nach Los Angeles. Dort spielten die Raiders bereits 1982-1994. Mit den Chargers will man ein gemeinsam genutztes Stadion bauen. Ob der Rest der Liga zustimmt, wird die nahe Zukunft bringen. Für die vielen Hardcore-Fans der Raiders wäre es ein Todesstoß – auch wenn man bislang in einem der marodesten Stadien der Liga spielt.

Gut zu wissen:

Al Davis machte bei den Raiders alles – er ist der einzige Eigentümer, der auch schon Manager, Co-Trainer, Trainer und sogar eine Saison Ligachef war. Den Umzug nach Los Angeles 1982 setzte er gerichtlich gegen den Widerstand der Liga durch.

Seit seinem Tod brennt eine „ewige Flamme“ im Stadion der Raiders, die auch zum Gastspiel in London mitgenommen worden war.

Tip für 2015:

4-12 und der letzte Platz in der AFC West.