Samstag, Juli 27, 2024

Saisonvorschau Houston Texans 2017

Die letzte Lombardi Trophy:

Gibts noch nicht. Die Texans als „neueste“ Expansion Franchise 2002 hatten auch noch nicht ganz so lang Zeit…

Abgänge:

Quarterback Brock Osweiler, vor der vergangenen Saison als großer Hoffnungsträger geholt und dann bodenlos schlecht, wurde in einem Trade, den es sonst nur in der NBA gibt, nach Cleveland entsorgt. Denen musste man noch einen 2nd Round Pick draufpacken, damit sie den Monstervertrag von Osweiler schluckten.

Defensive Tackle „Big Vince“ Wilfork (hier mit meinem Lieblingsoutfit) verlegte von der NFL in die NGL (Nationale Grill Liga).

Zugänge:

Große Sprünge waren in der Free Agency nicht drin. Gleich 4 Ergänzungsspieler auf der Wide Receiver Position und mit Marcus Gilchrist ein mittelmäßig talentierter Safety. Haut einen nicht vom Hocker, aber das Osweiler Debakel hallt noch etwas nach.

Draft:

Der Quarterback der Zukunft Edition 2017 wurde in der ersten Runde an Position 12 geholt, wozu man den Browns noch ein paar Picks hinwerfen musste. Wenn Deshaun Watson dann aber wirklich der Heilsbringer ist, wird es den Texans egal sein.

Mit Zach Cunningham gab es in Runde 2 dann einen [itg-glossary glossary-id=“3745″]Linebacker[/itg-glossary] von Vanderbilt.

Der Star:

Ganz klar J.J. Watt, der jedoch leider die letzten Jahre immer wieder Rücken hat. Wenn er und der ehemalige #1 Pick Jadeveon Clowney (2014) fit sind, dann stellen sie das beste Pass Rushing Team der Liga (nicht zu vergessen Linebacker Whitney Mercilus). Leider ist das zu selten der Fall.

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Watt bekommt regelmäßig Double Teams – also zwei Gegenspieler – entgegengeworfen… die er dann komplett zerstört. Der Mann ist ein athletisches Phänomen. Seine Präsenz führt dazu, dass seine Mitspieler mehr Freiräume haben.

Der Coach:

Bill O’Brien stand vor der letzten Saison auf der Liste der bedrohten [itg-glossary glossary-id=“3611″]Headcoaches.[/itg-glossary] Er machte sich zunächst bei den Patriots einen Namen (indem er sich vor Jahren mit Tom Brady an der Seitenlinie ein lautstarkes Wortgefecht lieferte) und coachte dann am College Penn State.

Bei den Texans läuft es jedoch noch immer nicht wie gewünscht. Zwar gewann man erneut die AFC South, aber das lag mehr an den desaströsen anderen Teams und weniger aufgrund eigener Stärke.

O’Brien sitzt trotz des Erfolgs im Vorjahr vermutlich nur locker im Sattel.

Mein Tip im Vorjahr: 8-8

Tatsächlich: 9-7


9-7 reichte in einer schwachen Divison vor den punktgleichen Titans und den 8-8 Colts für den Divisionssieg. Nach zwei Auftaktsiegen gegen Chicago und Kansas City erlebte man ausgerechnet bei den Patriots mit deren Backup Backup Quarterback ein 0-27 Debakel (der halbe Coaching Staff hat eine Vergangenheit in New England).

Siege und Niederlagen wechselten sich in schöner Regelmäßigkeit ab; in der WildCard Runde durfte man gegen die Oakland Raiders ohne ihren Quarterback Derek Carr antreten und kam so relativ ungefährdet bis ins Divisonsfinale. Bei den Patriots hielt man ungefähr bis zur Halbzeit gut mit, wurde jedoch dann in der zweiten Hälfte wie erwartet deutlich niedergebügelt.

