Zur Abwechslung Rugby – Länderspiel!
Womöglich kennt Ihr das, wenn Ihr hier schon länger mitlest: Wenn ich in Sachen Football unterwegs bin, schaue ich, was es sonst noch an Sport vor Ort gibt. So war ich beim Eishockey in Atlanta, Euroleague Basketball in Paris vor zwei Wochen und bei den Orioles in Camden Yards ⚾️ zum Baseball im Mai.
Diesmal hatte ich dieses Internetz gefragt, was es in Madrid an dem Wochenende noch gibt. Fußball schied aufgrund der Terminierungen schnell aus, aber ein Länderspiel im Rahmen des „World Rugby Nations Cup“ zwischen den spanischen „Leones“ (Löwen 🦁… total kreativ) und den uruguayischen „Los Teros“ (deren Nationalvogel 🦤“Bronzekiebitz“) passte perfekt. Und tatsächlich gab es auch eine Akkreditierung für mich. Der Eintritt hätte sonst absolut faire 15 Euro gekostet.
Anreise
Ein Nachteil: Der etwas beschönigend als Stadion beschriebene Sportplatz schien nur schwer mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar. Allerdings war die Pressemeldung komplett in spanisch, was das Verständnis nur mit Google Translator zuließ. Die Wahl fiel schnell: Dann eben die 4 km zu Fuß.
Der Schrittzähler freut sich (wurden gut 22.000 heute).
Pregame
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Um die Ecke fand vor der Partie eine Pregame Party statt. Die war überschaubar und anscheinend hatten alle auf Hamburger gewartet. Den hatte ich zum Glück schon am Vorabend bei „HUNDRED„, einer top Burgerkette in Spanien.
Zudem gab es noch Merch der spanischen Mannschaft, wo die Schlange deutlich kürzer war.
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Im Stadion gab es gleich mal eine typisch spanische Spezialität zu sehen – zwei Paella 🥘 Pfannen. Ich hatte aber einerseits keinen Hunger und bin andererseits kein Reis-Fan (war aber danach noch Sushi essen)
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Das Spiel / el juego
Ich kenne die Regeln nur rudimentär, aber das macht nichts. Zuerst kam ich beim Warmup beim Training der uruguayischen (uruguayansischen?) Einwerfer vorbei. Das ist meine zweite Fußball Kernkompetenz (hinter Elfmetern)! Fühlte ich mich gleich wie zuhause:
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Ansonsten hatte ich schon von Gedränge / Scrum gehört und war schon vor dem Anpfiff von einigen Hits beeindruckt- ohne wirkliche Schutzausstattung.
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Der Einlauf aus nächster Nähe war auch durchaus nett. Immer wieder schön, wenn man solche Zugänge erhalten kann.
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Bei den Hymnen gab es von der uruguayischen Mannschaft 🇺🇾 lautstarken Gesang. Fans an sich hatten sie quasi nicht dabei – ich hatte lediglich ein einziges Pärchen gesehen, die das Jersey mit dem Bronzekiebitz trugen.
Die spanische Hymne 🇪🇸 ist ohne Gesang und ein reines Musikstück. Sehr schade aus meiner Sicht, aber irgendwer wird sich etwas dabei gedacht haben.
Eigentlich hätte ich gerne vor der Partie gewettet, aber meine drei aktuellen Anbieter hatten das Spiel in der „legalen deutschen Version“ nicht im Angebot. bet365 hätte es in der spanischen Variante – wie so vieles – angeboten. Hier stimme ich ausnahmsweise in das „früher war alles besser“ vieler Leute mit ein. Die Auswahl ist hier – auch für NFL Partien – wesentlich höher. Seufz. Spanien war jedenfalls deutlich (-10.5) favorisiert und wurde dieser Rolle auch lange gerecht.
Sie erzielten die erste Führung (3:0 per Kick) und nach zwischenzeitlichem Rückstand auch noch einen Versuch zur 8-7 Pausenführung nach einem vermeintlichen Goalline Stand:
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Eine Hälfte dauert übrigens 40 Minuten bei durchlaufender Uhr.
Die zweite Hälfte bestimmten auch die Spanier, die gefühlt durchgehend am Ball waren. Sie erhöhten auf 11:7, aber 12 Minuten vor Schluss drehten die Gäste die Partie aus dem Nichts in ein 11:12. Die #10 (Icaro Amarillo) doinkte den Extrapunktversuch aber an den rechten Pfosten. Unter dem Jubel der Zuschauer konterten die Spanier aber noch einmal und stellten kurz vor Schluss den 18:12 Endstand her, den sie mit einem wirklichen Goalline-Stand in den Schlusssekunden noch verteidigten. Ein Spiel auf Messers Schneide, das den verdienten Sieger am Ende hatte.
Fazit
Kann man durchaus mal machen! Wobei es gegen Ende sehr schattig wurde, aber dafür kann ja der Sport nichts. Die Stimmung war gut und es hat Spaß gemacht.
Sogar ohne Wetten und tiefere Regelkunde.