Die unfehlbare Prognose für 2017: 6-10

Sowas kommt raus, wenn man alle Spiele durchtippt. Andererseits lag ich traditionell bei den Texans immer meilenweit daneben (üblicherweise schätzte ich sie jedoch deutlich besser, als sie dann letztendlich abschnitten).

Vielleicht klappt das ja diesmal auch und alle bleiben fit, Quarterback Deshaun Watson überzeugt (oder Tom Savage, was noch unwahrscheinlicher sein dürfte) und und und…

Ich würde ihnen den Erfolg gönnen, glaube aber nicht so recht daran.

Die Vorschau aus Fansicht

von @plainco_

Die Offense der Texaner war schon immer ein Problem, gerade die Quarterback Frage war in den letzten Jahren ganz groß. Nachdem Brock Osweiler nach Cleveland geschickt wurde, stand dieses Jahr in der Preseason ein Quarterback Kampf an, zwischen dem ehmaligen Ersatz QB Tom Savage, und dem neuen Draft-Pick Deshaun Watson. Noch liegt Tom Savage vorne, aber Deshaun Watson kann gut überzeugen – vielleicht wird es eine Ablösung geben.

Unterstützt wird der QB auch diese Jahr wieder durch RB Lamar Miller, OT Duane Brown, WR Will Fuller und WR DeAndre Hopkins, welche in der letzten Saison super agierten.

Die Defense ist in guter Form, auch durch die rückkehr des verletzten DE J.J. Watt. So sollte es auch durch LB Jadeveon Clowney, LB Brian Cushing, CB Kareem Jackson, usw. , keine Probleme geben. Da der Spielplan der Texans unter anderem auch statistisch als „einfach“ eingeschätzt wird, sollte es für den ersten Platz in der AFC South, und somit auch für eine Playoff Teilnahme reichen.

Es wird aber schwer, damit es auch für den Super Bowl reicht.

Folgt ihm hier:

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…solange gibts noch die vom Vorjahr:

Die Vorschau 2016:

Die letzte Lombardi Trophy:

Gibts noch nicht. Die Texans als Expansion Franchise hatten auch noch nicht ganz so lang Zeit…

Mein Tip im Vorjahr:

10-6 und überraschend Platz 1 in der schwachen AFC South.

Tatsächlich:

9-7. Und wirklich der erste Platz in einer schwachen AFC South. Wahrscheinlich mein bester Team überhaupt – alle Welt sah die Colts auf Platz 1. Mir hats so ein paar Euronen gebracht, auch wenn es zäh wie Kaugummi lief. War eher ein Schneckenrennen zum Divisionssieg.

Das Highlight der letzten Saison

Am 20.12.15 gewannen die Texans zum ersten Mal in ihrer 14-jährigen Geschichte bei den Colts in Indianapolis. Dank nicht zuletzt Brandon Weeden gewann man 16-10 und entschied so die Division faktisch für sich.

Mein Tip für 2016:

8-8. Brock Osweiler muss erst noch überzeugen und Lamar Miller beweisen, dass das System in Miami Schuld war, dass er nicht dauerhaft bessere Leistungen brachte. Aber vor allem wird JJ Watt wohl einige Spiele fehlen. Dazu ein etwas stärkerer Schedule (dank des Abschneidens auf dem ersten Platz…), die Jaguars als nicht mehr ganz geheimer Geheimtipp und bei den Colts Andrew Luck wieder fit: ein erneuter Divisionsieg scheint möglich, aber eher unwahrscheinlich.

Die Vorschau 2015 liegt auch noch rum:

 

Die Vorschau 2015:

Spitzname:

Der Verein existiert erst seit 2002. Das „Texans“ musste sogar dem Eigentümer der Kansas City Chiefs abgekauft werden, weil der Vorläufer der Chiefs Texans hieß. Einen weiteren Spitznamen o.ä. gibt es also nicht.

Größte Erfolge der letzten Jahre:

Playoffs 2011, 2012. Und da jeweils in der ersten Runde ausgeschieden.

Letzte Saison:

9 Siege – 7 Niederlagen

Stars der Texans:

Auch hier ist wie bei den New York Jets ausnahmsweise mal kein Offensivspieler der Star. Unumstrittener Führungsspieler und Superstar ist Defensive End JJ Watt. Ihm werden üblicherweise gleich zwei Lineman der Offense gegenüber gestellt – und trotzdem zerstört er reihenweise gegnerische Spielzüge.

Mit seiner Größe und Athletik ist er nahezu unstoppbar. Nach einem Seuchenjahr 2013, in dem alles schief lief, was auch nur annähernd schief laufen konnte, hatte man den 1st Pick im Draft. Hierzu holte man OLB Jadeveon Clowney; mit dem Duo wollte man die gegnerischen Angriffsreihen komplett durcheinander bringen. Clowney verletzte sich jedoch schwer und es ist fraglich, ob er jemals wieder an seine alte Form anknüpfen kann. Trotzdem wurde Watt unumstritten zum besten Defensivspieler der Liga gewählt.

Von den Patriots konnte NT „Big“ Vince Wilfork geholt werden, der mit seiner Erfahrung und körperlichen Präsenz von knapp 150 kg den Gegnern viel Kopfzerbrechen bereiten dürfte.

Und dann war da noch RB Arian Foster – Rushing Champ des Jahres 2010. Ein Großteil der Offense ist auf ihn abgestimmt. Allerdings hat er ein großes Problem – er gilt als verletzungsanfällig.

Prompt lief es leider auch im Trainingscamp dieses Jahr nicht besser: eine schwere Leistenverletzung zwingt ihn zu einer langen Pause. Leider ist man das bei ihm schon gewohnt.

Coach:

Head Coach Bill o’Brien geht in seine 2. Saison; im Vorjahr ging es mit einer Bilanz von 9 Siegen und 7 Niederlagen wieder aufwärts.

O’Brien wurde zunächst als Assistenztrainer der Patriots überörtlich bekannt, als er sich bei einem Spiel ein hitziges Rededuell an der Seitenlinie mit Superstar QB Tom Brady lieferte. In der Folge wurde er Head Coach des Collegeteams Penn State, wo es einen sexuellen Missbrauchsskandal gegeben hatte und er vor einem Neuaufbau stand. Das klappte so gut, dass er seine Chance in der NFL als Trainer bekam.

Ziel:

Die AFC South ist seit Jahren unterdurchschnittlich. Die Colts sind Seriensieger mit einer Ausnahme. Danach kamen meist die Texans, die aber lange in den direkten Vergleichen den kürzeren zogen.

Hinter diesen beiden Teams kam lange nichts – sowohl die Titans als auch die Jaguars gehören seit Jahren zum Schlechtesten, was die NFL zu bieten hat.

Kontroversen:

Da gibts bei den Texans eigentlich nix – zum einen existieren sie ja deutlich kürzer als die meisten anderen Teams und zum anderen scheint Eigentümer Bob McNair solide arbeiten zu lassen.

Gut zu wissen:

In den Saisons der beiden Playoff-Teilnahmen war das Spiel der Texans sehr attraktiv. Aber erst bis die Playoffs begannen. Hier versagte neben QB Matt Schaub auch der Rest der Mannschaft, so dass es jeweils sehr kurze Auftritte waren.

Schaub wurde letztendlich entlassen, als die Zahl der abgefangenen Bälle die der Touchdowns deutlich überstieg, und unterschrieb bei der „Endstation“ Oakland Raiders. Hier konnte er sich nicht gegen den Rookie Derek Carr im Camp durchsetzen konnte. Diese Saison ist er Backup bei den Baltimore Ravens – und für mehr wirds wohl auch auf absehbare Zeit nicht mehr reichen.

Tip für 2015:

10 – 6 und überraschend Platz 1 in der schwachen AFC South.